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Haut & Hautkrankheiten

Psoriasis guttata (Tropfenflechte)

Die Psoriasis guttata, umgangssprachlich auch als Tropfenflechte bezeichnet, ist eine besondere Verlaufsform der Schuppenflechte, die durch das plötzliche Auftreten zahlreicher, kleiner, tropfenförmiger, schuppender Hautveränderungen am gesamten Körper gekennzeichnet ist. Diese Verlaufsform tritt besonders häufig bei Kindern sowie jungen Erwachsenen auf sowie entwickelt sich typischerweise wenige Tage bis Wochen nach einer vorausgegangenen Infektion der oberen Atemwege, insbesondere einer durch Streptokokken verursachten Mandelentzündung. Die Psoriasis guttata kann sowohl als erstmalige Manifestation einer Schuppenflechte als auch als akuter Schub bei bereits bekannter Erkrankung auftreten.

Ursachen

Die Psoriasis guttata entsteht auf dem Boden derselben erblich bedingten, das Immunsystem betreffenden Veranlagung wie andere Formen der Schuppenflechte, wobei bei dieser Verlaufsform ein besonders enger Zusammenhang mit einer vorausgegangenen Streptokokkeninfektion, meist einer Mandelentzündung, besteht. Es wird angenommen, dass die körpereigene Immunreaktion gegen die Streptokokken-Bakterien bei entsprechender Veranlagung zusätzlich eine entzündliche Hautreaktion auslöst, die sich als typisches, tropfenförmiges Hautbild äußert.

Symptome

Die Psoriasis guttata äußert sich durch ein plötzliches, oft innerhalb weniger Tage auftretendes Erscheinen zahlreicher, kleiner, meist unter einem Zentimeter großer, rötlicher, schuppender Hautveränderungen, die vor allem am Rumpf sowie an den Extremitäten verteilt sind sowie einem charakteristischen Tropfenmuster ähneln. Ein leichter bis mäßiger Juckreiz kann die Hautveränderungen begleiten. In der Vorgeschichte findet sich bei einem großen Teil der Betroffenen eine vorausgegangene Halsentzündung innerhalb der letzten Wochen.

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Diagnostik

Die Diagnose der Psoriasis guttata wird durch eine klinische Untersuchung mit Beurteilung des charakteristischen, tropfenförmigen Hautbildes sowie eine sorgfältige Befragung nach einer vorausgegangenen Infektion gestellt. Ein Rachenabstrich zum Nachweis von Streptokokken sowie eine Blutuntersuchung auf entsprechende Antikörper können den Zusammenhang mit der vorausgegangenen Infektion zusätzlich bestätigen. Bei unklarem Befund kann eine Gewebeprobe der Haut zur Sicherung der Diagnose entnommen werden.

Behandlung

Die Behandlung der Psoriasis guttata umfasst bei noch bestehender oder kürzlich abgelaufener Streptokokkeninfektion eine gezielte antibiotische Behandlung. Die Hautveränderungen selbst werden mit örtlichen, kortisonhaltigen sowie die Hauterneuerung regulierenden Präparaten sowie gegebenenfalls einer Lichttherapie behandelt, die bei dieser Verlaufsform häufig gut anspricht. Eine systemische Behandlung wird bei besonders ausgedehntem Befall oder unzureichendem Ansprechen auf die örtliche Behandlung erwogen.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Psoriasis guttata ist insgesamt günstig, da diese Verlaufsform bei einem großen Teil der Betroffenen, insbesondere bei erstmaligem Auftreten im Kindes- oder Jugendalter, innerhalter einiger Wochen bis Monate vollständig oder weitgehend abheilt. Bei einem Teil der Betroffenen kann sich im weiteren Verlauf jedoch eine chronische Schuppenflechte mit den typischeren, großflächigeren Hautveränderungen entwickeln, weshalb eine regelmäßige ärztliche Verlaufskontrolle auch nach Abheilen der akuten Episode empfohlen wird.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist ein typischer Auslöser der Psoriasis guttata?

Eine vorausgegangene Streptokokkeninfektion, meist eine Mandelentzündung.

Wer ist besonders häufig betroffen?

Kinder sowie junge Erwachsene.

Wie sehen die Hautveränderungen aus?

Zahlreiche kleine, tropfenförmige, schuppende Flecken.

Heilt die Erkrankung von selbst ab?

Bei einem großen Teil der Betroffenen ja, innerhalb von Wochen bis Monaten.

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