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Häufige Erkrankungen

Gürtelrose (Herpes Zoster)

Die Gürtelrose, medizinisch Herpes Zoster genannt, entsteht durch die Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus, das nach einer durchgemachten Windpockeninfektion lebenslang inaktiv in bestimmten Nervenzellen verbleibt. Wird das Virus reaktiviert, wandert es entlang eines Nervs zur Haut und verursacht dort den charakteristischen, meist auf ein Hautsegment begrenzten Ausschlag. Die Erkrankung tritt gehäuft im höheren Lebensalter und bei geschwächtem Immunsystem auf.

Ursachen

Grundvoraussetzung ist eine frühere Windpockeninfektion oder, seltener, eine Windpockenimpfung, durch die das Virus im Körper verbleibt. Die genauen Auslöser einer Reaktivierung sind nicht vollständig geklärt, ein nachlassendes Immunsystem im Alter, Stress, bestimmte Erkrankungen wie Krebs oder eine immununterdrückende Behandlung erhöhen jedoch nachweislich das Risiko. Mit zunehmendem Lebensalter steigt die Häufigkeit einer Gürtelrose deutlich an.

Symptome

Häufig gehen dem sichtbaren Ausschlag einige Tage brennende Schmerzen oder ein Kribbeln in einem bestimmten Hautbereich voraus. Anschließend entwickelt sich ein meist einseitiger, streifenförmiger Ausschlag mit geröteten Flecken und Bläschen entlang des Verlaufs eines Hautnervs, häufig am Rumpf. Die Schmerzen können erheblich sein und bei einem Teil der Betroffenen auch nach Abklingen des Ausschlags als anhaltende Nervenschmerzen (Post-Zoster-Neuralgie) bestehen bleiben.

Diagnostik

Die Diagnose wird meist rein klinisch anhand des charakteristischen, segmental begrenzten Ausschlags und der begleitenden Schmerzen gestellt. In unklaren Fällen, etwa bei untypischem Erscheinungsbild oder bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, kann ein Abstrich der Bläschen das Virus direkt nachweisen und die Diagnose absichern.

Behandlung

Eine frühzeitig, idealerweise innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten des Ausschlags begonnene antivirale Behandlung kann den Krankheitsverlauf abkürzen und das Risiko für anhaltende Nervenschmerzen senken. Zusätzlich werden Schmerzmittel eingesetzt, bei stärkeren Schmerzen auch spezifisch gegen Nervenschmerzen wirksame Medikamente. Bei Befall im Gesichtsbereich, insbesondere in der Nähe des Auges, ist eine augenärztliche Mitbehandlung wichtig, um Komplikationen am Auge zu vermeiden.

Verlauf und Vorbeugung

Bei den meisten Betroffenen heilt der Ausschlag innerhalb weniger Wochen ab. Ein Teil, besonders ältere Menschen, entwickelt jedoch eine langwierige Post-Zoster-Neuralgie mit anhaltenden Nervenschmerzen, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Für Menschen ab 60 Jahren sowie bestimmte Risikogruppen wird eine Impfung gegen Gürtelrose empfohlen, die das Erkrankungsrisiko und insbesondere das Risiko einer Post-Zoster-Neuralgie deutlich senkt.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Ist Gürtelrose ansteckend?

Der direkte Kontakt mit den Bläschen kann bei Menschen ohne durchgemachte Windpocken oder Windpockenimpfung eine Windpockeninfektion auslösen, eine Gürtelrose selbst wird jedoch nicht direkt übertragen.

Kann man mehrmals im Leben an Gürtelrose erkranken?

Ja, auch wenn eine erneute Episode seltener ist als eine erste Erkrankung, kann das Virus theoretisch mehrfach reaktiviert werden.

Warum ist eine schnelle Behandlung wichtig?

Weil eine früh begonnene antivirale Therapie den Krankheitsverlauf verkürzen und das Risiko für anhaltende Nervenschmerzen nach Abklingen des Ausschlags senken kann.

Wem wird die Gürtelrose-Impfung empfohlen?

Menschen ab 60 Jahren sowie bestimmten Risikogruppen mit geschwächtem Immunsystem bereits ab 50 Jahren, um das Erkrankungs- und Komplikationsrisiko zu senken.

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