Chronische Laryngitis
Die chronische Laryngitis ist eine über mehrere Wochen anhaltende oder wiederholt auftretende Entzündung der Kehlkopfschleimhaut, die sich vor allem durch eine dauerhafte Heiserkeit bemerkbar macht. Im Unterschied zur akuten, meist durch eine Erkältung ausgelösten Kehlkopfentzündung wird die chronische Form häufig durch anhaltende Reizfaktoren unterhalten, die die Schleimhaut immer wieder neu belasten.
Ursachen
Häufige Ursachen sind langjähriges Rauchen, chronische Stimmüberlastung etwa bei Sängern oder Lehrern, ein zurückfließender Magensaft, der die Kehlkopfschleimhaut reizt (Reflux), sowie das Einatmen von Reizstoffen am Arbeitsplatz. Auch eine anhaltende Mundatmung bei chronisch verstopfter Nase sowie übermäßiger Alkoholkonsum können zur Entstehung beitragen. Bei einem Teil der Betroffenen wirken mehrere dieser Faktoren gemeinsam.
Symptome
Kennzeichnend ist eine über Wochen anhaltende oder immer wiederkehrende Heiserkeit, die sich im Tagesverlauf verstärken kann. Viele Betroffene berichten zusätzlich über ein Kratzen oder Fremdkörpergefühl im Hals, häufiges Räuspern sowie eine schnellere Ermüdung der Stimme bei längerem Sprechen. Anders als bei einer akuten Kehlkopfentzündung bestehen meist keine begleitenden Erkältungssymptome.
Diagnostik
Eine Untersuchung des Kehlkopfes mit dem Kehlkopfspiegel oder einem flexiblen Endoskop zeigt die entzündete, oft verdickte oder unregelmäßig veränderte Schleimhaut sowie mögliche zusätzliche Veränderungen der Stimmbänder. Bei länger als drei Wochen anhaltender Heiserkeit wird diese Untersuchung dringend empfohlen, um seltenere, aber ernstere Ursachen wie eine bösartige Veränderung des Kehlkopfes rechtzeitig auszuschließen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache: Rauchentwöhnung, Stimmschonung und gegebenenfalls eine gezielte Stimmtherapie bei Logopäden stehen im Vordergrund. Bei einem zugrunde liegenden Reflux werden säurehemmende Medikamente eingesetzt, bei beruflich bedingter Reizstoffexposition wird eine Anpassung der Arbeitsbedingungen empfohlen. Inhalationen und ausreichende Flüssigkeitszufuhr können die gereizte Schleimhaut zusätzlich beruhigen.
Verlauf und Prognose
Wird die zugrunde liegende Ursache konsequent behandelt oder gemieden, bessert sich die chronische Laryngitis bei den meisten Betroffenen deutlich, auch wenn dies mehrere Wochen bis Monate dauern kann. Bleibt der auslösende Reizfaktor bestehen, etwa bei fortgesetztem Rauchen, kann sich die Entzündung dauerhaft verfestigen und das Risiko für spätere Veränderungen der Stimmbänder erhöhen.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Chronische Laryngitis: Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Ab wann sollte anhaltende Heiserkeit ärztlich abgeklärt werden?
Bei einer Heiserkeit, die länger als drei Wochen anhält, wird eine Untersuchung des Kehlkopfes dringend empfohlen, um ernstere Ursachen auszuschließen.
Welche Rolle spielt Rauchen bei der chronischen Laryngitis?
Es ist eine der häufigsten Ursachen, da der Zigarettenrauch die Kehlkopfschleimhaut dauerhaft reizt und die Entzündung unterhält.
Kann Magensäure eine Rolle spielen?
Ja, ein zurückfließender Magensaft (Reflux) kann die Kehlkopfschleimhaut reizen und zur chronischen Entzündung beitragen.
Wie lange dauert die Besserung nach Beheben der Ursache?
Häufig mehrere Wochen bis Monate, wobei eine konsequente Vermeidung des auslösenden Reizfaktors entscheidend für die Heilung ist.
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