Transportmittelunfall
Transportmittelunfälle umfassen Unfälle im Straßen-, Schienen-, Luft- und Wasserverkehr, an denen Fahrzeuge oder ihre Insassen, Radfahrende und Fußgängerinnen und Fußgänger beteiligt sind. Sie gehören weltweit zu den häufigsten Ursachen schwerer Verletzungen. Durch die einwirkende Energie entstehen häufig mehrere Verletzungen gleichzeitig. Eine schnelle Alarmierung des Rettungsdienstes und sachgerechte Erste Hilfe können über Leben und Gesundheit entscheiden.
Ursachen
Unfälle entstehen durch überhöhte Geschwindigkeit, Ablenkung, Müdigkeit, Alkohol, Drogen oder Medikamente, Missachtung von Regeln, technische Mängel, schlechte Sicht und Witterung sowie Fehler anderer Beteiligter. Die Schwere der Verletzungen hängt von der Aufprallenergie, der Art des Fahrzeugs und der Schutzausrüstung ab. Ungeschützte Verkehrsteilnehmende wie Radfahrende, Fußgängerinnen, Fußgänger und Motorradfahrende sind besonders gefährdet.
Symptome
Typische Verletzungen sind Schädel-Hirn-Verletzungen, Halswirbelsäulen- und Wirbelsäulenverletzungen, Rippen- und Brustkorbverletzungen mit Atemnot, Bauchverletzungen mit inneren Blutungen, Becken- und Gliedmaßenbrüche sowie Schnitt- und Schürfwunden. Warnzeichen sind Bewusstseinsstörung, Atemnot, starke Blutung, blasse, kalte Haut, schneller Puls und Schmerzen im Rücken oder Bauch. Verletzte können anfangs beschwerdearm wirken und sich rasch verschlechtern.
Diagnostik
Rettungsdienst und Klinik beurteilen nach einem festen Schema Atemwege, Atmung, Kreislauf und Bewusstsein. In der Klinik folgen oft eine Ganzkörper-Computertomographie, Ultraschall des Bauchs und Brustkorbs, Röntgenaufnahmen und Blutuntersuchungen. Bei schwerem Unfallmechanismus werden auch Verletzte ohne offensichtliche Beschwerden untersucht, um verborgene Verletzungen zu erkennen.
Behandlung
Erste Hilfe: Unfallstelle absichern, Eigenschutz beachten, Notruf 112 wählen, Verletzte ansprechen, Atmung prüfen und bei Bedarf Wiederbelebung beginnen, starke Blutungen mit Druck stillen, Verletzte nicht unnötig bewegen, Helm nur bei Atemproblemen abnehmen, Wärme erhalten und beruhigen. Der Rettungsdienst versorgt vor Ort und bringt Schwerverletzte in ein geeignetes Traumazentrum. Dort erfolgen Blutstillung, Operationen, intensivmedizinische Behandlung und später Rehabilitation.
Verlauf und Prognose
Der Verlauf hängt von Art und Schwere der Verletzungen, der Dauer bis zur Versorgung und dem Alter ab. Bei rascher Hilfe überleben viele Schwerverletzte. Nach schweren Unfällen können bleibende Einschränkungen bestehen, auch seelische Folgen wie Angst oder Belastungsreaktionen. Vorbeugend wirken angepasstes Fahren, Anschnallen, Kindersitze, Helme, Nüchternheit am Steuer und regelmäßige Fahrzeugwartung.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Unfälle und Verletzungen: Erste Hilfe und Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was tue ich zuerst an einer Unfallstelle?
Sich selbst schützen, die Unfallstelle absichern, den Notruf 112 wählen und dann Erste Hilfe leisten.
Darf ich einem Motorradfahrer den Helm abnehmen?
Nur wenn es nötig ist, etwa bei Atemproblemen, sonst bleibt der Helm auf, weil die Halswirbelsäule verletzt sein kann.
Soll ich Verletzte aus dem Auto ziehen?
Nur bei unmittelbarer Gefahr wie Brand, sonst nicht, um zusätzliche Verletzungen zu vermeiden.
Können auch scheinbar Unverletzte betroffen sein?
Ja, innere Verletzungen können anfangs unbemerkt bleiben, deshalb sollten alle Beteiligten nach einem schweren Unfall untersucht werden.
Weiterlesen
Akute Otitis externa, nichtinfektiös
Entzündliche Hautreaktion im äußeren Gehörgang, die nicht durch Erreger, sondern durch Allergene, Reizstoffe, Feuchtigkeit oder ein Hautekzem ausgelöst wird und mit Juckreiz, Rötung und Schuppung einhergeht.
Weiterlesen →Hals, Nase & OhrenKrankheiten des N. vestibulocochlearis (VIII. Hirnnerv)
Erkrankungen des Nervs, der Hör- und Gleichgewichtsinformationen vom Innenohr zum Gehirn leitet und dessen Schädigung Schwerhörigkeit, Ohrgeräusche und Schwindel verursachen kann.
Weiterlesen →Hals, Nase & OhrenTrommelfellperforation am Recessus epitympanicus
Loch im obersten Randbereich des Trommelfells, der sogenannten Attik, das häufig mit einer chronischen Belüftungsstörung des Mittelohrs zusammenhängt und wegen der Gefahr eines Cholesteatoms besondere Aufmerksamkeit verdient.
Weiterlesen →Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen
Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.