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Reisemedizin & Tropenkrankheiten

Parakokzidioidomykose (Südamerikanische Blastomykose)

Die Parakokzidioidomykose, auch als Südamerikanische Blastomykose bezeichnet, ist eine durch den Schimmelpilz Paracoccidioides brasiliensis verursachte Infektionskrankheit, die vorwiegend in ländlichen Regionen Mittel- sowie Südamerikas vorkommt. Die Infektion entsteht durch das Einatmen von Pilzsporen aus dem Erdboden, wobei sich der Erreger zunächst in der Lunge ansiedelt sowie sich von dort im weiteren Verlauf auf Schleimhäute, Haut, Lymphknoten sowie andere innere Organe ausbreiten kann. Die Parakokzidioidomykose zählt zu den bedeutendsten Pilzinfektionen Lateinamerikas sowie erfordert angesichts ihres oft chronischen Verlaufs eine langwierige, konsequente Behandlung.

Ursachen

Die Parakokzidioidomykose wird durch den im Erdboden sowie an Pflanzenmaterial vorkommenden Schimmelpilz Paracoccidioides brasiliensis verursacht, dessen Sporen beim Einatmen in die Lunge gelangen sowie dort eine erste Infektion auslösen. Von diesem ersten Infektionsherd in der Lunge aus kann sich der Erreger über die Blut- sowie Lymphbahnen im Körper ausbreiten. Männer, die beruflich in der Landwirtschaft tätig sind, tragen ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko als Frauen, was mit einer hormonell bedingten, natürlichen Schutzwirkung bei Frauen in Zusammenhang gebracht wird.

Symptome

Die Parakokzidioidomykose äußert sich, je nach Ausbreitung der Infektion, durch anhaltenden Husten sowie Atembeschwerden bei einem überwiegenden Lungenbefall, während sich bei einer Ausbreitung auf die Schleimhäute schmerzhafte, schlecht heilende Geschwüre im Mund- sowie Rachenraum entwickeln können. Eine Schwellung der Lymphknoten, Hautveränderungen sowie, bei fortgeschrittener Erkrankung, ein deutlicher Gewichtsverlust sowie eine allgemeine Schwäche können die Erkrankung zusätzlich begleiten.

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Diagnostik

Die Diagnose der Parakokzidioidomykose wird durch den direkten mikroskopischen sowie kulturellen Nachweis des Pilzes in einer Gewebeprobe, insbesondere aus einem betroffenen Schleimhautgeschwür oder Lungensekret, gestellt. Eine Blutuntersuchung auf spezifische Antikörper kann die Diagnose zusätzlich unterstützen. Eine bildgebende Untersuchung der Lunge sowie gegebenenfalls weiterer betroffener Organe ergänzt die Diagnostik.

Behandlung

Die Behandlung der Parakokzidioidomykose besteht in einer langwierigen, über mehrere Monate bis Jahre fortgeführten antimykotischen Behandlung, die bei leichteren Verlaufsformen oral erfolgen kann, während schwerere, ausgedehnte Verläufe zunächst eine intravenöse Behandlung erfordern können. Eine konsequente, ausreichend lange Fortführung der Behandlung ist entscheidend, um ein Wiederaufflammen der Infektion zu vermeiden.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Parakokzidioidomykose ist bei rechtzeitiger, konsequenter sowie ausreichend lang durchgeführter antimykotischer Behandlung insgesamt gut, wobei die überwiegende Mehrheit der Betroffenen vollständig ausheilt. Eine unbehandelt bleibende oder verzögert erkannte Erkrankung kann jedoch zu einer fortschreitenden Ausbreitung sowie bleibenden Vernarbungen der befallenen Organe führen, weshalb eine rechtzeitige Diagnosestellung sowie langfristige, konsequente Behandlung von erheblicher Bedeutung sind.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wo kommt die Parakokzidioidomykose vor?

Vorwiegend in ländlichen Regionen Mittel- und Südamerikas.

Wie erfolgt die Ansteckung?

Durch das Einatmen von Pilzsporen aus dem Erdboden.

Wer ist besonders häufig betroffen?

Männer, die beruflich in der Landwirtschaft tätig sind.

Wie lange dauert die Behandlung?

Mehrere Monate bis Jahre, mit konsequenter Fortführung.

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