Mesotheliom
Das Mesotheliom entsteht aus dem Mesothel, der dünnen Gewebeschicht, die Brustfell, Bauchfell und Herzbeutel auskleidet. Am häufigsten ist das Pleuramesotheliom. Der wichtigste Auslöser ist Asbest. Zwischen Kontakt und Erkrankung liegen oft dreißig bis vierzig Jahre. Asbest ist in Deutschland seit den 1990er Jahren verboten.
Ursachen
Hauptursache ist das Einatmen von Asbestfasern, häufig im Beruf, etwa in Bau, Werft, Bremsbelagherstellung und Isolierung, oder bei Familienangehörigen durch Staub an Kleidung. Weitere seltene Ursachen sind Strahlung und bestimmte Mineralfasern.
Symptome
Beim Pleuramesotheliom treten Atemnot, Brustschmerz, trockener Husten, Wasser im Brustfellspalt, Abgeschlagenheit und Gewichtsverlust auf. Das Peritonealmesotheliom verursacht Bauchschmerzen, Bauchumfangszunahme und Verdauungsbeschwerden. Beim Herzbeutel-Mesotheliom entstehen Herzbeschwerden und Flüssigkeit um das Herz.
Diagnostik
Röntgen und Computertomografie zeigen Verdickungen und Erguss. Die Gewebeprobe durch Spiegelung oder Punktion sichert die Diagnose. Ergänzende Untersuchungen bestimmen das Stadium.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach Stadium und Zustand. Möglich sind Chemotherapie, Immuntherapie, Operation in ausgewählten Frühfällen, Strahlentherapie und Maßnahmen gegen Erguss und Schmerzen. Palliative Betreuung verbessert die Lebensqualität. Bei akuter Atemnot ist der Notruf 112 zu wählen.
Verlauf und Prognose
Die Prognose ist meist ungünstig, da der Tumor spät entdeckt wird. Bei Asbestexposition im Beruf besteht Anspruch auf Meldung als Berufskrankheit und Entschädigung. Vorsorgeuntersuchungen für Exponierte werden angeboten.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was verursacht Mesotheliome?
Meist Asbest, mit oft dreißig bis vierzig Jahren Verzögerung.
Ist die Erkrankung eine Berufskrankheit?
Ja, bei beruflichem Asbestkontakt kann sie als solche anerkannt werden.
Wie wird sie behandelt?
Mit Chemo- und Immuntherapie, in Einzelfällen Operation und palliativer Betreuung.
Wann zur Ärztin oder zum Arzt?
Bei anhaltender Atemnot oder Brustschmerz, besonders nach früherem Asbestkontakt.
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