Urethrozele bei der Frau
Die Urethrozele bei der Frau ist eine Vorwölbung der Harnröhre in die vordere Scheidenwand, die durch eine Schwäche des unterstützenden Bindegewebes und der Beckenbodenmuskulatur entsteht. Sie tritt häufig gemeinsam mit einer Blasensenkung auf und kann zu Beschwerden beim Wasserlassen führen.
Veröffentlicht: 16. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Ursächlich ist meist eine Schwäche des Beckenbodens und des die Harnröhre umgebenden Bindegewebes, begünstigt durch vaginale Geburten, das Alter, Übergewicht oder eine angeborene Bindegewebsschwäche. Auch die Wechseljahre mit sinkendem Östrogenspiegel können das Gewebe zusätzlich schwächen.
Symptome
Betroffene bemerken häufig ein Druck- oder Fremdkörpergefühl in der Scheide, das sich beim Stehen oder Pressen verstärkt, sowie Beschwerden beim Wasserlassen wie ein unvollständiges Entleeren der Blase oder einen unwillkürlichen Urinverlust beim Husten oder Niesen. Bei leichter Ausprägung bleiben viele Frauen beschwerdefrei.
Diagnostik
Die Diagnose erfolgt durch eine gynäkologische Untersuchung, bei der die Vorwölbung der Harnröhre in Ruhe und beim Pressen beurteilt wird. Ergänzend kann eine Untersuchung der Blasenfunktion sinnvoll sein, um eine begleitende Harninkontinenz genauer einzuordnen.
Behandlung
Bei leichten Beschwerden helfen häufig ein gezieltes Beckenbodentraining sowie die Behandlung von Risikofaktoren wie Übergewicht. Bei stärkerer Ausprägung oder deutlichen Beschwerden kann ein Pessar zur mechanischen Unterstützung oder eine operative Straffung des Beckenbodens in Betracht gezogen werden.
Verlauf und Prognose
Mit konsequentem Beckenbodentraining lassen sich leichte bis mittlere Beschwerden bei vielen Frauen deutlich bessern. Bei ausgeprägter Urethrozele bringt eine operative Behandlung in der Regel eine dauerhafte Besserung der Beschwerden und der Lebensqualität.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wodurch wird eine Urethrozele begünstigt?
Vor allem durch vaginale Geburten, das Alter, Übergewicht und die hormonellen Veränderungen der Wechseljahre.
Hilft Beckenbodentraining wirklich?
Ja, bei leichten bis mittleren Beschwerden kann es die Symptome deutlich lindern.
Wann kommt ein Pessar infrage?
Bei stärkeren Beschwerden, insbesondere wenn eine Operation vermieden oder hinausgezögert werden soll.
Tritt die Urethrozele meist allein auf?
Sie tritt häufig gemeinsam mit einer Blasensenkung auf, da beide durch eine ähnliche Beckenbodenschwäche begünstigt werden.
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