Basaliom (Basalzellkarzinom)
Das Basaliom, medizinisch Basalzellkarzinom genannt, ist der häufigste bösartige Hauttumor und entsteht aus den Basalzellen der Oberhaut. Im Gegensatz zum Melanom bildet es fast nie Metastasen in anderen Organen, kann jedoch unbehandelt lokal in die Tiefe wachsen und dabei umliegendes Gewebe, in ungünstigen Fällen auch Knorpel oder Knochen, zerstören. Es tritt bevorzugt an chronisch sonnenexponierten Hautarealen wie Gesicht, Ohren und Kopfhaut auf.
Ursachen
Der wichtigste Risikofaktor ist eine langjährige, kumulative UV-Belastung der Haut über das gesamte Leben, weshalb das Basaliom vor allem ältere Menschen und Personen mit viel beruflicher oder freizeitbedingter Sonnenexposition betrifft. Helle Hautfarbe, ein geschwächtes Immunsystem, etwa nach Organtransplantation, sowie eine frühere Strahlentherapie erhöhen das Risiko zusätzlich. Im Gegensatz zum Melanom spielt intensive, kurzzeitige Sonnenbrand-Belastung eine geringere Rolle als die langfristige Gesamtbelastung.
Symptome
Das Basaliom zeigt sich meist als langsam wachsender, häufig glänzender, perlmuttartig schimmernder Knoten mit sichtbaren feinen Blutgefäßen an der Oberfläche, der gelegentlich in der Mitte einsinkt oder eine offene, schlecht heilende Wunde entwickelt. Manche Formen erscheinen auch als flache, gerötete, schuppende Hautstelle, die einer Ekzemveränderung ähneln kann. Das Wachstum verläuft meist über Monate bis Jahre und verursacht in der Regel keine Schmerzen, weshalb Betroffene die Veränderung oft lange nicht ernst nehmen.
Diagnostik
Die Auflichtmikroskopie unterstützt die klinische Verdachtsdiagnose durch die Darstellung charakteristischer Gefäßmuster. Zur Sicherung der Diagnose wird eine Gewebeprobe entnommen und feingeweblich untersucht, die auch den genauen Subtyp des Basalioms bestimmt, was für die Wahl der Behandlung relevant sein kann. Eine weiterführende Bildgebung ist nur bei sehr großen oder tief eingewachsenen Tumoren notwendig, um das Ausmaß der Gewebebeteiligung einzuschätzen.
Behandlung
Die operative Entfernung mit vollständiger, feingeweblich kontrollierter Entfernung des Tumorrandes ist die Standardbehandlung und in den meisten Fällen heilend. Bei oberflächlichen, kleinen Basaliomen können alternativ eine photodynamische Therapie, eine örtliche medikamentöse Behandlung oder eine Bestrahlung eingesetzt werden, besonders wenn eine Operation aus anderen Gründen ungünstig ist. Bei sehr großen, weit fortgeschrittenen Tumoren, die operativ nicht mehr vollständig entfernt werden können, stehen inzwischen auch gezielte medikamentöse Therapien zur Verfügung.
Verlauf und Prognose
Die Prognose ist bei rechtzeitiger Behandlung sehr gut, da das Basaliom praktisch nie streut und die operative Entfernung meist zur vollständigen Heilung führt. Unbehandelt kann der Tumor jedoch über Jahre tief in umliegendes Gewebe einwachsen und dabei erhebliche, teils entstellende Gewebeschäden verursachen. Nach einem ersten Basaliom besteht ein erhöhtes Risiko für weitere Basaliome an anderen Hautstellen, weshalb regelmäßige Hautkontrollen empfohlen werden.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Basaliom (Basalzellkarzinom): Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Kann ein Basaliom streuen wie andere Krebsarten?
Nur in äußerst seltenen Fällen bildet es Metastasen, die weit überwiegende Gefahr besteht im lokalen, in die Tiefe gerichteten Wachstum.
Warum tritt es vor allem im Gesicht auf?
Weil diese Hautareale über das gesamte Leben der stärksten kumulativen Sonnenbelastung ausgesetzt sind, was das entscheidende Risiko für diese Krebsform darstellt.
Muss jedes Basaliom operiert werden?
Nicht zwingend, bei oberflächlichen, kleinen Formen stehen auch nicht-operative Behandlungsmöglichkeiten wie photodynamische Therapie oder örtliche Medikamente zur Verfügung.
Wie hoch ist das Risiko für ein weiteres Basaliom?
Nach einem ersten Basaliom ist das Risiko für weitere Basaliome an anderen Hautstellen deutlich erhöht, weshalb regelmäßige Nachkontrollen der Haut empfohlen werden.
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