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Haut & Hautkrankheiten

Granuloma anulare

Das Granuloma anulare ist eine gutartige, entzündliche Hauterkrankung, die sich typischerweise als ein oder mehrere ringförmig angeordnete, hautfarbene bis rötlich-bräunliche Knötchen zeigt, häufig an Händen, Füßen oder Ellenbogen. Der Name leitet sich vom charakteristischen ringförmigen Erscheinungsbild ab, das entsteht, wenn sich die kleinen Knötchen zu einem Kreis oder Halbkreis anordnen, während die Haut in der Mitte des Rings meist unauffällig bleibt. Die genaue Ursache dieser Hautveränderung ist bislang nicht vollständig geklärt, wobei feingeweblich eine umschriebene Entzündungsreaktion im Bindegewebe der Haut nachweisbar ist. Das Granuloma anulare betrifft Menschen jeden Alters, tritt jedoch besonders häufig bei Kindern und jüngeren Erwachsenen auf, und verläuft in der überwiegenden Mehrheit der Fälle gutartig und ohne Beschwerden, wobei ein spontanes Abheilen innerhalb von Monaten bis wenigen Jahren typisch ist.

Ursachen

Die genaue Ursache des Granuloma anulare ist bis heute nicht abschließend geklärt. Es wird angenommen, dass eine lokal begrenzte, fehlgeleitete Immunreaktion gegen Bestandteile des Bindegewebes der Haut zur charakteristischen entzündlichen Veränderung führt, wobei der genaue Auslöser dieser Reaktion meist unbekannt bleibt. Bei einem Teil der Betroffenen wird ein zeitlicher Zusammenhang mit vorangegangenen Insektenstichen, kleineren Hautverletzungen oder Infektionen beschrieben, ohne dass ein eindeutiger ursächlicher Zusammenhang bewiesen ist. Bei der selteneren, generalisierten, den ganzen Körper betreffenden Form wird gelegentlich ein Zusammenhang mit einem Diabetes mellitus oder anderen Stoffwechselerkrankungen diskutiert, wobei dieser Zusammenhang nicht bei allen Betroffenen nachweisbar ist und weiterhin Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion ist. Eine erbliche Veranlagung wird ebenfalls vermutet, ist jedoch nicht abschließend belegt.

Symptome

Charakteristisch sind ein oder mehrere kleine, feste, hautfarbene bis rötlich-bräunliche Knötchen, die sich häufig zu einem ring- oder halbringförmigen Muster anordnen, wobei die Haut innerhalb des Rings meist unauffällig erscheint. Die Veränderungen treten am häufigsten an den Streckseiten der Hände, Finger, Ellenbogen oder Füße auf, können grundsätzlich aber an jeder Körperstelle vorkommen. Die betroffenen Hautbereiche verursachen in der überwiegenden Mehrheit der Fälle keine Beschwerden wie Juckreiz oder Schmerzen, weshalb viele Betroffene die Veränderung zunächst nur als kosmetisch störend wahrnehmen. Bei der selteneren, generalisierten Form können zahlreiche, über größere Teile des Körpers verteilte Knötchen auftreten, die mitunter zusammenfließen und größere, netzartige Muster bilden. Eine Rückbildung der Hautveränderungen erfolgt bei den meisten Betroffenen spontan im Verlauf von Monaten bis wenigen Jahren.

Diagnostik

Die Diagnose des Granuloma anulare wird in den meisten Fällen bereits anhand des charakteristischen klinischen Erscheinungsbildes gestellt, insbesondere der typischen ringförmigen Anordnung der Knötchen bei unauffälliger Haut in der Ringmitte. Bei untypischem Erscheinungsbild oder zur Abgrenzung von anderen Hauterkrankungen mit ähnlichem Aussehen, etwa bestimmten Pilzinfektionen oder anderen entzündlichen Hauterkrankungen, kann eine Hautbiopsie mit feingeweblicher Untersuchung zur Diagnosesicherung beitragen, bei der die charakteristischen entzündlichen Veränderungen im Bindegewebe der Haut nachgewiesen werden können. Bei Verdacht auf die generalisierte Form oder bei entsprechenden Risikofaktoren kann eine Blutuntersuchung zur Abklärung eines möglicherweise begleitenden Diabetes mellitus sinnvoll sein, auch wenn dieser Zusammenhang nicht bei allen Betroffenen besteht.

Behandlung

Da das Granuloma anulare in der überwiegenden Mehrheit der Fälle beschwerdefrei verläuft und spontan von selbst abheilt, ist häufig keine spezifische Behandlung notwendig, sondern zunächst ein abwartendes Vorgehen mit regelmäßiger Verlaufsbeobachtung angezeigt. Bei kosmetisch störenden oder ausgeprägten Veränderungen können örtlich angewendete, entzündungshemmende Kortisoncremes oder -salben eingesetzt werden, um die Rückbildung zu beschleunigen, wobei ihr Erfolg individuell unterschiedlich ausfällt. Bei umschriebenen, hartnäckigen Herden kann in Einzelfällen eine gezielte Injektion eines Kortisonpräparats direkt in die betroffene Hautstelle erwogen werden. Bei der selteneren, generalisierten Form können, sofern die Behandlung überhaupt gewünscht wird, weitere Verfahren wie eine Lichttherapie in Betracht gezogen werden, wobei die Evidenz für die Wirksamkeit der verschiedenen Behandlungsansätze insgesamt begrenzt ist.

Verlauf und Prognose

Das Granuloma anulare hat insgesamt eine sehr gute Prognose, da es sich um eine gutartige Hauterkrankung ohne bleibende Organschäden handelt. Bei der Mehrheit der Betroffenen bilden sich die Hautveränderungen innerhalb weniger Monate bis zu zwei Jahren spontan und ohne Behandlung vollständig zurück, ohne Narben oder andere bleibende Hautveränderungen zu hinterlassen. Ein erneutes Auftreten an derselben oder einer anderen Körperstelle ist bei einem Teil der Betroffenen möglich, verläuft dann jedoch meist ebenso gutartig wie die erste Episode. Bei der selteneren, generalisierten Form kann der Verlauf etwas hartnäckiger und langwieriger sein, wobei auch hier die Langzeitprognose insgesamt günstig bleibt. Eine bösartige Entartung oder ernste Komplikationen sind beim Granuloma anulare nicht zu erwarten.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Ist Granuloma anulare ansteckend?

Nein, es handelt sich um eine nicht-infektiöse, gutartige entzündliche Hauterkrankung, die nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

Muss Granuloma anulare immer behandelt werden?

Nein, da die Veränderungen meist beschwerdefrei sind und sich innerhalb von Monaten bis wenigen Jahren spontan zurückbilden, ist häufig keine Behandlung notwendig. Bei kosmetischem Leidensdruck können unterstützende Behandlungen erwogen werden.

Besteht ein Zusammenhang zwischen Granuloma anulare und Diabetes?

Bei der selteneren, generalisierten Form wird ein möglicher Zusammenhang mit Diabetes mellitus diskutiert, dieser ist jedoch nicht bei allen Betroffenen nachweisbar und wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt.

Hinterlässt Granuloma anulare Narben?

In der Regel nicht, die Hautveränderungen bilden sich meist vollständig zurück, ohne Narben oder andere bleibende Veränderungen der Haut zu hinterlassen.

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