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Innere Medizin

Psittakose (Papageienkrankheit)

Die Psittakose, umgangssprachlich auch Papageienkrankheit genannt, ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Chlamydia psittaci verursacht und vom Menschen hauptsächlich durch den Kontakt mit infizierten Vögeln, insbesondere Papageien und anderen Ziervögeln, sowie durch das Einatmen von getrocknetem Vogelkot aufgenommen wird.

Ursachen

Die Übertragung erfolgt meist durch das Einatmen von getrocknetem Kot, Federstaub oder Sekreten infizierter Vögel, die selbst häufig keine oder nur milde Krankheitszeichen zeigen. Besonders gefährdet sind Menschen mit intensivem Vogelkontakt, etwa in der Geflügelzucht, in Zoohandlungen oder als private Halter von Ziervögeln. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich, aber selten.

Symptome

Die Erkrankung äußert sich meist mit plötzlich einsetzendem hohem Fieber, starken Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und trockenem Husten, die einer schweren Grippe ähneln können. Bei einem Teil der Betroffenen entwickelt sich eine Lungenentzündung mit zunehmender Atemnot, in schweren Fällen kann es zu einer Beteiligung weiterer Organe wie Leber oder Herz kommen.

Diagnostik

Die Diagnose wird durch spezielle Bluttests gestellt, die Antikörper gegen das Bakterium oder direkt dessen Erbmaterial nachweisen können. Da die Symptome unspezifisch sind, ist eine sorgfältige Erhebung der Vorgeschichte mit Vogelkontakt entscheidend, um überhaupt an diese Erkrankung zu denken und die passende Diagnostik einzuleiten. Eine Röntgenaufnahme der Lunge kann eine begleitende Lungenentzündung zeigen.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt mit einem Antibiotikum aus der Gruppe der Tetrazykline, das gezielt gegen das Bakterium wirksam ist und meist über mehrere Wochen eingenommen werden muss, um eine vollständige Ausheilung zu erreichen. Bei schwerem Verlauf mit ausgeprägter Lungenentzündung kann eine stationäre Behandlung mit unterstützender Sauerstoffgabe notwendig werden.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger Diagnose und antibiotischer Behandlung ist die Prognose der Psittakose sehr gut, die meisten Betroffenen erholen sich vollständig. Unbehandelt oder bei sehr schwerem Verlauf kann die Erkrankung, insbesondere bei älteren oder immungeschwächten Personen, zu einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung führen. Erkrankte, häufig auch symptomlos infizierte Vögel sollten tierärztlich mitbehandelt werden, um eine erneute Übertragung zu vermeiden.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Wer ist besonders gefährdet, sich anzustecken?

Vor allem Menschen mit intensivem Vogelkontakt, etwa in der Geflügelzucht, in Zoohandlungen oder als private Halter von Ziervögeln.

Zeigen infizierte Vögel immer Krankheitszeichen?

Nein, sie können das Bakterium tragen und ausscheiden, ohne selbst deutliche Krankheitszeichen zu zeigen, was die Übertragung erschwert zu erkennen macht.

Wie wird die Erkrankung behandelt?

Mit einem Antibiotikum aus der Gruppe der Tetrazykline, das über mehrere Wochen eingenommen werden muss.

Kann sich die Erkrankung von Mensch zu Mensch ausbreiten?

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich, kommt aber nur selten vor; die Hauptübertragung erfolgt über den Kontakt mit infizierten Vögeln.

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