Nachtschweiß
Als Nachtschweiß wird starkes, ungewöhnliches Schwitzen während des Schlafs bezeichnet, das über das durch warme Raumtemperatur oder zu dicke Bettdecken erklärbare Maß deutlich hinausgeht. Er kann harmlose, aber auch ernstere Ursachen haben.
Harmlose, häufige Ursachen
Zu warme Schlafumgebung, zu dicke Bettwäsche, scharfes Essen oder Alkohol am Abend sowie hormonelle Schwankungen in den Wechseljahren zählen zu den häufigsten, meist harmlosen Ursachen für nächtliches Schwitzen.
Infektionsbedingter Nachtschweiß
Bakterielle oder virale Infektionen, darunter auch Tuberkulose, können mit starkem Nachtschweiß einhergehen, oft begleitet von Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl.
Weitere mögliche Ursachen
Bestimmte Medikamente, eine Schilddrüsenüberfunktion, manche Autoimmunerkrankungen sowie, seltener, bösartige Erkrankungen wie Lymphome können ebenfalls Nachtschweiß auslösen.
Warum Begleitsymptome wichtig sind
Tritt Nachtschweiß gemeinsam mit unerklärlichem Gewichtsverlust, anhaltendem Fieber oder geschwollenen Lymphknoten auf, spricht man von sogenannten B-Symptomen, die eine zeitnahe ärztliche Abklärung erfordern.
Wann ärztliche Abklärung sinnvoll ist
Bei anhaltendem, wiederkehrendem Nachtschweiß ohne erklärbare Ursache wie zu warme Schlafumgebung, besonders in Kombination mit Gewichtsverlust, Fieber oder Erschöpfung, sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Nachtschweiß: mögliche Ursachen
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Ist Nachtschweiß immer ein Alarmzeichen?
Nein, häufig stecken harmlose Ursachen wie eine zu warme Schlafumgebung dahinter — anhaltender, unerklärter Nachtschweiß sollte aber ärztlich abgeklärt werden.
Was sind B-Symptome?
Die Kombination aus Nachtschweiß, unerklärlichem Gewichtsverlust und Fieber, die eine zeitnahe ärztliche Abklärung erfordert.
Können die Wechseljahre Nachtschweiß verursachen?
Ja, hormonelle Schwankungen in den Wechseljahren sind eine häufige Ursache für nächtliches Schwitzen.
Wann sollte man wegen Nachtschweiß zum Arzt?
Bei anhaltendem, wiederkehrendem Nachtschweiß ohne erklärbare Ursache, besonders mit Gewichtsverlust oder Fieber.
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