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Weitere Notfälle

Aspergillus fumigatus mit Resistenz gegen Triazol-Antimykotika

Aspergillus fumigatus ist ein Schimmelpilz, dessen Sporen überall in der Luft vorkommen und täglich eingeatmet werden. Bei Gesunden werden sie vom Immunsystem unschädlich gemacht. Bei Menschen mit geschwächter Abwehr, etwa nach Transplantationen oder unter Chemotherapie, kann der Pilz die Lunge befallen. Zunehmend treten Stämme auf, die gegen Triazole wie Itraconazol, Voriconazol oder Posaconazol unempfindlich sind, also gegen die wichtigsten Medikamente zur Behandlung.

Ursachen

Resistenzen können sich bei Patientinnen und Patienten entwickeln, die lange mit Azolen behandelt wurden. Häufig stammen sie jedoch aus der Umwelt: Der Einsatz ähnlich wirkender Fungizide in Landwirtschaft und Gartenbau begünstigt resistente Pilzstämme, die dann über die Luft eingeatmet werden. Ein erhöhtes Risiko für die Erkrankung haben Menschen mit Blutkrebs, Stammzell- oder Organtransplantation, langer Kortisonbehandlung, schwerer Lungenerkrankung oder Intensivbehandlung.

Symptome

Die invasive Lungenaspergillose beginnt oft mit Fieber, das auf Antibiotika nicht anspricht, trockenem Husten, Atemnot und Brustschmerzen, gelegentlich mit Bluthusten. Der Pilz kann sich im Körper ausbreiten und Gehirn oder andere Organe befallen. Andere Formen wie die allergische Aspergillose der Atemwege äußern sich durch asthmaähnliche Beschwerden.

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Diagnostik

Eine Computertomographie der Lunge zeigt typische Herde. Nachweise erfolgen über Untersuchungen von Bronchialsekret oder Blut auf Pilzbestandteile, durch Kultur und durch Gentests. Entscheidend ist ein Resistenztest, der zeigt, ob der Pilz gegen Azole unempfindlich ist. Bei Risikopatienten wird gezielt nach einer Infektion gesucht.

Behandlung

Bei Azolresistenz werden andere Wirkstoffklassen eingesetzt, meist liposomales Amphotericin B, in bestimmten Situationen Echinocandine oder Kombinationen. Die Behandlung dauert lange und wird stationär durch Infektiologinnen und Infektiologen begleitet. Wenn möglich, wird die Grunderkrankung oder die Abwehrschwäche gebessert, zum Beispiel durch Anpassung der Kortisondosis. Einzelne Herde können operativ entfernt werden.

Verlauf und Prognose

Die Prognose ist ernster als bei azolempfindlichen Stämmen, insbesondere bei schwerer Abwehrschwäche. Ein früher Behandlungsbeginn und der Resistenztest verbessern die Aussichten. Vorbeugend helfen bei Risikopatienten Schutzmaßnahmen wie Aufenthalt in Räumen mit gefilterter Luft und die Meidung von Staub- und Schimmelquellen, etwa Baustellen oder Kompost.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wer erkrankt an einer Aspergillose?

Vor allem Menschen mit stark geschwächter Abwehr oder schwerer Lungenerkrankung, Gesunde meist nicht.

Woher kommt die Resistenz?

Aus einer langen Azolbehandlung oder aus der Umwelt, wo der Einsatz ähnlicher Fungizide resistente Pilzstämme begünstigt.

Womit wird bei Resistenz behandelt?

Meist mit liposomalem Amphotericin B, teils mit Echinocandinen oder Kombinationen.

Kann man vorbeugen?

Risikopatienten sollten Schimmel- und Staubquellen meiden und in Kliniken durch Luftfilterung geschützt werden.

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