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Reisemedizin & Tropenkrankheiten

Zeckenbissfieber (Rickettsiose)

Das Zeckenbissfieber ist eine bakterielle Infektionskrankheit aus der Gruppe der Rickettsiosen, die durch den Stich infizierter Zecken übertragen wird. Sie kommt in verschiedenen Regionen weltweit vor, wobei die Erreger und der genaue Verlauf je nach geografischer Herkunft leicht variieren können, das Grundmuster der Erkrankung jedoch ähnlich ist.

Ursachen

Die Übertragung erfolgt durch den Stich einer mit Rickettsien infizierten Zecke, die die Bakterien beim Blutsaugen in die Haut abgibt. Menschen, die sich beruflich oder in der Freizeit häufig in Gebieten mit hohem Zeckenaufkommen aufhalten, etwa bei Wanderungen oder Gartenarbeit in endemischen Regionen, tragen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko.

Symptome

An der Stichstelle entwickelt sich häufig eine charakteristische, schwarz verkrustete Hautveränderung, die von einer Rötung umgeben ist. Etwa eine Woche nach dem Stich treten Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und ein Hautausschlag auf, der sich vom Rumpf auf die Extremitäten ausbreiten kann. Die meisten Verläufe sind mild bis mäßig ausgeprägt.

Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf das charakteristische Beschwerdebild in Kombination mit der Angabe eines vorausgegangenen Zeckenstichs oder eines Aufenthalts in einem Risikogebiet. Die charakteristische Kruste an der Stichstelle liefert einen wichtigen Hinweis. Spezielle Antikörpertests im Blut können die Infektion im Nachhinein bestätigen.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt mit einem Antibiotikum aus der Gruppe der Tetrazykline, das bei rechtzeitigem Beginn rasch zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden führt. Die Behandlung wird bei begründetem klinischem Verdacht bereits vor Erhalt eines Laborbefundes begonnen, da eine frühzeitige Therapie den Verlauf deutlich verkürzen kann.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Prognose des Zeckenbissfiebers meist gut, die Beschwerden klingen innerhalb weniger Tage ab. Unbehandelt kann die Erkrankung in selteneren, schwereren Fällen zu Komplikationen führen, wobei die meisten Formen deutlich milder verlaufen als andere Rickettsiosen wie das Fleckfieber.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Woran erkennt man die Stichstelle?

An einer charakteristischen, schwarz verkrusteten Hautveränderung, die von einer Rötung umgeben ist und einen wichtigen diagnostischen Hinweis liefert.

Wie wird das Zeckenbissfieber behandelt?

Mit einem Antibiotikum aus der Gruppe der Tetrazykline, das bei rechtzeitigem Beginn rasch wirksam ist.

Verläuft die Erkrankung immer schwer?

Nein, die meisten Verläufe sind mild bis mäßig ausgeprägt und deutlich milder als andere Rickettsiosen wie das Fleckfieber.

Wann sollte man an ein Zeckenbissfieber denken?

Bei Fieber und Hautausschlag nach einem Zeckenstich oder einem Aufenthalt in einem bekannten Risikogebiet.

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