Mukokutane Leishmaniose
Die mukokutane Leishmaniose ist eine durch den Stich infizierter Sandmücken übertragene Parasitenerkrankung, die vor allem in Mittel- und Südamerika vorkommt. Im Unterschied zur rein kutanen Form greift sie zusätzlich auf die Schleimhäute von Nase, Mund und Rachen über und kann dort zu entstellenden Gewebezerstörungen führen.
Ursachen
Die Übertragung erfolgt durch den Stich infizierter Sandmücken, die bestimmte Leishmanien-Arten übertragen, welche eine besondere Neigung haben, sich nach einer anfänglichen Hautinfektion Jahre später auf die Schleimhäute auszubreiten. Ein geschwächtes Immunsystem begünstigt das Fortschreiten der Erkrankung.
Symptome
Zunächst entsteht meist ein langsam heilendes Hautgeschwür an der Einstichstelle. Jahre später kann sich, ausgehend von diesem Herd, eine fortschreitende Zerstörung der Schleimhäute von Nase, Mund und Rachen entwickeln, die zu Verstopfung der Nase, Geschwüren und im fortgeschrittenen Stadium zu erheblichen Entstellungen des Gesichts führen kann.
Diagnostik
Die Diagnose stützt sich auf den Nachweis der Parasiten in einer Gewebeprobe der betroffenen Haut- oder Schleimhautstelle sowie auf spezielle Labortests. Die Reiseanamnese mit Aufenthalt in einer betroffenen Region Mittel- oder Südamerikas liefert wichtige Hinweise.
Behandlung
Die Behandlung erfolgt mit speziellen, gegen Leishmanien gerichteten Medikamenten, die meist über mehrere Wochen verabreicht werden und in der Regel eine intensivere Behandlung erfordern als die rein kutane Form. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, um ein Fortschreiten der Schleimhautzerstörung zu verhindern.
Verlauf und Prognose
Unbehandelt schreitet die mukokutane Leishmaniose langsam fort und kann zu erheblichen, bleibenden Entstellungen des Gesichts führen. Mit rechtzeitiger, konsequenter Behandlung lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung meist stoppen, bereits eingetretene Gewebeschäden bilden sich jedoch nur teilweise zurück.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Mukokutane Leishmaniose: Ursachen, Symptome, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Warum ist die mukokutane Form gefährlicher als die kutane Leishmaniose?
Weil sie zusätzlich die Schleimhäute von Nase, Mund und Rachen befällt und dort zu entstellenden Gewebezerstörungen führen kann.
Wie viel Zeit kann zwischen Hautbefall und Schleimhautbefall vergehen?
Mitunter mehrere Jahre.
Wie wird die mukokutane Leishmaniose behandelt?
Mit speziellen, gegen Leishmanien gerichteten Medikamenten über mehrere Wochen.
Bilden sich bereits eingetretene Gewebeschäden vollständig zurück?
Meist nur teilweise, weshalb eine frühzeitige Behandlung besonders wichtig ist.
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