Hitzeerschöpfung
Eine Hitzeerschöpfung entsteht durch anhaltende Wärmebelastung und Flüssigkeitsverlust, meist bei körperlicher Anstrengung in großer Hitze. Anders als beim Hitzschlag ist die körpereigene Temperaturregulation dabei noch nicht vollständig zusammengebrochen.
Wie es zur Erschöpfung kommt
Bei anhaltender Hitze verliert der Körper über Schwitzen viel Flüssigkeit und Mineralstoffe; wird dieser Verlust nicht ausreichend ausgeglichen, sinkt das Blutvolumen, der Kreislauf gerät unter Stress und es kommt zu den typischen Beschwerden.
Typische Beschwerden
Starkes Schwitzen, Schwäche, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, blasse, feuchte Haut sowie ein beschleunigter Puls — im Unterschied zum Hitzschlag bleibt das Bewusstsein meist klar und die Körpertemperatur nur leicht erhöht.
Abgrenzung zum Hitzschlag
Beim Hitzschlag versagt die körpereigene Temperaturregulation, die Haut wird trocken und heiß, die Körpertemperatur steigt stark an und es kommt zu Bewusstseinsstörungen — das ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Auch bei einer Hitzeerschöpfung wird der Rettungsdienst alarmiert.
Erste Maßnahmen
Die betroffene Person in eine kühlere Umgebung (z. B. Schatten) bringen, mit leicht erhöhtem Kopf und erhöhten Beinen lagern und beengende Kleidung öffnen. Den Rettungsdienst alarmieren (Notruf 112). Solange die Person bei Bewusstsein ist, für ausreichendes Trinken sorgen.
Wann ist es besonders dringend?
Bei Bewusstseinstrübung, hoher Körpertemperatur oder trockener, heißer Haut ist von einem Hitzschlag auszugehen. Bei Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage bringen; ohne normale Atmung sofort mit der Wiederbelebung beginnen.
Weiterführende Informationen der Organisation
- DGUV Information 204-037 „Erste Hilfe Karte: Akute Hitzeerkrankungen“ (Ausgabe April 2016) — Hitzeerschöpfung: Kopf leicht erhöht und Beine erhöht lagern, Rettungsdienst alarmieren, bei Bewusstsein für ausreichendes Trinken sorgen; bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage, ohne normale Atmung Wiederbelebung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich Hitzeerschöpfung von einem Hitzschlag?
Bei der Hitzeerschöpfung bleibt das Bewusstsein meist klar und die Haut feucht, beim Hitzschlag ist die Temperaturregulation gestört, die Haut trocken und heiß, und es kommt zu Bewusstseinsstörungen.
Was hilft am schnellsten bei Hitzeerschöpfung?
Kühlere Umgebung (z. B. Schatten), Kopf leicht erhöht und Beine erhöht lagern, Rettungsdienst alarmieren und, solange die Person bei Bewusstsein ist, für ausreichendes Trinken sorgen.
Wann muss man bei Hitzeerschöpfung den Notruf wählen?
Nach der DGUV-Erste-Hilfe-Karte immer: Bei Hitzeerschöpfung wird der Rettungsdienst alarmiert (Notruf 112). Bei Bewusstseinstrübung oder trockener, heißer Haut ist von einem Hitzschlag auszugehen.
Wer ist besonders gefährdet?
Ältere Menschen, kleine Kinder, Personen mit chronischen Erkrankungen sowie Menschen, die bei großer Hitze körperlich arbeiten oder Sport treiben.
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