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Frauengesundheit

Mastitis (Brustdrüsenentzündung)

Die Mastitis ist eine Entzündung des Brustdrüsengewebes, die am häufigsten während der Stillzeit auftritt, aber auch unabhängig davon vorkommen kann. Sie äußert sich durch eine schmerzhafte, gerötete und überwärmte Schwellung der betroffenen Brust und kann, wenn sie unbehandelt bleibt, in einen Abszess übergehen.

Ursachen

Während der Stillzeit entsteht eine Mastitis meist durch einen Milchstau, bei dem sich Milch in einem Teil der Brustdrüse staut und das umliegende Gewebe reizt; über kleine Verletzungen oder Rhagaden an der Brustwarze können zusätzlich Bakterien eindringen und eine bakterielle Entzündung auslösen. Außerhalb der Stillzeit ist eine Mastitis seltener und kann etwa durch eine Verletzung, ein Piercing oder, bei älteren Frauen, im Rahmen einer selteneren, chronisch verlaufenden Entzündungsform auftreten.

Symptome

Kennzeichnend sind eine schmerzhafte, gerötete, überwärmte und geschwollene Stelle in der Brust, die sich keilförmig ausbreiten kann. Häufig begleiten grippeähnliche Symptome wie Fieber, Schüttelfrost und allgemeines Krankheitsgefühl die örtlichen Beschwerden. Bildet sich innerhalb der entzündeten Region eine abgekapselte Eiteransammlung, spricht man von einem Brustabszess, der sich als besonders druckschmerzhafte, prall-elastische Schwellung zeigt.

Diagnostik

Die Diagnose wird meist bereits durch die körperliche Untersuchung der betroffenen Brust gestellt. Bei Verdacht auf einen Abszess oder bei unklarem Befund hilft eine Ultraschalluntersuchung, eine abgekapselte Eiteransammlung von einer reinen Gewebeentzündung zu unterscheiden. Bei unklaren oder wiederkehrenden Befunden außerhalb der Stillzeit kann eine weitergehende Abklärung notwendig sein, um andere Ursachen für die Brustveränderung auszuschließen.

Behandlung

Bei einer stillbedingten Mastitis stehen weiteres, regelmäßiges Stillen oder Abpumpen zur Entleerung der Brust, Kühlung sowie Schmerzmittel im Vordergrund; ein Abstillen ist in den meisten Fällen nicht notwendig und wird nur bei besonderen Umständen empfohlen. Bei Anzeichen einer bakteriellen Infektion oder ausbleibender Besserung wird eine Antibiotikabehandlung eingeleitet. Ein bereits entstandener Abszess muss in der Regel durch eine Punktion oder kleine Operation entleert werden.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Behandlung heilt eine Mastitis meist innerhalb weniger Tage folgenlos aus, ohne dass abgestillt werden muss. Wird die Entzündung nicht behandelt, kann sich ein Abszess entwickeln, der eine intensivere Behandlung erfordert und die Stillzeit erschwert. Wiederkehrende Milchstaus können durch regelmäßiges, vollständiges Entleeren der Brust sowie eine gute Stilltechnik in vielen Fällen verhindert werden.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Muss man bei einer Mastitis abstillen?

In den meisten Fällen nicht, weiteres Stillen oder Abpumpen unterstützt sogar die Entleerung der Brust und die Heilung; nur in besonderen Fällen wird ein Abstillen empfohlen.

Woran erkennt man einen Brustabszess?

An einer besonders druckschmerzhaften, prall-elastischen Schwellung innerhalb der entzündeten Region, die auf eine abgekapselte Eiteransammlung hinweist.

Wann ist eine Antibiotikabehandlung notwendig?

Bei Anzeichen einer bakteriellen Infektion oder wenn sich die Beschwerden trotz Entleerung der Brust und Kühlung nicht bessern.

Kann man einer Mastitis vorbeugen?

Regelmäßiges, vollständiges Entleeren der Brust sowie eine gute Stilltechnik können Milchstaus und damit das Risiko für eine Mastitis deutlich senken.

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