Kleinhirnblutung
Das Kleinhirn liegt am Hinterkopf und steuert Gleichgewicht und Bewegungskoordination. Eine Blutung dort verursacht typische Schwindel- und Koordinationsstörungen. