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Symptome

Lymphknotenvergrößerung

Lymphknoten sind kleine, bohnenförmige Strukturen des Immunsystems, die über den gesamten Körper verteilt liegen und als Filterstationen für die Lymphflüssigkeit dienen, wo Immunzellen Krankheitserreger und andere Fremdstoffe abfangen und bekämpfen. Werden Lymphknoten aktiv, etwa im Rahmen einer Infektion, können sie deutlich anschwellen und tastbar oder sogar sichtbar werden, was als Lymphknotenvergrößerung bezeichnet wird. In den allermeisten Fällen ist eine Lymphknotenvergrößerung eine normale, vorübergehende Reaktion des Immunsystems auf eine Infektion in der Umgebung des betroffenen Lymphknotens und bildet sich nach Abklingen der Infektion von selbst zurück. Seltener steckt hinter einer anhaltenden oder ausgeprägten Lymphknotenvergrößerung eine ernstere Erkrankung, etwa eine Autoimmunerkrankung oder eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems, weshalb bestimmte Warnzeichen eine gezielte ärztliche Abklärung erfordern.

Ursachen

Die mit Abstand häufigste Ursache einer Lymphknotenvergrößerung sind Infektionen, insbesondere virale Infektionen der oberen Atemwege, die zu einer vorübergehenden Schwellung der Lymphknoten im Halsbereich führen können. Auch bakterielle Infektionen, etwa eine Mandelentzündung oder eine örtliche Hautinfektion, lösen häufig eine Schwellung der nahegelegenen Lymphknoten aus, während sich der Körper gegen die Erreger zur Wehr setzt. Bestimmte Infektionen wie das Pfeiffersche Drüsenfieber können zu einer ausgeprägten, mehrere Lymphknotenstationen betreffenden Schwellung führen. Autoimmunerkrankungen, bei denen sich das körpereigene Immunsystem fälschlicherweise gegen körpereigenes Gewebe richtet, können ebenfalls mit einer Lymphknotenvergrößerung einhergehen. Seltener liegt einer anhaltenden, ungeklärten Lymphknotenvergrößerung eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems oder eine Absiedlung einer anderen Krebserkrankung zugrunde, was insbesondere bei fortbestehender, schmerzloser Schwellung ohne erkennbaren Auslöser in Betracht gezogen werden muss.

Symptome

Vergrößerte Lymphknoten können an vielen Stellen des Körpers auftreten, am häufigsten jedoch im Halsbereich, in den Achselhöhlen oder in der Leiste, wo sie als tastbare, oft schmerzhafte Knötchen unter der Haut wahrgenommen werden. Bei einer infektbedingten Lymphknotenvergrößerung sind die betroffenen Lymphknoten meist druckschmerzhaft, weich und beweglich unter der Haut verschieblich, während sie sich innerhalb weniger Wochen nach Abklingen der zugrunde liegenden Infektion wieder zurückbilden. Bestimmte Warnzeichen sollten Anlass zu einer gründlicheren Abklärung geben, etwa eine schmerzlose, derbe, mit der Umgebung verwachsene und nicht verschiebliche Lymphknotenschwellung, eine anhaltende Vergrößerung über mehrere Wochen ohne erkennbare Ursache, ein rasches Größenwachstum sowie begleitende Allgemeinsymptome wie ungewollter Gewichtsverlust, anhaltendes Fieber oder Nachtschweiß.

