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Hals, Nase & Ohren

Nasenpolyp

Nasenpolypen sind gutartige, weiche Wucherungen der Nasenschleimhaut, die meist beidseitig aus den Nasennebenhöhlen in die Nasenhaupthöhle hineinwachsen. Sie entstehen im Rahmen einer chronischen Entzündung der Nasenschleimhaut und können bei größerer Ausdehnung die Nasenatmung sowie den Geruchssinn erheblich beeinträchtigen.

Ursachen

Nasenpolypen entstehen im Rahmen einer chronischen Entzündung der Nasen- und Nasennebenhöhlenschleimhaut, deren genaue Ursache nicht immer eindeutig geklärt ist. Begünstigende Faktoren sind allergische Erkrankungen, Asthma, eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Schmerzmitteln (Analgetika-Intoleranz) sowie chronische Infektionen der Nasennebenhöhlen. Menschen mit Mukoviszidose entwickeln aufgrund der veränderten Schleimzusammensetzung besonders häufig Nasenpolypen.

Symptome

Typische Beschwerden sind eine zunehmend behinderte Nasenatmung, ein vermindertes oder vollständig fehlendes Riechvermögen sowie ein Druckgefühl im Gesichtsbereich. Viele Betroffene berichten zusätzlich über eine näselnde Sprache, vermehrten Schleimfluss sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Nasennebenhöhlenentzündungen. Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam über Monate bis Jahre.

Diagnostik

Eine Untersuchung mit dem Nasenendoskop zeigt die glasig-durchscheinenden, weichen Polypen direkt und ermöglicht eine Einschätzung ihrer Größe und Ausdehnung. Eine Computertomografie der Nasennebenhöhlen wird ergänzend eingesetzt, um das Ausmaß der Erkrankung genau zu erfassen und die Behandlung, insbesondere eine mögliche Operation, zu planen. Bei begleitenden allergischen Beschwerden können zusätzliche Allergietests sinnvoll sein.

Behandlung

Die Basisbehandlung besteht aus kortisonhaltigen Nasensprays, die die Entzündung eindämmen und die Polypen häufig deutlich verkleinern können. Bei ausgeprägten, auf die Nasenspray-Behandlung nicht ausreichend ansprechenden Polypen wird eine kurze Kortisontablettenkur oder eine operative Entfernung der Polypen empfohlen. Bei schweren, wiederkehrenden Verläufen stehen mittlerweile auch spezielle, gezielt in das Immunsystem eingreifende Medikamente zur Verfügung.

Verlauf und Prognose

Nasenpolypen sprechen bei einem großen Teil der Betroffenen gut auf eine konsequente Behandlung mit kortisonhaltigen Nasensprays an. Nach einer operativen Entfernung kommt es bei einem Teil der Betroffenen im Laufe der Zeit zu einem erneuten Wachstum der Polypen, weshalb eine dauerhafte Nachbehandlung mit Nasenspray meist empfohlen wird, um Rückfälle zu verhindern.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Sind Nasenpolypen bösartig?

Nein, es handelt sich um gutartige Schleimhautwucherungen ohne Krebsrisiko.

Reicht ein Nasenspray zur Behandlung aus?

Bei vielen Betroffenen ja, kortisonhaltige Nasensprays können die Polypen deutlich verkleinern; bei ausgeprägten Formen wird zusätzlich eine Tablettenkur oder Operation erwogen.

Kommen Nasenpolypen nach einer Operation wieder?

Bei einem Teil der Betroffenen ja, weshalb eine dauerhafte Nachbehandlung mit Nasenspray meist empfohlen wird, um ein erneutes Wachstum zu verhindern.

Warum haben Menschen mit Mukoviszidose besonders häufig Nasenpolypen?

Weil die bei Mukoviszidose veränderte Schleimzusammensetzung die Entstehung von Nasenpolypen begünstigt.

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