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Haut & Hautkrankheiten

Erythema anulare centrifugum

Das Erythema anulare centrifugum bezeichnet eine seltene, chronisch-wiederkehrende Hauterkrankung, die durch charakteristische, ringförmige bis girlandenartige Hautrötungen gekennzeichnet ist, die sich über Tage bis Wochen langsam von einem zentralen Ausgangspunkt nach außen ausbreiten, während sich die Haut im Zentrum der Rötung meist wieder normalisiert. Die genaue Ursache dieser eigentümlichen, wandernden Hautveränderung bleibt bei der Mehrheit der Betroffenen letztlich ungeklärt, wobei die Erkrankung in vielen Fällen als eine besondere Reaktionsform der Haut auf verschiedenste, im Körper vorhandene Reize verstanden wird, ohne dass diese im Einzelfall immer eindeutig identifiziert werden können. Das Erythema anulare centrifugum verläuft gutartig, neigt jedoch bei einem erheblichen Teil der Betroffenen zu einem chronisch-wiederkehrenden Verlauf über Monate bis Jahre, was für die Betroffenen mit anhaltender Unsicherheit sowie gelegentlichem Juckreiz verbunden sein kann.

Ursachen

Die genaue Ursache des Erythema anulare centrifugum bleibt bei der Mehrheit der Betroffenen letztlich unklar, wobei die Erkrankung als eine besondere, ringförmig wandernde Reaktionsform der Haut auf verschiedenste, im Körper vorhandene Reize verstanden wird, die eine lokale immunologische Entzündungsreaktion in der Haut auslösen. Als mögliche auslösende Faktoren werden unter anderem vorausgegangene Pilzinfektionen der Haut, bestimmte Medikamente, Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie in selteneren Fällen zugrunde liegende innere Erkrankungen diskutiert, wobei ein solcher auslösender Faktor bei der Mehrheit der Betroffenen letztlich nicht eindeutig identifiziert werden kann. Die charakteristische, langsam nach außen wandernde Ausbreitung der Hautrötung wird durch das schrittweise Fortschreiten der lokalen Entzündungsreaktion innerhalb der Haut erklärt, während sich die zentral bereits durchlaufenen Hautareale wieder normalisieren.

Symptome

Das Erythema anulare centrifugum zeigt sich durch charakteristische, anfangs kleine, gerötete Flecken oder Quaddeln, die sich im Verlauf mehrerer Tage bis Wochen langsam zu ring- oder girlandenförmigen Hautrötungen mit einem oft leicht erhabenen, geröteten Randsaum ausdehnen, während sich die Haut im zentralen Bereich der Rötung meist wieder weitgehend normalisiert und sich hierbei mitunter eine feine, randständige Schuppung zeigt. Die betroffenen Hautareale finden sich überwiegend am Rumpf sowie an den proximalen Extremitäten, wobei einzelne Herde nach einigen Wochen spontan abklingen, während an anderer Stelle neue Herde entstehen können, sodass der Gesamtverlauf sich häufig über mehrere Monate erstreckt. Ein Juckreiz besteht bei einem Teil der Betroffenen in mäßiger Ausprägung, während andere Betroffene die Hautveränderungen als weitgehend beschwerdefrei erleben.

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Diagnostik

Die Diagnose des Erythema anulare centrifugum wird überwiegend klinisch anhand des charakteristischen, langsam nach außen wandernden ringförmigen Erscheinungsbildes der Hautrötung gestellt, wobei der typische zeitliche Verlauf mit langsamem Fortschreiten über Tage bis Wochen ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber anderen, ähnlich erscheinenden ringförmigen Hautveränderungen darstellt. Eine Gewebeprobe der betroffenen Haut kann zur Bestätigung der Diagnose sowie zur Abgrenzung von anderen ringförmigen Hauterkrankungen beitragen, wobei sich hierbei ein charakteristisches, um die kleinen Blutgefäße der Haut angeordnetes Entzündungsmuster zeigt. Da die Erkrankung gelegentlich im Zusammenhang mit einer zugrunde liegenden Pilzinfektion, bestimmten Medikamenten oder selten mit einer inneren Grunderkrankung auftritt, wird bei entsprechendem klinischem Verdacht eine gezielte weiterführende Abklärung möglicher auslösender Faktoren empfohlen.

Behandlung

Eine spezifische, ursächliche Behandlung des Erythema anulare centrifugum existiert überwiegend nicht, weshalb sich die Behandlung in erster Linie auf die Linderung eines bestehenden Juckreizes sowie, sofern möglich, auf die gezielte Behandlung eines identifizierten auslösenden Faktors, etwa einer zugrunde liegenden Pilzinfektion, konzentriert. Bei ausgeprägtem Juckreiz können örtlich aufgetragene, entzündungshemmende Präparate sowie bei Bedarf Antihistaminika zur Linderung der Beschwerden eingesetzt werden, wobei diese Behandlung überwiegend symptomatisch wirkt und den natürlichen Verlauf der Erkrankung nicht wesentlich verkürzt. In hartnäckigen, stark beeinträchtigenden Fällen kann bei ärztlicher Rücksprache eine weiterführende, systemisch wirksame entzündungshemmende Behandlung erwogen werden.

Verlauf und Prognose

Das Erythema anulare centrifugum verläuft gutartig und heilt bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen letztlich folgenlos ab, wobei einzelne Herde nach mehreren Wochen spontan abklingen und die Haut sich danach normalisiert, ohne bleibende Narben zu hinterlassen. Bei einem erheblichen Teil der Betroffenen neigt die Erkrankung jedoch zu einem chronisch-wiederkehrenden Verlauf über Monate bis vereinzelt Jahre, wobei sich in unregelmäßigen Abständen neue Herde an anderer Stelle der Haut bilden können. Eine gezielte Abklärung sowie Behandlung eines möglicherweise identifizierten auslösenden Faktors kann bei einem Teil der Betroffenen zu einem rascheren Abklingen der Beschwerden beitragen, auch wenn ein solcher Faktor bei der Mehrheit der Betroffenen letztlich nicht eindeutig gefunden wird.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist das charakteristische Merkmal dieser Hauterkrankung?

Eine sich langsam über Tage bis Wochen nach außen ausbreitende, ringförmige Hautrötung, während sich die Haut im Zentrum wieder normalisiert.

Ist die Ursache immer eindeutig identifizierbar?

Nein, bei der Mehrheit der Betroffenen bleibt die genaue auslösende Ursache letztlich unklar.

Welche möglichen Auslöser werden diskutiert?

Unter anderem vorausgegangene Pilzinfektionen der Haut, bestimmte Medikamente sowie Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Ist die Erkrankung gefährlich?

Nein, sie verläuft gutartig, kann jedoch chronisch-wiederkehrend über Monate bis Jahre bestehen bleiben.

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