Chronische Laryngitis und Laryngotracheitis
Die chronische Laryngitis sowie die chronische Laryngotracheitis bezeichnen eine über Wochen bis Monate anhaltende Entzündung der Kehlkopfschleimhaut, die bei der Laryngotracheitis zusätzlich auf die angrenzende Luftröhrenschleimhaut übergreift. Im Unterschied zur akuten, meist infektbedingten Kehlkopfentzündung entsteht die chronische Verlaufsform überwiegend durch eine anhaltende, wiederholte Reizung der empfindlichen Kehlkopfschleimhaut, insbesondere durch Rauchen, eine chronische Stimmüberlastung oder einen anhaltenden Reflux von Magensäure. Diese anhaltende Reizung führt zu einer dauerhaften Heiserkeit sowie einer erhöhten Anfälligkeit für weitere Reizungen.
Ursachen
Die chronische Laryngitis sowie Laryngotracheitis entstehen am häufigsten durch eine anhaltende, wiederholte Reizung der Kehlkopfschleimhaut, wobei Rauchen zu den bedeutsamsten Auslösern zählt, da der Tabakrauch die Schleimhaut fortwährend schädigt. Eine chronische, berufsbedingte Stimmüberlastung, insbesondere bei sprechintensiven Berufen, ein anhaltender Rückfluss von Magensäure in den Rachen- sowie Kehlkopfbereich sowie eine trockene, staubbelastete Umgebungsluft können ebenfalls zu einer chronischen Kehlkopfentzündung beitragen.
Symptome
Die chronische Laryngitis sowie Laryngotracheitis äußert sich durch eine über Wochen bis Monate anhaltende, meist zunehmende Heiserkeit, die sich im Tagesverlauf, insbesondere nach stärkerer Stimmbelastung, häufig verschlechtert. Ein anhaltendes Kratzen oder Fremdkörpergefühl im Hals, ein vermehrter Räusperzwang sowie, bei zusätzlicher Beteiligung der Luftröhre, ein trockener Husten können die Beschwerden begleiten. Die Stimme kann im Verlauf zunehmend kraftlos sowie brüchig werden.
Diagnostik
Die Diagnose der chronischen Laryngitis sowie Laryngotracheitis wird durch eine Kehlkopfspiegelung gestellt, bei der die charakteristische, chronisch gerötete sowie verdickte Schleimhaut des Kehlkopfes sowie gegebenenfalls der oberen Luftröhre beurteilt wird. Eine sorgfältige Befragung nach möglichen auslösenden Faktoren, insbesondere Rauchen, Stimmbelastung oder Refluxbeschwerden, unterstützt die Suche nach der zugrunde liegenden Ursache. Bei unklarem oder therapieresistentem Befund wird eine Gewebeprobe zum Ausschluss einer ernsthafteren Ursache empfohlen.
Behandlung
Die Behandlung der chronischen Laryngitis sowie Laryngotracheitis besteht in erster Linie in der konsequenten Beseitigung der auslösenden Reizfaktoren, insbesondere einem Rauchstopp, einer gezielten logopädischen Stimmschonung bei stimmlicher Überlastung sowie einer wirksamen Behandlung einer zugrunde liegenden Refluxkrankheit mit säurehemmenden Medikamenten. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie das Meiden trockener, staubiger Umgebungsluft unterstützen die Abheilung zusätzlich.
Verlauf und Prognose
Die Prognose der chronischen Laryngitis sowie Laryngotracheitis ist bei konsequenter Beseitigung der zugrunde liegenden Reizfaktoren gut, wobei sich die Stimme sowie die begleitenden Beschwerden bei den meisten Betroffenen deutlich bessern. Bleiben die auslösenden Faktoren, insbesondere fortgesetztes Rauchen, unbehandelt bestehen, kann die chronische Entzündung über Jahre fortbestehen sowie das Risiko für strukturelle Veränderungen der Stimmlippen erhöhen, weshalb eine konsequente Beseitigung der Ursache von erheblicher Bedeutung ist.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Chronische Laryngitis und Laryngotracheitis: Ursachen, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist der wichtigste Auslöser der chronischen Laryngitis?
Rauchen.
Was unterscheidet die chronische von der akuten Laryngitis?
Sie entsteht durch anhaltende Reizung statt durch eine akute Infektion.
Was kann eine zugrunde liegende Refluxkrankheit verursachen?
Eine chronische Reizung durch aufsteigende Magensäure.
Was ist die wichtigste Behandlungsmaßnahme?
Die konsequente Beseitigung der auslösenden Reizfaktoren, insbesondere ein Rauchstopp.
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