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Herz & Kreislauf

Thrombose (tiefe Venenthrombose)

Eine tiefe Venenthrombose entsteht, wenn sich in einer tiefliegenden Vene — meist im Bein — ein Blutgerinnsel (Thrombus) bildet und den Blutfluss behindert. Sie ist ernst zu nehmen, weil sich ein Teil des Gerinnsels lösen und über die Blutbahn in die Lunge gelangen kann (siehe Lungenembolie).

Wie eine Thrombose entsteht

Begünstigend wirken lange Bewegungslosigkeit (z. B. nach Operationen, bei Bettlägerigkeit oder langen Reisen), Verletzungen der Venenwand, eine erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes sowie bestimmte Lebensumstände wie Schwangerschaft oder die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel in Kombination mit weiteren Risikofaktoren wie Rauchen.

Typische Anzeichen

Einseitige Schwellung des Beins, ziehender oder drückender Schmerz (besonders in der Wade), eine überwärmte, teils bläulich-rot verfärbte Haut und ein Spannungsgefühl gehören zu den klassischen Zeichen — allerdings verläuft ein Teil der Thrombosen auch ohne deutliche Symptome, was sie zusätzlich tückisch macht.

Warum schnelles Handeln wichtig ist

Je länger ein Blutgerinnsel unbehandelt bleibt, desto größer das Risiko, dass sich ein Teil davon löst und über die Blutbahn in die Lunge gelangt — dort kann es eine Lungenembolie auslösen, einen potenziell lebensbedrohlichen Notfall. Bei Verdacht auf eine Thrombose sollte deshalb zeitnah ärztlich untersucht werden, in der Regel per Ultraschall.

Was bei Verdacht zu tun ist

Das betroffene Bein möglichst schonen und hochlagern, NICHT massieren oder kräftig kneten (das könnte ein Gerinnsel lösen), und zeitnah ärztlichen Rat einholen — je nach Ausprägung der Beschwerden die Hausarztpraxis am selben Tag oder direkt eine Notaufnahme.

Behandlung und Vorbeugung

Die Standardbehandlung ist eine Blutverdünnung über mehrere Monate, um weiteres Wachstum des Gerinnsels zu verhindern und die Auflösung zu unterstützen; teils ergänzt durch Kompressionsstrümpfe. Vorbeugend helfen regelmäßige Bewegung bei längerem Sitzen (z. B. auf Flugreisen), ausreichend trinken und, nach Operationen, ärztlich verordnete Thromboseprophylaxe-Maßnahmen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Woran erkennt man den Unterschied zu einer harmlosen Muskelverspannung?

Eine Thrombose zeigt sich typischerweise als einseitige, zunehmende Schwellung mit Überwärmung, während eine Verspannung meist beidseitig auftritt oder sich eindeutig auf Bewegung/Belastung zurückführen lässt. Im Zweifel sollte trotzdem ärztlich abgeklärt werden — eine sichere Unterscheidung gelingt oft erst per Ultraschall.

Darf man bei Thrombose-Verdacht noch laufen?

Nicht unnötig belasten und ärztlich abklären lassen, bevor man normale Aktivität wieder aufnimmt — die genaue Empfehlung hängt vom Befund ab.

Wer ist besonders gefährdet auf Flugreisen?

Menschen mit bekannter Thromboseneigung, nach kürzlichen Operationen, in der Schwangerschaft oder mit weiteren Risikofaktoren — regelmäßiges Bewegen der Beine, ausreichend Trinken und bei Bedarf ärztlich empfohlene Kompressionsstrümpfe senken das Risiko.

Wie lange dauert die Behandlung einer Thrombose?

Die Blutverdünnung läuft je nach Ursache und Risikoprofil häufig über mehrere Monate, in bestimmten Fällen auch dauerhaft — die genaue Dauer legt die behandelnde Praxis fest.

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