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Weitere Notfälle

Zahnfraktur

Die Zahnfraktur bezeichnet einen durch eine plötzliche, meist direkte Gewalteinwirkung verursachten Bruch eines Zahnes, wobei das Ausmaß des Bruchs von einer geringen Absplitterung des äußeren Zahnschmelzes bis zu einer tiefen, den innenliegenden Zahnnerv freilegenden Fraktur reichen kann. Diese Verletzung entsteht überwiegend durch Stürze, sportliche Aktivitäten mit Körperkontakt sowie das versehentliche Beißen auf einen harten Gegenstand, wobei die vorderen Schneidezähne aufgrund ihrer exponierten Lage im Mundraum am häufigsten betroffen sind. Die genaue Behandlung sowie langfristige Prognose einer Zahnfraktur hängt maßgeblich davon ab, ob der innenliegende, gefäß- sowie nervenhaltige Zahnnerv durch den Bruch freigelegt wurde, da dies das Risiko für eine nachfolgende Infektion sowie den Verlust der Zahnvitalität erheblich beeinflusst.

Ursachen

Die Zahnfraktur entsteht durch eine plötzliche, meist direkte Gewalteinwirkung auf einen Zahn, wobei Stürze, insbesondere im Kindesalter beim Spielen oder Fahrradfahren, sportliche Aktivitäten mit Körperkontakt sowie ein versehentliches Beißen auf einen harten Gegenstand, etwa einen Kirschkern oder einen Fremdkörper in der Nahrung, zu den häufigsten Ursachen zählen. Bereits vorgeschädigte Zähne, etwa durch eine ausgeprägte Karies oder eine vorausgegangene Füllung, sind für einen Bruch bei vergleichbarer Krafteinwirkung anfälliger als gesunde, unversehrte Zähne. Die vorderen Schneidezähne des Oberkiefers sind aufgrund ihrer exponierten Lage im Mundraum am häufigsten von einer traumatischen Zahnfraktur betroffen.

Symptome

Die Zahnfraktur äußert sich durch eine sichtbare Absplitterung oder einen tiefer reichenden Bruch der Zahnsubstanz, wobei die Beschwerdesymptomatik maßgeblich davon abhängt, ob der innenliegende Zahnnerv durch den Bruch freigelegt wurde. Bei einer geringgradigen, nur den äußeren Zahnschmelz betreffenden Fraktur bestehen häufig keine oder nur geringe Beschwerden, während eine tiefere Fraktur mit Freilegung des Zahnnervs zu einer ausgeprägten, insbesondere durch Kälte, Wärme oder Berührung verstärkten Schmerzempfindlichkeit des betroffenen Zahnes führt. Bei einer sehr tiefen Fraktur mit Beteiligung der Zahnwurzel kann der betroffene Zahn zusätzlich eine erhöhte Beweglichkeit aufweisen.

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Diagnostik

Die Diagnose der Zahnfraktur wird durch eine zahnärztliche Untersuchung gestellt, bei der das genaue Ausmaß des Bruchs sowie eine mögliche Freilegung des Zahnnervs beurteilt werden, wobei eine spezielle Prüfung der Zahnnervempfindlichkeit wichtige Informationen über die Vitalität des betroffenen Zahnes liefert. Eine Röntgenaufnahme des betroffenen Zahnes wird zur Beurteilung der Zahnwurzel sowie zum Ausschluss einer begleitenden Wurzelfraktur oder einer Verletzung des umliegenden Kieferknochens empfohlen. Bei unklarem Befund oder anhaltenden Beschwerden wird eine regelmäßige Nachkontrolle der Zahnnervvitalität über mehrere Monate durchgeführt, da sich eine Schädigung des Zahnnervs mitunter erst mit zeitlicher Verzögerung bemerkbar macht.

Behandlung

Die Behandlung der Zahnfraktur richtet sich nach dem genauen Ausmaß des Bruchs, wobei eine geringgradige, nur den äußeren Zahnschmelz betreffende Absplitterung häufig durch eine einfache, kosmetische Glättung oder eine kleine Füllung aus Kunststoff versorgt werden kann. Bei einer tieferen Fraktur mit Freilegung des Zahnnervs wird je nach Ausmaß der Freilegung sowie dem Zeitpunkt der Behandlung entweder eine schützende Abdeckung des freiliegenden Zahnnervs zum Erhalt der Zahnvitalität oder, bei bereits fortgeschrittener Schädigung, eine vollständige Wurzelbehandlung durchgeführt. Bei einer begleitenden Wurzelfraktur richtet sich die Behandlung nach der genauen Lage sowie Stabilität des Bruchs und kann von einer Schienung bis zur Entfernung des betroffenen Zahnes reichen.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Zahnfraktur ist bei einer geringgradigen, nur den äußeren Zahnschmelz betreffenden Verletzung sehr gut, wobei der betroffene Zahn nach entsprechender kosmetischer Versorgung dauerhaft funktionsfähig sowie vital bleibt. Bei einer tieferen Fraktur mit Freilegung des Zahnnervs hängt die langfristige Prognose maßgeblich vom Zeitpunkt der eingeleiteten Behandlung sowie dem Ausmaß der Nervenschädigung ab, wobei eine rechtzeitige, sachgerechte Versorgung die Chancen für einen Erhalt der Zahnvitalität deutlich verbessert. Eine regelmäßige zahnärztliche Nachkontrolle über mehrere Jahre wird nach jeder bedeutsameren Zahnfraktur empfohlen, um eine möglicherweise erst verzögert auftretende Schädigung des Zahnnervs frühzeitig zu erkennen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Welche Zähne sind am häufigsten betroffen?

Die vorderen Schneidezähne des Oberkiefers aufgrund ihrer exponierten Lage.

Warum ist es wichtig, ob der Zahnnerv freiliegt?

Weil dies das Risiko für eine nachfolgende Infektion sowie den Verlust der Zahnvitalität erheblich beeinflusst.

Wie wird eine geringgradige Absplitterung behandelt?

Häufig durch eine einfache, kosmetische Glättung oder eine kleine Kunststofffüllung.

Warum sind regelmäßige Nachkontrollen wichtig?

Weil sich eine Schädigung des Zahnnervs mitunter erst mit zeitlicher Verzögerung bemerkbar macht.

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