Sonnenbrand
Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung ersten, in schweren Fällen zweiten Grades der Haut durch UV-Strahlung — medizinisch also derselben Kategorie wie eine Verbrennung durch Hitze zuzuordnen, auch wenn er im Alltag oft unterschätzt wird. Wiederholte Sonnenbrände erhöhen zudem langfristig das Hautkrebsrisiko deutlich.
Warum ein Sonnenbrand erst verzögert auffällt
Die typische Rötung und der Schmerz eines Sonnenbrands zeigen sich meist erst zwei bis sechs Stunden nach der eigentlichen Sonnenbestrahlung und erreichen ihr Maximum oft erst nach 24 Stunden — das führt häufig dazu, dass die Belastung während des Sonnenbads deutlich unterschätzt wird, weil zu diesem Zeitpunkt noch keine Beschwerden spürbar sind.
Erste Maßnahmen
Sofort aus der Sonne, betroffene Hautstellen kühlen — mit kühlem (nicht eiskaltem) Wasser, feuchten Tüchern oder speziellen After-Sun-Präparaten mit kühlender, feuchtigkeitsspendender Wirkung. Ausreichend trinken, weil die Haut durch die Entzündungsreaktion vermehrt Flüssigkeit verliert. Bei Bedarf ein schmerz- und entzündungshemmendes Mittel nach Packungsbeilage oder Rücksprache mit der Apotheke.
Was vermeiden?
Fett- oder ölhaltige Cremes direkt nach dem Sonnenbrand vermeiden — sie können die Wärme in der Haut einschließen statt sie abzuleiten. Blasen nicht selbst öffnen, weiteres Sonnenbaden bis zum vollständigen Abklingen unterlassen, da verbrannte Haut extrem lichtempfindlich bleibt.
Wann ärztliche Behandlung nötig ist
Bei großflächigem Sonnenbrand mit Blasenbildung, Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, starken Schmerzen oder Kreislaufbeschwerden (Anzeichen einer Sonnenbrand-bedingten allgemeinen Reaktion, teils mit Flüssigkeitsverlust verbunden), sowie bei Sonnenbrand bei Säuglingen, sollte ärztliche Hilfe gesucht werden.
Vorbeugung bleibt der wirksamste Schutz
Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor, großzügig und wiederholt aufgetragen, Kleidung und Kopfbedeckung, sowie das Meiden der intensivsten Mittagssonne senken das Risiko deutlich. Kinder brauchen besonderen Schutz, da ihre Haut empfindlicher reagiert und wiederholte Sonnenbrände im Kindesalter das spätere Hautkrebsrisiko besonders erhöhen.
Quellen & weiterführende Stellen
- Bundesamt für Strahlenschutz — UV-Strahlung, Sonnenbrand und Hautkrebsrisiko
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Ist Sonnenbrand wirklich eine Verbrennung?
Ja — medizinisch wird er wie eine Verbrennung durch Hitze eingeordnet und grob nach denselben Schweregraden (Rötung ohne Blasen entspricht Grad 1, mit Blasen Grad 2) beurteilt (siehe Verbrennung).
Hilft Quark oder Joghurt gegen Sonnenbrand?
Die kühlende Wirkung kann kurzfristig angenehm sein, birgt aber ein Infektionsrisiko auf geschädigter Haut — spezielle kühlende Gele oder feuchte Tücher sind die sicherere Wahl.
Wie lange dauert es, bis ein Sonnenbrand abheilt?
Ein leichter Sonnenbrand bessert sich meist innerhalb weniger Tage, stärkere Formen mit Schälen der Haut können ein bis zwei Wochen bis zur vollständigen Abheilung brauchen.
Kann man auch bei bewölktem Himmel einen Sonnenbrand bekommen?
Ja — ein erheblicher Teil der UV-Strahlung durchdringt Wolken, weshalb auch an bedeckten Tagen Sonnenschutz sinnvoll bleibt, besonders bei längerem Aufenthalt im Freien.
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