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Verletzungen des Bewegungsapparats

Prellung (Kontusion)

Eine Prellung (Kontusion) entsteht durch stumpfe Gewalteinwirkung — einen Stoß, Schlag oder Sturz — auf Gewebe, ohne dass die Haut selbst verletzt wird. Sie zählt zu den häufigsten Verletzungen überhaupt und heilt in den meisten Fällen folgenlos ab.

Was bei einer Prellung im Gewebe passiert

Die Krafteinwirkung schädigt kleine Blutgefäße und Gewebestrukturen unter der intakten Haut — es entstehen Schwellung, Schmerz, Bewegungseinschränkung und oft ein Bluterguss (Hämatom), der durch ausgetretenes Blut im Gewebe entsteht und sich über die folgenden Tage typisch grün-gelb verfärbt.

Die PECH-Regel bei Prellungen

Wie bei einer Verstauchung gilt die PECH-Regel: Pause (Belastung stoppen), Eis (kühlen, mit Tuch als Hautschutz), Compression (elastischer Verband bei Bedarf), Hochlagern (über Herzhöhe, wo möglich) — diese Maßnahmen lindern Schmerz und begrenzen die Schwellung in den ersten 24 bis 48 Stunden am wirksamsten.

Wann trotzdem ein Bruch ausgeschlossen werden sollte

Sehr starke Schmerzen, deutliche Schwellung, sichtbare Fehlstellung, vollständige Bewegungsunfähigkeit oder Druckschmerz genau über einem Knochen (statt im Weichteilgewebe) sprechen eher für einen Bruch als für eine reine Prellung — dann sollte geröntgt werden, um einen Bruch auszuschließen (siehe Knochenbruch).

Prellungen an empfindlichen Körperregionen

Prellungen am Kopf (siehe Schädel-Hirn-Trauma), am Brustkorb (können die Atmung beeinträchtigen oder innere Organe betreffen) oder am Bauch verdienen besondere Aufmerksamkeit — hier sollte bei stärkeren Beschwerden oder Begleitsymptomen wie Atemnot oder Bauchschmerzen eher ärztlich abgeklärt werden als bei einer Prellung an Arm oder Bein.

Wann ärztliche Abklärung sinnvoll ist

Bei anhaltenden starken Schmerzen über mehrere Tage, ausbleibender Besserung, sehr großem oder wachsendem Bluterguss, Taubheitsgefühl oder eingeschränkter Durchblutung des betroffenen Bereichs sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis ein blauer Fleck verschwindet?

In der Regel etwa ein bis zwei Wochen, wobei sich die Farbe im Verlauf von blau-violett über grün zu gelb verändert, bevor sie vollständig abklingt.

Darf man eine Prellung wärmen?

In den ersten ein bis zwei Tagen ist Kühlen sinnvoller, um Schwellung und Entzündung zu begrenzen — Wärme kann später, wenn die akute Schwellung abgeklungen ist, die Durchblutung und damit die Heilung fördern.

Ist ein großer Bluterguss automatisch ein Warnzeichen?

Nicht zwingend, aber ein ungewöhnlich großer, schnell wachsender oder sehr schmerzhafter Bluterguss — besonders bei Einnahme blutverdünnender Medikamente — sollte ärztlich beurteilt werden.

Wie unterscheidet man eine Prellung von einer Zerrung?

Eine Prellung entsteht durch äußere Gewalteinwirkung (Stoß, Schlag) auf das Gewebe, eine Zerrung durch Überdehnung eines Muskels oder Bandes ohne äußeren Stoß — die Erstmaßnahmen (PECH-Regel) ähneln sich in beiden Fällen.

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