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Häufige Erkrankungen

Keuchhusten (Pertussis)

Keuchhusten (Pertussis) ist eine bakterielle Atemwegsinfektion, die durch schwere, anfallsartige Hustenattacken über Wochen gekennzeichnet ist. Trotz verfügbarer Impfung tritt sie weiterhin auf, weil der Impfschutz mit der Zeit nachlässt — für Säuglinge kann die Erkrankung lebensbedrohlich werden.

Typischer Verlauf

Zunächst ähnelt Keuchhusten mit Schnupfen und leichtem Husten einer gewöhnlichen Erkältung. Nach ein bis zwei Wochen entwickeln sich die charakteristischen, anfallsartigen Hustenstöße, oft gefolgt von einem keuchenden Einatemgeräusch (namensgebend) und teils Erbrechen nach dem Husten. Diese Phase kann sich über mehrere Wochen hinziehen, weshalb Keuchhusten im Englischen auch „hundred-day cough“ genannt wird.

Warum er bei Säuglingen besonders gefährlich ist

Säuglinge, insbesondere in den ersten Lebensmonaten vor Abschluss der Grundimmunisierung, zeigen oft nicht die typischen Hustenanfälle, sondern können stattdessen lebensbedrohliche Atemaussetzer (Apnoen) entwickeln — Keuchhusten bei Säuglingen ist deshalb immer ein ernstzunehmender Notfall.

Warum Erwachsene ihn oft nicht erkennen

Bei Jugendlichen und Erwachsenen, insbesondere mit abgeschwächtem Impfschutz, verläuft Keuchhusten häufig milder und wird oft als „hartnäckiger Husten“ fehlgedeutet — dabei können auch sie die Erkrankung unbemerkt an ungeschützte Säuglinge weitergeben, für die sie besonders gefährlich ist.

Wann ärztliche Hilfe nötig ist

Bei anhaltenden, anfallsartigen Hustenattacken über mehr als ein bis zwei Wochen, insbesondere mit dem charakteristischen keuchenden Geräusch, sollte ärztlich abgeklärt werden. Bei Säuglingen mit Atemaussetzern, bläulicher Verfärbung oder starkem Erbrechen nach Hustenanfällen sofort Notruf 112 oder umgehend eine Kinderklinik aufsuchen.

Impfung als wichtigster Schutz

Die STIKO empfiehlt die Keuchhusten-Impfung als Teil der Grundimmunisierung im Säuglingsalter sowie regelmäßige Auffrischungen, unter anderem auch für Schwangere und enge Kontaktpersonen von Neugeborenen (sogenannte „Kokon-Strategie“), um Säuglinge vor der eigenen Grundimmunisierung indirekt zu schützen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum reicht eine einmalige Impfung nicht dauerhaft?

Der durch die Impfung vermittelte Schutz lässt mit der Zeit nach, weshalb regelmäßige Auffrischungen — auch im Erwachsenenalter — empfohlen werden, um sowohl sich selbst als auch ungeschützte Säuglinge im Umfeld zu schützen.

Wie lange dauert der Husten bei Keuchhusten?

Unbehandelt können die charakteristischen Hustenanfälle sich über mehrere Wochen bis Monate hinziehen — eine frühzeitig begonnene Antibiotikabehandlung verkürzt vor allem die Ansteckungsfähigkeit, beeinflusst den bereits etablierten Husten selbst aber oft nur wenig.

Warum sollten Schwangere geimpft werden?

Eine Impfung in der Schwangerschaft gibt der Mutter Antikörper mit, die über die Plazenta an das Baby weitergegeben werden und es in den ersten, besonders gefährdeten Lebenswochen schützen, bevor die eigene Impfung beginnt.

Ist Keuchhusten nur eine Kinderkrankheit?

Nein — er kann in jedem Alter auftreten, verläuft bei Erwachsenen aber häufig milder und wird deshalb oft nicht als Keuchhusten erkannt.

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