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Herz & Kreislauf

Hypotonie (Niedriger Blutdruck)

Die Hypotonie bezeichnet einen dauerhaft niedrigen Blutdruck, der bei vielen Menschen, insbesondere bei schlanken, jungen Frauen, ohne Krankheitswert vorliegt. Bei einem Teil der Betroffenen verursacht der niedrige Blutdruck jedoch spürbare Beschwerden, die den Alltag beeinträchtigen können.

Ursachen

Bei der weitaus häufigsten, konstitutionellen Form findet sich keine erkennbare Ursache, der niedrige Blutdruck gilt hier als individuelle Normvariante. Seltener entsteht eine Hypotonie durch eine Herzerkrankung, eine Nebenniereninsuffizienz, eine Schilddrüsenunterfunktion, eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr oder als Nebenwirkung bestimmter Medikamente, insbesondere von Blutdrucksenkern.

Symptome

Typische Beschwerden sind Schwindel, insbesondere beim raschen Aufstehen, Müdigkeit, kalte Hände und Füße sowie gelegentliche Ohrensausen oder ein Schwarzwerden vor den Augen. In ausgeprägten Fällen kann es zu einer kurzzeitigen Bewusstlosigkeit (Synkope) kommen, wenn das Gehirn vorübergehend nicht ausreichend durchblutet wird.

Diagnostik

Wiederholte Blutdruckmessungen im Liegen und Stehen können einen ausgeprägten Blutdruckabfall beim Aufstehen nachweisen. Bei Verdacht auf eine zugrunde liegende Erkrankung werden gezielt weitere Untersuchungen wie eine Herzultraschalluntersuchung, Hormonbestimmungen oder eine Schilddrüsenuntersuchung durchgeführt, um behandelbare Ursachen zu identifizieren.

Behandlung

Bei der harmlosen, konstitutionellen Form helfen einfache Maßnahmen wie ausreichende Flüssigkeits- und Salzzufuhr, regelmäßige körperliche Bewegung sowie das langsame Aufstehen aus dem Liegen. Kompressionsstrümpfe können den venösen Rückfluss unterstützen. Liegt eine zugrunde liegende Erkrankung vor, steht deren gezielte Behandlung im Vordergrund.

Verlauf und Prognose

Die konstitutionelle Hypotonie ist harmlos und beeinträchtigt die Lebenserwartung nicht, auch wenn sie im Alltag störend sein kann. Bei zugrunde liegenden Erkrankungen richtet sich die Prognose nach deren Art und Behandelbarkeit. Mit den genannten einfachen Maßnahmen lassen sich die Beschwerden bei den meisten Betroffenen deutlich lindern.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Ist niedriger Blutdruck immer behandlungsbedürftig?

Nein, die häufigste, konstitutionelle Form ist harmlos und benötigt nur bei spürbaren Beschwerden einfache unterstützende Maßnahmen.

Warum wird beim raschen Aufstehen manchmal schwindelig?

Weil der Blutdruck beim Lagewechsel kurzzeitig stärker abfällt, bevor sich der Kreislauf an die aufrechte Position anpasst.

Was hilft gegen die Beschwerden?

Ausreichende Flüssigkeits- und Salzzufuhr, regelmäßige Bewegung, langsames Aufstehen sowie gegebenenfalls Kompressionsstrümpfe.

Wann sollte eine zugrunde liegende Erkrankung abgeklärt werden?

Bei plötzlich aufgetretenem oder ungewöhnlich ausgeprägtem niedrigem Blutdruck, insbesondere zusammen mit anderen Beschwerden, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.

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