Leishmaniose
Die Leishmaniose ist eine parasitäre Infektionskrankheit, die durch einzellige Parasiten der Gattung Leishmania verursacht und durch den Stich infizierter Sandmücken auf den Menschen übertragen wird. Sie kommt in vielen tropischen und subtropischen Regionen sowie im Mittelmeerraum vor und zeigt sich je nach Erregertyp und Immunlage entweder als örtlich begrenzte Hauterkrankung oder als schwere, innere Organe befallende Erkrankung.
Veröffentlicht: 7. Sep. 2026 · Redaktion: Personal Paramedic e.K.
Ursachen
Die Übertragung erfolgt durch den Stich weiblicher Sandmücken, die die Leishmania-Parasiten von infizierten Tieren, vor allem Hunden und Nagetieren, oder von bereits infizierten Menschen aufnehmen und beim nächsten Stich weitergeben. Je nach Leishmania-Art und individueller Immunantwort des Menschen kann die Infektion auf die Haut begrenzt bleiben (kutane Leishmaniose) oder sich im gesamten Körper ausbreiten und innere Organe wie Milz, Leber und Knochenmark befallen (viszerale Leishmaniose).
Symptome
Die kutane Leishmaniose zeigt sich einige Wochen nach dem Stich als langsam wachsendes, schmerzloses Hautgeschwür an der Einstichstelle, das über Monate bestehen bleibt und meist von selbst, aber mit einer sichtbaren Narbe abheilt. Die deutlich seltenere, aber schwerere viszerale Leishmaniose verursacht anhaltendes Fieber, eine ausgeprägte Vergrößerung von Milz und Leber, Gewichtsverlust sowie eine zunehmende Blutarmut und kann unbehandelt tödlich verlaufen.
Diagnostik
Die Diagnose der kutanen Form wird durch den mikroskopischen oder molekularbiologischen Nachweis der Parasiten in einer Gewebeprobe aus dem Hautgeschwür gestellt. Bei Verdacht auf eine viszerale Leishmaniose werden die Parasiten meist aus einer Knochenmark- oder Milzpunktion nachgewiesen, ergänzend stehen Bluttests zum Nachweis von Antikörpern gegen die Parasiten zur Verfügung.
Behandlung
Kleine, kutane Hautgeschwüre heilen bei einem Teil der Betroffenen auch ohne Behandlung von selbst ab, größere oder kosmetisch störende Läsionen werden mit örtlichen oder systemischen antiparasitären Medikamenten behandelt. Die viszerale Leishmaniose erfordert immer eine systemische Behandlung mit speziellen antiparasitären Medikamenten, meist über die Vene verabreicht, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.
Verlauf und Prognose
Die kutane Leishmaniose hat eine gute Prognose und heilt in aller Regel folgenlos bis auf eine bleibende Narbe ab. Die viszerale Leishmaniose verläuft unbehandelt häufig tödlich, mit rechtzeitiger Diagnose und konsequenter Behandlung ist die Prognose jedoch deutlich besser. Reisende in betroffene Regionen können sich durch Insektenschutzmittel und imprägnierte Kleidung wirksam vor Sandmückenstichen schützen.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wo kommt die Leishmaniose vor?
In vielen tropischen und subtropischen Regionen sowie im Mittelmeerraum, wo die übertragenden Sandmücken heimisch sind.
Muss jedes Hautgeschwür bei kutaner Leishmaniose behandelt werden?
Nicht immer, kleine Geschwüre heilen bei einem Teil der Betroffenen auch ohne Behandlung von selbst ab, größere oder störende Läsionen werden jedoch behandelt.
Wie gefährlich ist die viszerale Form?
Sehr gefährlich, sie kann unbehandelt tödlich verlaufen, weshalb bei Verdacht immer eine systemische antiparasitäre Behandlung erfolgen muss.
Wie kann man sich vor einer Infektion schützen?
Durch Insektenschutzmittel und imprägnierte Kleidung, die vor Sandmückenstichen schützen, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden.
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