Erythema ab igne (Hitzemelanose)
Das Erythema ab igne, auch als Hitzemelanose bezeichnet, ist eine netzartige, bräunlich-rötliche Hautverfärbung, die durch eine wiederholte, über längere Zeit einwirkende, moderate Hitzeeinwirkung entsteht, ohne dass es dabei zu einer eigentlichen Verbrennung der Haut kommt. Diese Hautveränderung entwickelt sich typischerweise an Körperstellen, die regelmäßig einer örtlichen Wärmequelle ausgesetzt sind, etwa durch die Verwendung von Wärmflaschen, Heizkissen oder Laptops, die direkt auf der Haut aufliegen. Das Erythema ab igne gilt als weitgehend gutartige Hautveränderung, wobei bei sehr langjähriger Einwirkung in seltenen Fällen ein erhöhtes Risiko für bestimmte Hautveränderungen an der betroffenen Stelle diskutiert wird.
Veröffentlicht: 16. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Das Erythema ab igne entsteht durch eine wiederholte, über Wochen bis Monate anhaltende Einwirkung moderater Wärme auf eine umschriebene Hautregion, wodurch sich die oberflächlichen Blutgefäße der Haut erweitern sowie sich vermehrt Hautpigment ablagert. Häufige Auslöser sind das regelmäßige Anwenden von Wärmflaschen oder Heizkissen bei chronischen Schmerzen, das direkte Auflegen eines Laptops auf die Oberschenkel sowie berufsbedingte, wiederholte Hitzeexposition, etwa bei Köchen oder Personen, die regelmäßig an einem offenen Kamin sitzen.
Symptome
Das Erythema ab igne äußert sich durch eine charakteristische, netzartige, bräunlich-rötliche Verfärbung der Haut an der Stelle, die der wiederholten Wärmeeinwirkung ausgesetzt war. Diese Hautveränderung verursacht in aller Regel keine Beschwerden, wobei ein leichtes Brennen oder Jucken in seltenen Fällen zusätzlich auftreten kann. Im Unterschied zu einer echten Verbrennung kommt es nicht zu einer Blasenbildung oder einer offenen Wunde, da die einwirkende Hitze zwar wiederholt, jedoch nicht ausreichend intensiv für eine eigentliche Gewebeschädigung ist.
Diagnostik
Die Diagnose des Erythema ab igne wird durch eine klinische Blickdiagnose sowie eine sorgfältige Befragung nach einer möglichen, regelmäßigen örtlichen Wärmequelle gestellt, wobei das charakteristische, netzartige Verteilungsmuster der Verfärbung zusammen mit der passenden Vorgeschichte die Diagnose in aller Regel eindeutig sichert. Eine weiterführende Untersuchung ist bei typischem Befund nicht erforderlich, wobei bei sehr langjähriger Einwirkung eine sorgfältige Beobachtung auf mögliche, seltene Gewebeveränderungen an der betroffenen Stelle empfohlen wird.
Behandlung
Die Behandlung des Erythema ab igne besteht in erster Linie in der konsequenten Beseitigung der auslösenden Wärmequelle, wonach sich die Hautverfärbung bei den meisten Betroffenen im Laufe der Zeit von selbst zurückbildet. Eine spezifische medikamentöse Behandlung ist in aller Regel nicht notwendig, wobei bei einer bereits länger bestehenden, hartnäckigen Verfärbung bestimmte aufhellende Cremes unterstützend eingesetzt werden können. Bei zugrunde liegenden chronischen Schmerzen, die zur Verwendung der Wärmequelle geführt haben, sollte eine alternative, schonendere Schmerzbehandlung erwogen werden.
Verlauf und Prognose
Die Prognose des Erythema ab igne ist bei rechtzeitiger Vermeidung der auslösenden Wärmequelle gut, wobei sich eine kürzlich entstandene Verfärbung häufig innerhalb einiger Monate deutlich zurückbildet oder vollständig verschwindet. Eine sehr lange bestehende, jahrelange Hitzeeinwirkung kann dagegen zu einer bleibenden Verfärbung führen sowie in seltenen Fällen mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Hautveränderungen an der betroffenen Stelle einhergehen, weshalb eine regelmäßige Verlaufsbeobachtung bei langjährig bestehendem Befund empfohlen wird.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was verursacht das Erythema ab igne?
Eine wiederholte, moderate Hitzeeinwirkung, etwa durch Wärmflaschen oder Heizkissen.
Kommt es dabei zu einer Verbrennung?
Nein, es kommt nicht zu Blasenbildung oder einer offenen Wunde.
Wie bildet sich die Verfärbung zurück?
Durch konsequente Vermeidung der auslösenden Wärmequelle.
Ist eine Verlaufsbeobachtung sinnvoll?
Ja, bei sehr langjährig bestehendem Befund.
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