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Symptome

Störungen der Atmung

Die normale Atmung erfolgt unbewusst, regelmäßig und mit einer für das jeweilige Alter typischen Frequenz und Tiefe. Als Störungen der Atmung werden verschiedene Abweichungen von diesem normalen Muster zusammengefasst, die von einer zu schnellen oder zu langsamen Atemfrequenz über eine unregelmäßige, ungleichmäßige Atmung bis zu Phasen mit vorübergehendem Atemstillstand reichen können. Da die Atmung durch ein komplexes Zusammenspiel aus dem Atemzentrum im Gehirn, den Atemmuskeln, der Lunge sowie dem Herz-Kreislauf-System gesteuert wird, können Störungen der Atmung durch Erkrankungen an sehr unterschiedlichen Stellen dieses Systems entstehen und sind häufig ein wichtiges, ernstzunehmendes Warnzeichen für eine zugrunde liegende Erkrankung.

Ursachen

Eine beschleunigte Atmung kann durch Erkrankungen der Lunge, etwa eine Lungenentzündung oder ein Asthmaanfall, durch Herzerkrankungen mit Rückstau von Flüssigkeit in die Lunge, durch Fieber, Angst oder eine ausgeprägte Übersäuerung des Blutes im Rahmen bestimmter Stoffwechselentgleisungen entstehen. Eine verlangsamte oder unregelmäßige Atmung kann Ausdruck einer Vergiftung, insbesondere mit bestimmten Medikamenten oder Drogen, einer schweren Erkrankung des Gehirns mit Beeinträchtigung des Atemzentrums oder eines fortgeschrittenen Krankheitszustandes sein. Eine bestimmte Form der unregelmäßigen Atmung mit abwechselnd zu- und abnehmender Atemtiefe, gefolgt von kurzen Atempausen, tritt insbesondere bei einer fortgeschrittenen Herzschwäche oder bestimmten Hirnerkrankungen auf. Auch nächtliche Atemaussetzer im Rahmen einer schlafbezogenen Atemstörung zählen zu den Störungen der Atmung.

Symptome

Betroffene mit einer beschleunigten Atmung bemerken häufig ein Gefühl der Kurzatmigkeit, ein schnelles, mitunter angestrengtes Atmen sowie, bei ausgeprägter Übersäuerung des Blutes, ein Kribbeln in Händen und um den Mund. Eine verlangsamte Atmung äußert sich durch auffallend seltene, mitunter flache Atemzüge, die von außenstehenden Personen als beunruhigend wahrgenommen werden. Eine unregelmäßige Atmung mit wechselnder Tiefe und Atempausen kann sowohl von der betroffenen Person selbst als auch von Angehörigen als ungewöhnliches, besorgniserregendes Atemmuster wahrgenommen werden. Nächtliche Atemaussetzer im Rahmen einer schlafbezogenen Atemstörung fallen häufig zunächst dem Partner oder der Partnerin auf und gehen bei den Betroffenen selbst oft mit lautem Schnarchen sowie einer ausgeprägten Tagesmüdigkeit einher.

Diagnostik

Die Diagnose einer Atemstörung beginnt mit einer sorgfältigen Beobachtung und Messung von Atemfrequenz, -tiefe und -regelmäßigkeit sowie der Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes mittels eines Fingerclips. Eine Blutgasanalyse gibt genauere Auskunft über den Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt sowie den Säure-Basen-Haushalt des Blutes. Je nach vermuteter Ursache werden weiterführende Untersuchungen wie eine Röntgenaufnahme oder Computertomographie der Lunge, eine Untersuchung der Herzfunktion oder, bei Verdacht auf eine schlafbezogene Atemstörung, eine spezielle Schlafuntersuchung eingesetzt. Bei plötzlich auftretenden, schweren Atemstörungen erfolgt die Diagnostik im Rahmen einer notfallmedizinischen Erstversorgung, da eine rasche Ursachenklärung für die Einleitung der richtigen Behandlung entscheidend ist.

Behandlung

Die Behandlung von Atemstörungen richtet sich vollständig nach der zugrunde liegenden Ursache. Bei einer Erkrankung der Lunge, etwa einer Lungenentzündung oder einem Asthmaanfall, kommen entsprechende medikamentöse Behandlungen zum Einsatz. Bei einer Herzschwäche mit gestauter Lunge steht die Behandlung der zugrunde liegenden Herzerkrankung im Vordergrund. Bei einer Vergiftung wird, sofern verfügbar, ein Gegenmittel eingesetzt und die Atmung gegebenenfalls unterstützt oder übernommen. Bei einer schlafbezogenen Atemstörung mit nächtlichen Atemaussetzern kann eine nächtliche Überdruckbeatmung die Atmung stabilisieren und die Beschwerden deutlich lindern. Bei akuter, schwerer Atemnot kann eine zusätzliche Sauerstoffgabe sowie, in schweren Fällen, eine maschinelle Beatmung notwendig werden, bis die zugrunde liegende Ursache ausreichend behandelt ist.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf und die Prognose von Atemstörungen hängen entscheidend von der zugrunde liegenden Ursache sowie der Geschwindigkeit ab, mit der eine angemessene Behandlung eingeleitet wird. Bei akuten, gut behandelbaren Ursachen wie einer Lungenentzündung normalisiert sich die Atmung häufig innerhalb weniger Tage nach Beginn der Behandlung. Bei chronischen Grunderkrankungen wie einer fortgeschrittenen Herzschwäche oder einer schlafbezogenen Atemstörung ist häufig eine langfristige, kontinuierliche Behandlung notwendig, um die Atmung dauerhaft zu stabilisieren. Schwere, plötzlich auftretende Atemstörungen, insbesondere im Rahmen einer Vergiftung oder einer akuten Erkrankung des Gehirns, können unbehandelt lebensbedrohlich verlaufen, weshalb bei einem ungewöhnlichen, beunruhigenden Atemmuster stets rasch ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden sollte.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Was kann eine plötzlich beschleunigte Atmung bedeuten?

Sie kann auf verschiedene Ursachen hinweisen, etwa eine Erkrankung der Lunge, eine Herzerkrankung mit Flüssigkeitsrückstau in die Lunge, Fieber, Angst oder eine ausgeprägte Übersäuerung des Blutes im Rahmen bestimmter Stoffwechselentgleisungen.

Warum ist eine unregelmäßige Atmung ein Warnzeichen?

Weil sie auf schwerwiegende zugrunde liegende Erkrankungen hinweisen kann, etwa eine fortgeschrittene Herzschwäche, eine Vergiftung oder eine Erkrankung des Gehirns mit Beeinträchtigung des Atemzentrums, und deshalb rasch ärztlich abgeklärt werden sollte.

Wie werden nächtliche Atemaussetzer behandelt?

Bei einer schlafbezogenen Atemstörung mit nächtlichen Atemaussetzern kann eine nächtliche Überdruckbeatmung die Atmung während des Schlafs stabilisieren und Beschwerden wie Tagesmüdigkeit deutlich lindern.

Wann ist bei Atemstörungen sofortige ärztliche Hilfe notwendig?

Bei plötzlich auftretender, starker Atemnot, einer sehr langsamen oder unregelmäßigen Atmung sowie bei Anzeichen einer unzureichenden Sauerstoffversorgung sollte umgehend ärztliche beziehungsweise notfallmedizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

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