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Vergiftungen

Vergiftung durch Sulfonamide

Sulfonamide sind Antibiotika, die häufig in Kombination mit Trimethoprim, etwa als Cotrimoxazol, bei Harnwegs- und bestimmten Lungeninfektionen eingesetzt werden. In üblicher Dosis sind sie meist gut verträglich. Bei Überdosierung oder Vorerkrankungen kann es zu Nierenschäden, Blutbildveränderungen und schweren Hautreaktionen kommen. Allergien werden gesondert betrachtet.

Ursachen

Ursachen sind zu hohe Dosierung, Nierenschwäche, zu geringes Trinken und höheres Alter. Kleinkinder nehmen versehentlich Tabletten oder Saft ein. Bei bestimmten angeborenen Enzymmängeln kann es zum Zerfall roter Blutkörperchen kommen.

Symptome

Häufig sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und Schwindel. Kristallbildung in den Harnwegen verursacht Flankenschmerzen, Blut im Urin und verminderte Urinmenge. Weitere mögliche Folgen sind Blutarmut, Blutplättchenmangel, Leberschäden, erhöhte Kaliumwerte und Hautausschlag bis zu schweren Reaktionen.

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Diagnostik

Es werden Nierenwerte, Kalium, Blutbild, Leberwerte und der Urin auf Kristalle und Blut untersucht. Medikamentenliste und Einnahmemenge sind wichtig.

Behandlung

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel. Das Medikament wird abgesetzt, reichlich Flüssigkeit gegeben und der Urin gegebenenfalls alkalisiert, um Kristalle zu lösen. Blutbild und Nierenfunktion werden überwacht. Bei Nierenversagen oder schwerer Hautreaktion ist der Notruf 112 zu wählen. Bei Einnahme großer Mengen wird das Giftinformationszentrum kontaktiert.

Verlauf und Prognose

Nach Absetzen erholen sich Nieren und Blutbild meist vollständig. Schwere Hautreaktionen benötigen intensive Behandlung. Vorbeugend wird auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und angepasste Dosis bei Nierenschwäche geachtet.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum soll ich viel trinken?

Reichlich Flüssigkeit verhindert Kristalle in den Nieren und Harnwegen.

Welche Organe sind betroffen?

Vor allem Nieren, Blutbild und Haut.

Gibt es ein Gegenmittel?

Nein, die Behandlung besteht aus Absetzen, Flüssigkeit und Überwachung.

Wann ist es ein Notfall?

Bei stark verminderter Urinmenge, Atemnot oder ausgedehntem Ausschlag mit Blasen den Notruf 112 wählen.

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