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Haut & Hautkrankheiten

Rhinophym

Das Rhinophym bezeichnet eine ausgeprägte, knollenartige Vergrößerung sowie Verdickung der Nase, die durch eine massive Vermehrung des Talgdrüsen- sowie Bindegewebes der Nasenhaut entsteht und als seltene, meist erst nach vielen Jahren auftretende Spätfolge einer chronischen, unbehandelten oder unzureichend behandelten Rosazea gilt. Diese Erkrankung betrifft weit überwiegend Männer im mittleren bis höheren Lebensalter und führt zu einer deutlich sichtbaren, entstellenden Veränderung der Nasenform, die für viele Betroffene mit einer erheblichen psychischen sowie sozialen Belastung verbunden ist, da das äußere Erscheinungsbild fälschlicherweise häufig mit übermäßigem Alkoholkonsum in Verbindung gebracht wird, obwohl ein solcher Zusammenhang wissenschaftlich nicht belegt ist.

Ursachen

Das Rhinophym entsteht als Spätfolge einer über viele Jahre bestehenden, chronischen Rosazea, bei der die anhaltende entzündliche Reizung der Gesichtshaut im Bereich der Nase zu einer fortschreitenden Vermehrung sowohl der Talgdrüsen als auch des umliegenden Bindegewebes führt, wodurch sich die Nase im Laufe der Zeit zunehmend vergrößert und verformt. Weit überwiegend sind Männer betroffen, was auf eine mögliche Rolle männlicher Geschlechtshormone bei der übermäßigen Talgdrüsenvermehrung hindeutet, wenngleich der genaue Mechanismus nicht vollständig verstanden ist. Entgegen einer weitverbreiteten, jedoch wissenschaftlich nicht belegten Annahme besteht kein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Entstehung eines Rhinophyms und einem übermäßigen Alkoholkonsum, auch wenn Alkohol als bekannter Auslösefaktor für akute Rosazea-Schübe gilt und dieser Zusammenhang möglicherweise zu der weitverbreiteten Fehlvorstellung beigetragen hat.

Symptome

Das Rhinophym äußert sich durch eine langsam über Jahre fortschreitende, zunehmende Vergrößerung sowie Verdickung der Nase, die sich durch eine unregelmäßige, knollenartige Oberflächenstruktur mit deutlich erweiterten, sichtbaren Talgdrüsenöffnungen sowie einer charakteristischen, gerötet-bläulichen Hautfarbe auszeichnet. Die betroffene Haut fühlt sich durch die vermehrte Talgproduktion häufig fettig und glänzend an, wobei die zunehmende Größe der Nase in ausgeprägten Fällen zu einer funktionellen Beeinträchtigung der Nasenatmung führen kann, wenn die Vergrößerung die Nasenöffnungen mit betrifft. Begleitende Zeichen der zugrunde liegenden Rosazea, insbesondere eine anhaltende Gesichtsrötung sowie sichtbar erweiterte kleine Blutgefäße der übrigen Gesichtshaut, sind bei den meisten Betroffenen zusätzlich vorhanden.

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Diagnostik

Die Diagnose des Rhinophyms wird ausschließlich klinisch anhand des charakteristischen, leicht erkennbaren äußeren Erscheinungsbildes der knollenartig vergrößerten Nase gestellt, ohne dass eine weiterführende apparative Diagnostik notwendig ist. Eine sorgfältige Anamnese mit Frage nach einer vorausgegangenen, langjährigen Rosazea-Erkrankung unterstützt die Diagnosestellung zusätzlich und hilft, die typische Krankheitsentwicklung nachzuvollziehen. Bei untypischem Erscheinungsbild oder Unsicherheit in der Abgrenzung von anderen, selteneren Ursachen einer Nasenvergrößerung kann eine Gewebeprobe zur endgültigen Diagnosesicherung entnommen werden, in der sich die charakteristische Vermehrung von Talgdrüsen- sowie Bindegewebe zeigt.

Behandlung

Die Behandlung des bereits ausgeprägten Rhinophyms erfolgt in aller Regel operativ, wobei das überschüssige, verdickte Gewebe mittels verschiedener chirurgischer Techniken, etwa durch eine schichtweise Abtragung mit dem Skalpell, einem Laser oder speziellen elektrochirurgischen Verfahren, entfernt wird, um die ursprüngliche Nasenform bestmöglich wiederherzustellen. Diese operative Behandlung wird von erfahrenen dermatochirurgisch oder plastisch-chirurgisch tätigen Fachärztinnen und Fachärzten durchgeführt und erzielt bei den meisten Betroffenen ein sehr gutes kosmetisches sowie funktionelles Ergebnis. Ergänzend zur operativen Behandlung des bereits entstandenen Rhinophyms wird eine konsequente Behandlung der zugrunde liegenden Rosazea empfohlen, um ein erneutes Fortschreiten der Erkrankung nach der operativen Korrektur zu verhindern.

Verlauf und Prognose

Die Prognose des Rhinophyms nach erfolgreicher operativer Behandlung ist bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen sehr gut, wobei sich die Nasenform deutlich verbessert und die betroffene Haut nach der Abheilung meist ein zufriedenstellendes, glattes Erscheinungsbild aufweist. Ohne operative Behandlung schreitet das Rhinophym in der Regel langsam, jedoch kontinuierlich weiter fort und kann bei sehr ausgeprägten Verläufen zu einer zunehmenden Beeinträchtigung der Nasenatmung führen. Eine konsequente, langfristige Behandlung der zugrunde liegenden Rosazea auch nach erfolgreicher operativer Korrektur des Rhinophyms wird empfohlen, um das Risiko für ein erneutes Fortschreiten der Talgdrüsen- sowie Bindegewebsvermehrung zu minimieren.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Entsteht ein Rhinophym durch übermäßigen Alkoholkonsum?

Nein, dieser weitverbreitete Zusammenhang ist wissenschaftlich nicht belegt, auch wenn Alkohol als Auslösefaktor für akute Rosazea-Schübe gilt.

Wer ist am häufigsten betroffen?

Weit überwiegend Männer im mittleren bis höheren Lebensalter.

Welche Erkrankung geht dem Rhinophym meist voraus?

Eine über viele Jahre bestehende, chronische Rosazea.

Wie wird ein bereits ausgeprägtes Rhinophym behandelt?

In aller Regel operativ, durch eine schichtweise Abtragung des überschüssigen Gewebes mittels Skalpell, Laser oder elektrochirurgischer Verfahren.

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