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Vergiftungen

Vergiftung durch Makrolide

Makrolide sind Antibiotika, die bei Atemwegs-, Haut- und einigen Darminfektionen eingesetzt werden. Sie sind meist gut verträglich, können aber in hoher Dosierung oder bei Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten den Herzrhythmus stören. Schwere Vergiftungen sind selten.

Ursachen

Zu hohe Dosierung, versehentliche Einnahme durch Kinder und Wechselwirkungen sind die häufigsten Ursachen. Clarithromycin und Erythromycin hemmen den Abbau vieler anderer Medikamente in der Leber und können deren Wirkung gefährlich verstärken. Leber- oder Nierenerkrankungen erhöhen das Risiko.

Symptome

Häufig sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Durchfall. Bei hohen Dosen kommen Ohrensausen, Schwerhörigkeit, Schwindel und Leberschäden hinzu. Gefährlich sind Herzrhythmusstörungen mit verlängerter QT-Zeit, Herzrasen, Ohnmacht und selten Kreislaufstillstand.

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Diagnostik

Es werden Einnahmemenge, Begleitmedikamente und Vorerkrankungen erfragt. EKG mit QT-Zeit, Blutsalze, Leber- und Nierenwerte sowie das Hörvermögen werden kontrolliert.

Behandlung

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel. Nach Einnahme großer Mengen wird ärztlicher Rat oder das Giftinformationszentrum eingeholt, kein Erbrechen auslösen. Behandelt werden Beschwerden, Blutsalze werden ausgeglichen und der Herzrhythmus wird überwacht. Bei Rhythmusstörungen oder Bewusstlosigkeit ist der Notruf 112 zu wählen.

Verlauf und Prognose

Die meisten Vergiftungen verlaufen leicht und klingen nach Tagen ab, Hörstörungen bilden sich meist zurück. Bei rechtzeitiger Überwachung ist die Prognose gut. Vorbeugend sind Wechselwirkungen zu beachten und Arzneimittel kindersicher aufzubewahren.

Weiterführende Informationen der Organisation

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Gibt es ein Gegenmittel?

Nein, die Behandlung richtet sich nach den Beschwerden und dem Herzrhythmus.

Warum werden Wechselwirkungen betont?

Makrolide können den Abbau anderer Medikamente hemmen und deren Wirkung verstärken.

Kann das Gehör betroffen sein?

Ja, bei hoher Dosis sind Ohrensausen und Schwerhörigkeit möglich, die sich meist zurückbilden.

Was tun bei Verdacht auf Überdosis?

Das Giftinformationszentrum oder den Notruf 112 anrufen und die Packung bereithalten.

Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen

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