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Verdauung & Magen-Darm

Ösophagitis (Speiseröhrenentzündung)

Die Ösophagitis ist eine Entzündung der Schleimhaut der Speiseröhre, die am häufigsten durch zurückfließende Magensäure verursacht wird, seltener durch Infektionen, bestimmte Medikamente oder eine allergische Reaktion. Sie verursacht typischerweise Sodbrennen und kann bei anhaltendem Bestehen zu Komplikationen im Bereich der Speiseröhre führen.

Ursachen

Die häufigste Ursache ist die gastroösophageale Refluxkrankheit, bei der Magensäure durch einen unzureichend schließenden Übergang zwischen Magen und Speiseröhre in die Speiseröhre zurückfließt und deren Schleimhaut reizt. Seltener entsteht eine Ösophagitis durch eine Infektion mit Pilzen oder Viren, insbesondere bei geschwächtem Immunsystem, durch bestimmte Medikamente, die in der Speiseröhre hängenbleiben, oder durch eine allergische Entzündungsreaktion.

Symptome

Kennzeichnend sind Sodbrennen, ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein sowie Schluckbeschwerden oder ein Druckgefühl beim Schlucken. Die Beschwerden verstärken sich häufig nach dem Essen, im Liegen oder beim Bücken. Bei einer infektionsbedingten Ösophagitis können zusätzlich Schmerzen beim Schlucken sowie allgemeine Krankheitszeichen auftreten.

Diagnostik

Bei anhaltenden oder untypischen Beschwerden wird eine Magenspiegelung durchgeführt, die die entzündete Speiseröhrenschleimhaut direkt sichtbar macht und eine Gewebeprobe zur weiteren Abklärung ermöglicht. Bei Verdacht auf eine Refluxerkrankung kann eine spezielle Säuremessung in der Speiseröhre über 24 Stunden zusätzliche Informationen liefern.

Behandlung

Bei refluxbedingter Ösophagitis stehen säurehemmende Medikamente im Vordergrund, die die Magensäureproduktion reduzieren und der Schleimhaut Zeit zur Heilung geben. Ergänzend helfen eine Anpassung der Ernährung, Gewichtsreduktion bei Übergewicht sowie das Vermeiden später, üppiger Mahlzeiten. Eine infektionsbedingte Ösophagitis wird gezielt gegen den jeweiligen Erreger behandelt.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Behandlung heilt eine Ösophagitis meist innerhalb weniger Wochen ab. Bleibt eine refluxbedingte Ösophagitis über Jahre unbehandelt, kann sich die Speiseröhrenschleimhaut dauerhaft verändern, was das Risiko für spätere Komplikationen erhöht, weshalb eine konsequente Behandlung und regelmäßige Kontrollen bei anhaltenden Beschwerden wichtig sind.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Was ist die häufigste Ursache einer Ösophagitis?

Die gastroösophageale Refluxkrankheit, bei der Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt und deren Schleimhaut reizt.

Wodurch verstärken sich die Beschwerden?

Typischerweise nach dem Essen, im Liegen oder beim Bücken.

Wie wird eine refluxbedingte Ösophagitis behandelt?

Mit säurehemmenden Medikamenten sowie einer Anpassung der Ernährung und des Lebensstils.

Warum sind regelmäßige Kontrollen bei anhaltender Refluxerkrankung wichtig?

Weil sich die Speiseröhrenschleimhaut bei jahrelang unbehandeltem Reflux dauerhaft verändern kann, was das Risiko für spätere Komplikationen erhöht.

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