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Hals, Nase & Ohren

Chronische Sinusitis

Die chronische Sinusitis ist eine über mindestens zwölf Wochen anhaltende oder wiederholt auftretende Entzündung der Schleimhaut in einer oder mehreren Nasennebenhöhlen. Im Unterschied zur akuten, meist durch eine Erkältung ausgelösten Nasennebenhöhlenentzündung ist die chronische Form durch einen langwierigen, oft schwer zu durchbrechenden Entzündungsprozess gekennzeichnet.

Ursachen

Eine chronische Sinusitis entsteht häufig durch eine anhaltende Blockade der Verbindungsgänge zwischen Nasenhaupthöhle und Nasennebenhöhlen, wodurch Sekret nicht mehr ausreichend abfließen kann. Begünstigende Faktoren sind eine verkrümmte Nasenscheidewand, Nasenpolypen, allergische Erkrankungen, eine anhaltende bakterielle oder pilzbedingte Besiedlung sowie ein geschwächtes Immunsystem. Rauchen und die Einwirkung von Reizstoffen können die Schleimhautfunktion zusätzlich beeinträchtigen und die Entzündung unterhalten.

Symptome

Kennzeichnend sind eine über Wochen bis Monate anhaltende behinderte Nasenatmung, ein Druckgefühl im Gesichtsbereich, das sich beim Vorbeugen verstärken kann, sowie ein zäher, teils gelb-grünlicher Nasenausfluss. Viele Betroffene berichten zusätzlich über ein vermindertes Riechvermögen, anhaltenden Husten durch nach hinten abfließendes Sekret sowie eine allgemeine Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit.

Diagnostik

Eine Untersuchung mit dem Nasenendoskop zeigt geschwollene, entzündete Schleimhaut sowie mögliche Nasenpolypen oder eitriges Sekret. Eine Computertomografie der Nasennebenhöhlen liefert detaillierte Informationen über das Ausmaß der Entzündung und mögliche anatomische Engstellen und ist besonders wichtig, wenn eine operative Behandlung erwogen wird.

Behandlung

Die Basisbehandlung umfasst kortisonhaltige Nasensprays sowie regelmäßige Nasenspülungen mit Kochsalzlösung, die den Schleimabfluss fördern und die Entzündung lindern können. Bei nachgewiesener bakterieller Beteiligung kann eine Antibiotikabehandlung sinnvoll sein. Bei anhaltenden Beschwerden trotz konsequenter konservativer Behandlung wird eine operative Erweiterung der Nasennebenhöhlenöffnungen empfohlen, die den Sekretabfluss dauerhaft verbessern kann.

Verlauf und Prognose

Mit einer konsequenten, oft über mehrere Wochen bis Monate fortgeführten Basisbehandlung bessern sich die Beschwerden bei einem großen Teil der Betroffenen deutlich. Bleiben die Beschwerden trotz konservativer Behandlung bestehen, führt eine operative Erweiterung der Nasennebenhöhlenöffnungen bei den meisten Betroffenen zu einer spürbaren, oft dauerhaften Besserung. Eine zugrunde liegende Ursache wie Nasenpolypen oder eine verkrümmte Nasenscheidewand sollte möglichst mitbehandelt werden, um Rückfällen vorzubeugen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich die chronische von der akuten Sinusitis?

Die chronische Form besteht über mindestens zwölf Wochen oder tritt wiederholt auf, während die akute Sinusitis meist durch eine Erkältung ausgelöst wird und innerhalb weniger Wochen abklingt.

Reicht eine Nasenspülung zur Behandlung aus?

Bei leichteren Verläufen kann sie zusammen mit einem kortisonhaltigen Nasenspray deutlich helfen, bei anhaltenden Beschwerden ist häufig eine weitergehende Behandlung notwendig.

Wann wird eine Operation empfohlen?

Wenn die Beschwerden trotz konsequenter konservativer Behandlung über mehrere Wochen bis Monate bestehen bleiben.

Kann Rauchen die Erkrankung verschlimmern?

Ja, Rauchen kann die Schleimhautfunktion beeinträchtigen und die Entzündung zusätzlich unterhalten.

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