Polymorphe Lichtdermatose (Sonnenallergie)
Die polymorphe Lichtdermatose, umgangssprachlich häufig als Sonnenallergie bezeichnet, ist eine der häufigsten durch Sonnenlicht ausgelösten Hautreaktionen, die durch eine juckende, aus kleinen Knötchen, Bläschen oder Flecken bestehende Hautveränderung an sonnenexponierten Körperstellen gekennzeichnet ist. Diese Erkrankung tritt typischerweise einige Stunden bis wenige Tage nach intensiverer Sonneneinstrahlung auf sowie zeigt sich besonders häufig zu Beginn der sonnenreichen Jahreszeit, wenn die Haut noch nicht an die intensivere UV-Strahlung gewöhnt ist. Trotz der volkstümlichen Bezeichnung handelt es sich nicht um eine klassische, durch das Immunsystem gegen einen Fremdstoff gerichtete Allergie im eigentlichen Sinne.
Veröffentlicht: 16. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Die polymorphe Lichtdermatose entsteht durch eine überschießende Hautreaktion auf ultraviolette Strahlung, wobei die genaue zugrunde liegende Ursache dieser Überempfindlichkeit nicht abschließend geklärt ist. Es wird angenommen, dass durch die UV-Strahlung körpereigene Hautbestandteile so verändert werden, dass das Immunsystem der Haut darauf mit einer entzündlichen Reaktion antwortet. Eine noch nicht an die Sonne gewöhnte Haut zu Beginn der sonnenreichen Jahreszeit sowie eine besonders intensive, plötzliche Sonneneinstrahlung begünstigen das Auftreten zusätzlich.
Symptome
Die polymorphe Lichtdermatose äußert sich durch stark juckende, kleine Knötchen, Bläschen, Flecken oder Quaddeln, die einige Stunden bis wenige Tage nach intensiverer Sonneneinstrahlung an den zuvor unbedeckten, sonnenexponierten Körperstellen, insbesondere Dekolleté, Armen sowie Gesicht, auftreten. Die Ausprägung des Hautbildes kann von Person zu Person sowie sogar von Episode zu Episode bei derselben Person unterschiedlich ausfallen, was der Erkrankung ihren Namen gibt. Die Beschwerden klingen nach einigen Tagen bis wenigen Wochen meist von selbst wieder ab.
Diagnostik
Die Diagnose der polymorphen Lichtdermatose wird überwiegend klinisch anhand des charakteristischen zeitlichen Zusammenhangs mit einer vorausgegangenen Sonneneinstrahlung sowie des typischen Verteilungsmusters an sonnenexponierten Hautstellen gestellt. Eine sogenannte Lichttestung, bei der die Haut gezielt mit UV-Strahlung bestrahlt wird, kann die Diagnose in unklaren Fällen zusätzlich bestätigen sowie zur Abgrenzung von anderen, selteneren lichtbedingten Hautkrankheiten beitragen.
Behandlung
Die Behandlung der akuten polymorphen Lichtdermatose besteht in einer konsequenten weiteren Meidung intensiver Sonneneinstrahlung sowie dem Einsatz kühlender, juckreizlindernder sowie kortisonhaltiger Cremes. Zur Vorbeugung wird eine schrittweise, langsam gesteigerte Gewöhnung der Haut an die Sonne zu Beginn der sonnenreichen Jahreszeit empfohlen, ergänzt durch einen konsequenten, hochwirksamen Sonnenschutz. Bei besonders ausgeprägten, wiederkehrenden Beschwerden kann eine vorbeugende Lichttherapie unter ärztlicher Aufsicht vor Beginn der sonnenreichen Jahreszeit erwogen werden.
Verlauf und Prognose
Die Prognose der polymorphen Lichtdermatose ist gut, da die einzelnen Episoden nach Meidung weiterer Sonneneinstrahlung innerhalb weniger Tage bis Wochen folgenlos abheilen. Die Erkrankung neigt jedoch dazu, in den Folgejahren zu Beginn der sonnenreichen Jahreszeit erneut aufzutreten, wobei sich die Haut im Laufe des Sommers durch die zunehmende Gewöhnung an die Sonne häufig von selbst zunehmend toleranter zeigt. Ein konsequenter, vorausschauender Sonnenschutz kann das Auftreten sowie das Ausmaß künftiger Episoden deutlich vermindern.
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Häufige Fragen
Ist die polymorphe Lichtdermatose eine echte Allergie?
Nein, es handelt sich nicht um eine klassische Allergie im eigentlichen Sinne.
Wann tritt sie besonders häufig auf?
Zu Beginn der sonnenreichen Jahreszeit.
Wie lange dauert eine Episode meist an?
Einige Tage bis wenige Wochen.
Wie kann vorgebeugt werden?
Durch schrittweise Gewöhnung der Haut an die Sonne sowie konsequenten Sonnenschutz.
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