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Hals, Nase & Ohren

Krankheiten des N. vestibulocochlearis (VIII. Hirnnerv)

Der achte Hirnnerv, der N. vestibulocochlearis, besteht aus zwei Anteilen: Der Hörnerv leitet Schallinformationen vom Innenohr zum Gehirn, der Gleichgewichtsnerv Informationen über Kopfbewegungen und Lage. Erkrankungen dieses Nervs können daher sowohl das Hören als auch das Gleichgewicht beeinträchtigen. Die Beschwerden reichen von leichten Ohrgeräuschen bis zu ausgeprägtem Drehschwindel und Hörverlust.

Ursachen

Zu den Ursachen zählen Entzündungen des Nervs, häufig als Folge einer Virusinfektion, eine Gürtelrose im Ohrbereich, gutartige Tumoren des Nervs wie das Vestibularisschwannom, Durchblutungsstörungen, Verletzungen der Schädelbasis sowie giftige Wirkungen bestimmter Medikamente. Auch Erkrankungen des Gehirns oder der Hirnhäute, die auf den Nerv übergreifen, können eine Rolle spielen. Bei einem Teil der Betroffenen bleibt die Ursache ungeklärt.

Symptome

Ein Ausfall des Hörnervs führt zu Hörminderung, Ohrgeräuschen und Störungen des Sprachverstehens, meist auf einer Seite. Eine Schädigung des Gleichgewichtsnervs verursacht Drehschwindel, Übelkeit, Gangunsicherheit und unwillkürliche Augenbewegungen, die Nystagmus genannt werden. Beim plötzlichen Auftreten von Schwindel mit Hörverlust ist eine rasche ärztliche Abklärung notwendig.

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Diagnostik

Die Untersuchung umfasst Hörtests einschließlich Messung der Nervenleitung im Hörnerv, Prüfungen des Gleichgewichtsorgans wie Kopfimpulstest und Temperaturprüfung sowie eine Beurteilung der Augenbewegungen. Eine Magnetresonanztomographie der Schädelbasis zeigt Tumoren, Entzündungen oder andere Veränderungen am Nerv und Hirnstamm. Ergänzend werden Blutuntersuchungen und gegebenenfalls eine neurologische Abklärung durchgeführt.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Entzündungen werden häufig mit kortisonhaltigen Medikamenten behandelt, eine Gürtelrose zusätzlich mit antiviralen Mitteln. Beim Schwindel helfen kurzfristig Medikamente gegen Übelkeit und ein gezieltes Gleichgewichtstraining, damit sich das Gehirn an den Ausfall gewöhnt. Tumoren werden je nach Größe und Wachstum beobachtet, bestrahlt oder operiert. Hörgeräte oder Implantate können bei bleibendem Hörverlust das Hören verbessern.

Verlauf und Prognose

Bei vielen entzündlichen Erkrankungen erholt sich der Nerv teilweise oder vollständig, das Gehirn kann einen einseitigen Gleichgewichtsausfall meist gut ausgleichen. Bei Hörverlust hängt die Prognose davon ab, wie rasch die Behandlung beginnt und welche Ursache vorliegt. Regelmäßige Kontrollen sind bei Tumoren und wiederkehrenden Beschwerden wichtig.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wofür ist der achte Hirnnerv zuständig?

Für die Weiterleitung von Hör- und Gleichgewichtsinformationen vom Innenohr zum Gehirn.

Welche Beschwerden treten auf?

Hörminderung, Ohrgeräusche, Drehschwindel, Übelkeit und Gangunsicherheit.

Wann sollte ich sofort zum Arzt?

Bei plötzlichem Hörverlust oder plötzlichem Schwindel, besonders wenn beides gemeinsam auftritt.

Kann sich der Nerv erholen?

Bei entzündlichen Ursachen oft teilweise oder ganz, und das Gehirn kann einen Gleichgewichtsausfall meist gut ausgleichen.

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