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Innere Medizin

Knoten in der Mamma (Tastbefund in der Brust)

Ein Knoten in der Mamma bezeichnet einen von der betroffenen Person selbst oder im Rahmen einer Untersuchung neu festgestellten, tastbaren Bereich innerhalb des Brustgewebes, der sich in seiner Konsistenz vom übrigen, umgebenden Gewebe unterscheidet. Ein solcher Tastbefund ist zunächst ein unspezifisches Symptom, das durch eine Vielzahl unterschiedlicher, überwiegend gutartiger Veränderungen des Brustgewebes verursacht werden kann. Da sich hinter einem neu bemerkten Knoten in seltenen Fällen jedoch auch eine bösartige Veränderung verbergen kann, sollte jeder neu aufgetretene Tastbefund in der Brust zeitnah ärztlich untersucht werden, um durch eine gezielte Abklärung Klarheit über die Ursache zu gewinnen und, sofern notwendig, frühzeitig eine geeignete Behandlung einzuleiten.

Ursachen

Die überwiegende Mehrheit tastbarer Knoten in der Brust hat eine gutartige Ursache. Häufig handelt es sich um eine Zyste, einen flüssigkeitsgefüllten Hohlraum im Brustgewebe, oder um ein Fibroadenom, eine gutartige Gewebeneubildung aus Drüsen- und Bindegewebe, die besonders häufig bei jüngeren Frauen auftritt. Auch zyklusabhängige, hormonell bedingte Veränderungen des Brustgewebes können sich als vorübergehende, mit dem Monatszyklus wechselnde Knotenbildung bemerkbar machen. Seltener entsteht ein tastbarer Knoten durch eine umschriebene Entzündung des Brustgewebes oder durch eine Ansammlung von Fettgewebe nach einer vorangegangenen Verletzung der Brust. In einem kleineren Teil der Fälle liegt dem Tastbefund eine bösartige Veränderung des Brustgewebes zugrunde, weshalb eine sorgfältige Abklärung jedes neu aufgetretenen Knotens von großer Bedeutung ist.

Symptome

Ein Knoten in der Brust wird meist als eine umschriebene, tastbar von der Umgebung abgrenzbare Verhärtung wahrgenommen, deren Größe, Form und Beweglichkeit gegenüber dem umgebenden Gewebe je nach zugrunde liegender Ursache unterschiedlich sein können. Gutartige Veränderungen wie ein Fibroadenom sind häufig gut beweglich und lassen sich unter der Haut leicht verschieben, während bösartige Veränderungen tendenziell eher fest mit dem umgebenden Gewebe verwachsen und weniger beweglich sein können. Manche Knoten sind druckempfindlich oder schmerzhaft, insbesondere wenn sie zyklusabhängig oder entzündlich bedingt sind, während andere vollständig schmerzlos bleiben. Zusätzliche Beobachtungen wie eine Veränderung der Hautoberfläche, eine Einziehung der Brustwarze oder ein einseitiger Ausfluss aus der Brustwarze sollten der untersuchenden Fachperson stets mitgeteilt werden, da sie zusätzliche diagnostische Hinweise liefern können.

Diagnostik

Die Abklärung eines Knotens in der Brust erfolgt zunächst durch eine sorgfältige körperliche Untersuchung, bei der Größe, Form, Beweglichkeit und Konsistenz des Tastbefundes sowie der Zustand der Haut und der Brustwarze beurteilt werden. Eine Ultraschalluntersuchung der Brust ist meist die erste bildgebende Untersuchung, insbesondere bei jüngeren Frauen mit dichterem Brustgewebe, und kann bereits viele gutartige Veränderungen wie eine Zyste zuverlässig identifizieren. Bei entsprechendem Alter oder unklarem Ultraschallbefund wird ergänzend eine Mammographie durchgeführt. Bleibt nach der Bildgebung eine Unsicherheit über die Natur des Befundes bestehen, wird eine Gewebeprobe entnommen und feingeweblich untersucht, um zwischen einer gutartigen und einer bösartigen Veränderung sicher zu unterscheiden.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich vollständig nach der Ursache des Tastbefundes. Eine einfache, unkomplizierte Zyste bedarf häufig keiner Behandlung und wird lediglich in regelmäßigen Abständen kontrolliert, kann bei Bedarf jedoch punktiert werden. Ein Fibroadenom kann, sofern es keine Beschwerden verursacht und der gutartige Charakter durch die Untersuchung gesichert ist, ebenfalls zunächst nur beobachtet werden; bei Größenzunahme oder auf Wunsch der betroffenen Person ist auch eine operative Entfernung möglich. Eine entzündliche Ursache wird je nach zugrunde liegendem Erreger antibiotisch oder abschwellend behandelt. Wird bei der Abklärung eine bösartige Veränderung festgestellt, richtet sich die weitere Behandlung nach den etablierten Therapieprinzipien der jeweiligen Erkrankung und erfolgt in enger Abstimmung mit einer spezialisierten Fachabteilung.

Verlauf und Prognose

Bei den weitaus meisten Frauen und Männern, die einen neuen Knoten in der Brust bemerken, bestätigt sich bei der Abklärung eine gutartige Ursache mit entsprechend guter Prognose. Gutartige Veränderungen wie eine Zyste oder ein Fibroadenom bleiben häufig über lange Zeit unverändert oder bilden sich, insbesondere Zysten, im Laufe der Zeit teilweise von selbst zurück. Wird eine bösartige Veränderung festgestellt, hängt die Prognose maßgeblich vom Zeitpunkt der Diagnose sowie dem Stadium der Erkrankung ab, weshalb eine frühzeitige Abklärung neu aufgetretener Tastbefunde von entscheidender Bedeutung für die weiteren Behandlungsmöglichkeiten und den langfristigen Verlauf ist. Regelmäßige Selbstuntersuchungen sowie die Teilnahme an angebotenen Vorsorgeuntersuchungen tragen dazu bei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Sind die meisten Knoten in der Brust bösartig?

Nein, die überwiegende Mehrheit tastbarer Knoten hat eine gutartige Ursache wie eine Zyste oder ein Fibroadenom. Dennoch sollte jeder neu aufgetretene Knoten zeitnah ärztlich abgeklärt werden.

Woran erkennt man, ob ein Knoten eher gut- oder bösartig ist?

Eine sichere Unterscheidung ist allein durch Tasten nicht möglich. Gutartige Veränderungen sind zwar tendenziell gut beweglich, während bösartige eher fest verwachsen sein können, eine endgültige Klärung erfolgt jedoch durch Bildgebung und gegebenenfalls eine Gewebeprobe.

Muss jeder Knoten operiert werden?

Nein, viele gutartige Befunde wie eine unkomplizierte Zyste oder ein kleines, beschwerdefreies Fibroadenom können auch lediglich beobachtet werden. Eine Operation wird individuell je nach Befund und Beschwerden entschieden.

Welche Begleitsymptome sollten zusätzlich mitgeteilt werden?

Eine Veränderung der Hautoberfläche, eine Einziehung der Brustwarze sowie ein einseitiger Ausfluss aus der Brustwarze, da diese zusätzliche wichtige diagnostische Hinweise liefern können.

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