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Herz & Kreislauf

Herzinsuffizienz (Herzschwäche)

Bei einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) kann das Herz nicht mehr genug Blut durch den Körper pumpen, um den Bedarf zu decken — meist als Folge anderer Herzerkrankungen wie eines durchgemachten Herzinfarkts, langjährigen Bluthochdrucks oder Herzklappenfehlern. Sie ist eine chronische Erkrankung, die sich akut deutlich verschlechtern kann.

Typische Symptome

Atemnot, zunächst bei Anstrengung, im fortgeschrittenen Stadium auch in Ruhe oder im Liegen, rasche Erschöpfung, Wassereinlagerungen vor allem in Beinen und Knöcheln, sowie nächtlicher Husten gehören zu den häufigsten Anzeichen. Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend über Monate bis Jahre.

Warum eine akute Verschlechterung gefährlich wird

Infekte, Kochsalz-/Flüssigkeitsexzesse, unregelmäßige Medikamenteneinnahme oder neu aufgetretene Herzrhythmusstörungen können eine bestehende Herzschwäche akut verschlimmern — mit deutlich zunehmender Atemnot, raschem Gewichtsanstieg durch Wassereinlagerung und dem Risiko eines Lungenödems, bei dem sich Flüssigkeit in der Lunge ansammelt und die Atmung akut bedroht.

Warnzeichen für Notfall

Plötzlich stark zunehmende Atemnot, insbesondere im Liegen, Atemnot mit schaumigem, teils rosafarbenem Auswurf, blasse oder bläuliche Haut, sowie starke Erschöpfung mit Verwirrtheit sind Alarmzeichen für ein Lungenödem oder eine akute Dekompensation — dann Notruf 112, die Person mit erhöhtem Oberkörper lagern, beruhigen.

Erste-Hilfe-relevantes Vorgehen

Bei bekannter Herzschwäche und zunehmender Atemnot die betroffene Person aufrecht hinsetzen lassen (Beine tief, Oberkörper hoch — das entlastet das Herz), beengende Kleidung öffnen, für frische Luft sorgen und ärztliche Hilfe holen. Bei Verdacht auf einen begleitenden Herzinfarkt (siehe eigener Artikel) sofort Notruf, nicht selbst zum Arzt fahren.

Langfristige Behandlung

Medikamente, die das Herz entlasten und den Flüssigkeitshaushalt regulieren, bilden die Basis; dazu regelmäßige Gewichtskontrolle (plötzliche Zunahme signalisiert Wassereinlagerung), Kochsalz- und teils Flüssigkeitsbeschränkung sowie angepasste körperliche Aktivität. Konsequente Medikamenteneinnahme senkt das Risiko akuter Verschlechterungen deutlich.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Ist Herzschwäche dasselbe wie ein Herzinfarkt?

Nein — ein Herzinfarkt ist ein akutes Ereignis durch eine verstopfte Herzkranzarterie, Herzinsuffizienz eine oft chronische Leistungsschwäche des Herzens, die auch als Folge eines früheren Infarkts entstehen kann.

Warum ist tägliches Wiegen bei Herzschwäche wichtig?

Eine schnelle Gewichtszunahme von wenigen Kilogramm innerhalb weniger Tage deutet meist auf Wassereinlagerung durch eine Verschlechterung hin — frühes Erkennen ermöglicht rechtzeitiges Gegensteuern, oft schon durch eine Medikamentenanpassung, bevor eine Notaufnahme nötig wird.

Darf man mit Herzschwäche noch Sport treiben?

In der Regel ja, sogar empfohlen — angepasste, regelmäßige Bewegung (z. B. in einer Herzsportgruppe) stärkt nachweislich die Belastbarkeit. Art und Intensität sollten mit der kardiologischen Praxis abgestimmt werden.

Wie erkennt man den Unterschied zwischen normaler Erschöpfung und einer Verschlechterung?

Entscheidend sind neue oder deutlich zunehmende Atemnot, rasche Gewichtszunahme oder zunehmende Schwellungen — bei solchen Veränderungen sollte zeitnah die behandelnde kardiologische oder hausärztliche Praxis kontaktiert werden, statt abzuwarten.

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