Diagnostik

Die Abklärung beginnt mit einer sorgfältigen Anamnese und körperlichen Untersuchung, bei der Größe, Konsistenz, Beweglichkeit und Schmerzhaftigkeit der vergrößerten Lymphknoten sowie deren Verteilung im Körper beurteilt werden, da diese Merkmale wichtige Hinweise auf die zugrunde liegende Ursache liefern. Blutuntersuchungen können Hinweise auf eine akute Infektion, eine Autoimmunerkrankung oder Veränderungen des Blutbildes liefern, die auf eine Erkrankung des lymphatischen Systems hindeuten könnten. Eine Ultraschalluntersuchung der betroffenen Lymphknoten kann Größe, Form und innere Struktur genauer beurteilen und zwischen einem eher gutartigen und einem verdächtigen Erscheinungsbild unterscheiden helfen. Bei anhaltender, unklarer oder verdächtiger Lymphknotenvergrößerung wird häufig eine Gewebeprobe, entweder mittels Feinnadelpunktion oder durch operative Entnahme des gesamten Lymphknotens, entnommen, um die Ursache feingeweblich zu klären.

Behandlung

Eine infektbedingte Lymphknotenvergrößerung erfordert in der Regel keine spezifische Behandlung des Lymphknotens selbst, sondern bildet sich zurück, sobald die zugrunde liegende Infektion abgeklungen ist, gegebenenfalls unterstützt durch eine gezielte Behandlung der Infektion, etwa mit Antibiotika bei einer bakteriellen Ursache. Bei einer Lymphknotenvergrößerung im Rahmen einer Autoimmunerkrankung richtet sich die Behandlung nach der zugrunde liegenden Grunderkrankung. Wird eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems oder eine Metastasierung einer anderen Krebserkrankung als Ursache festgestellt, richtet sich die weitere Behandlung nach den spezifischen onkologischen Therapieprinzipien der jeweiligen Erkrankung. Bei unklarer Ursache und anhaltender Schwellung wird zunächst eine engmaschige Verlaufskontrolle empfohlen, bevor gegebenenfalls eine Gewebeprobe zur endgültigen Klärung entnommen wird.

Verlauf und Prognose

Die überwiegende Mehrheit der Lymphknotenvergrößerungen ist harmlos und bildet sich innerhalb weniger Wochen zusammen mit der zugrunde liegenden Infektion von selbst vollständig zurück, ohne dass eine spezifische Behandlung oder weitergehende Abklärung notwendig wäre. Bei einer Lymphknotenvergrößerung im Rahmen einer chronischen Erkrankung wie einer Autoimmunerkrankung richtet sich der weitere Verlauf nach dem Verlauf dieser Grunderkrankung. Wird eine ernstere Ursache wie eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems festgestellt, hängt die Prognose maßgeblich vom Stadium und der Art dieser Erkrankung sowie vom Erfolg der eingeleiteten Behandlung ab. Eine rechtzeitige Abklärung bei Vorliegen der genannten Warnzeichen ist wichtig, um behandelbare ernstere Ursachen frühzeitig zu erkennen und die Behandlung entsprechend anzupassen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Wann sollte eine Lymphknotenvergrößerung ärztlich abgeklärt werden?

Insbesondere bei einer schmerzlosen, derben, nicht verschieblichen Schwellung, bei anhaltender Vergrößerung über mehrere Wochen ohne erkennbare Ursache, bei raschem Wachstum sowie bei Begleitsymptomen wie ungewolltem Gewichtsverlust, Fieber oder Nachtschweiß.

Warum sind vergrößerte Lymphknoten bei einer Infektion meist druckschmerzhaft?

Weil das Immunsystem im betroffenen Lymphknoten aktiv gegen die Krankheitserreger arbeitet, was zu einer Entzündungsreaktion mit begleitender Schwellung und Druckschmerzhaftigkeit führt.

Muss jede vergrößerte Lymphknotenschwellung punktiert werden?

Nein, nur bei anhaltender, unklarer oder verdächtiger Lymphknotenvergrößerung wird zur endgültigen Klärung eine Gewebeprobe entnommen. Die meisten infektbedingten Schwellungen bilden sich ohne diesen Schritt von selbst zurück.

Kann eine Lymphknotenvergrößerung auch ohne eine erkennbare Infektion auftreten?

Ja, seltener können Autoimmunerkrankungen oder bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems auch ohne vorangegangene Infektion eine Lymphknotenvergrößerung verursachen, weshalb bei unklarer Ursache eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.

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