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Innere Medizin

Folsäure-Mangelanämie

Die Folsäure-Mangelanämie bezeichnet eine Form der Blutarmut, die durch einen Mangel des wasserlöslichen Vitamins Folsäure entsteht, welches für die normale Zellteilung sowie insbesondere für die Bildung roter Blutkörperchen im Knochenmark von zentraler Bedeutung ist. Bei einem Folsäuremangel können sich die Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen nicht mehr regelrecht teilen, wodurch ungewöhnlich große, jedoch funktionell eingeschränkte rote Blutkörperchen entstehen. Diese Form der Blutarmut ähnelt in ihrem Erscheinungsbild stark der Vitamin-B12-Mangelanämie, weshalb eine sorgfältige Unterscheidung beider Ursachen von Bedeutung ist.

Ursachen

Die Folsäure-Mangelanämie entsteht am häufigsten durch eine unzureichende Zufuhr folsäurereicher Nahrungsmittel, insbesondere bei einer einseitigen Ernährung, sowie durch einen erhöhten Bedarf, etwa während einer Schwangerschaft oder bei einer chronischen Blutbildungsstörung. Chronischer Alkoholmissbrauch beeinträchtigt sowohl die Aufnahme als auch die Verwertung von Folsäure erheblich sowie stellt eine der häufigsten Ursachen dieser Mangelerscheinung dar. Bestimmte Medikamente sowie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen können die Folsäureaufnahme zusätzlich beeinträchtigen.

Symptome

Die Folsäure-Mangelanämie äußert sich durch die allgemeinen Beschwerden einer Blutarmut, insbesondere Müdigkeit, Blässe, eine verminderte Leistungsfähigkeit sowie Kurzatmigkeit bei Belastung. Eine schmerzhafte, gerötete Zungenoberfläche sowie Mundwinkeleinrisse können begleitend auftreten. Im Unterschied zur Vitamin-B12-Mangelanämie treten bei der Folsäure-Mangelanämie in aller Regel keine neurologischen Beschwerden auf, was für die diagnostische Abgrenzung von Bedeutung ist.

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Diagnostik

Die Diagnose der Folsäure-Mangelanämie wird durch eine Blutuntersuchung mit Nachweis ungewöhnlich großer roter Blutkörperchen sowie einer Bestimmung des Folsäurespiegels gestellt. Eine gleichzeitige Bestimmung des Vitamin-B12-Spiegels ist wichtig, um beide, sich in ihrem Blutbild ähnelnde Mangelzustände sicher voneinander abzugrenzen, da sich ihre Behandlung sowie mögliche Folgeerscheinungen unterscheiden.

Behandlung

Die Behandlung der Folsäure-Mangelanämie besteht in einer gezielten oralen Substitution von Folsäure sowie einer Anpassung der Ernährung mit vermehrter Aufnahme folsäurereicher Nahrungsmittel, insbesondere grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten sowie Vollkornprodukten. Eine zugrunde liegende Ursache, insbesondere ein Alkoholmissbrauch oder eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, wird gezielt mitbehandelt.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Folsäure-Mangelanämie ist bei rechtzeitiger Erkennung sowie gezielter Substitution sehr gut, wobei sich das Blutbild innerhalb weniger Wochen deutlich normalisiert. Bei schwangeren Frauen ist ein rechtzeitig behandelter Folsäuremangel von besonderer Bedeutung, da ein unbehandelter Mangel während der frühen Schwangerschaft das Risiko für bestimmte Fehlbildungen des ungeborenen Kindes erhöhen kann, weshalb eine vorbeugende Folsäurezufuhr bei Kinderwunsch sowie in der Frühschwangerschaft empfohlen wird.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was verursacht die Folsäure-Mangelanämie meist?

Eine unzureichende Ernährung, erhöhter Bedarf oder chronischer Alkoholmissbrauch.

Was unterscheidet sie von der Vitamin-B12-Mangelanämie?

Es treten in aller Regel keine neurologischen Beschwerden auf.

Wie wird sie behandelt?

Durch eine gezielte orale Substitution von Folsäure.

Warum ist Folsäure in der Schwangerschaft besonders wichtig?

Ein Mangel erhöht das Risiko für Fehlbildungen beim ungeborenen Kind.

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