Ungenügende Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit
Wer dauerhaft zu wenig isst und trinkt, verliert Gewicht, Kraft und Flüssigkeit. Besonders ältere Menschen, Pflegebedürftige, Kranke und kleine Kinder sind gefährdet. Die Ursachen sind vielfältig, die Folgen können schwer sein, Behandlung und Unterstützung sind aber meist gut möglich.
Ursachen
Ursachen sind Appetitlosigkeit bei Erkrankungen, Schluckstörungen, Zahn- und Mundprobleme, Übelkeit, Schmerzen, Depression, Demenz, Vergesslichkeit beim Trinken, Medikamente, Einsamkeit, Armut, eingeschränkte Beweglichkeit und fehlende Hilfe bei Mahlzeiten. Bei Säuglingen kommen Trinkschwäche und Infektionen infrage.
Symptome
Zeichen sind Gewichtsverlust, Schwäche, Müdigkeit, trockene Haut und Schleimhäute, Durst, dunkler Urin, wenig Wasserlassen, Schwindel, Verwirrtheit, Verstopfung und erhöhte Infektanfälligkeit. Bei Säuglingen sind eingesunkene Fontanelle, trockene Windeln und Schläfrigkeit Warnzeichen.
Diagnostik
Gewicht, Ernährungsanamnese, Trinkmenge, Mund und Schluckfähigkeit werden beurteilt. Blutwerte, Nierenwerte und Salze zeigen Mangel und Austrocknung. Die Ursache wird gesucht.
Behandlung
Ursachen werden behandelt, zum Beispiel Zahnprobleme oder Depression. Hilfreich sind kleine häufige Mahlzeiten, energiereiche Kost, Trinkerinnerungen, Unterstützung beim Essen, angepasste Konsistenz bei Schluckstörungen und Ernährungsberatung. Bei schwerer Austrocknung, Verwirrtheit, sehr wenig Urin oder bei Säuglingen ist ärztliche Hilfe oder der Notruf 112 nötig.
Verlauf und Prognose
Bei rechtzeitiger Unterstützung bessern sich Gewicht und Kraft meist. Unbehandelt drohen Nierenversagen, Kreislaufprobleme, Stürze und Infektionen.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wie viel sollte ich trinken?
Erwachsene etwa eineinhalb bis zwei Liter täglich, sofern keine Einschränkung besteht.
Woran erkenne ich Austrocknung?
An Durst, trockenen Schleimhäuten, dunklem Urin, Schwindel und Verwirrtheit.
Was hilft bei Appetitlosigkeit?
Kleine häufige Mahlzeiten, Lieblingsspeisen und Unterstützung beim Essen.
Wann ist es ein Notfall?
Bei Verwirrtheit, sehr wenig Urin, Kreislaufschwäche oder bei Säuglingen mit Trinkschwäche.
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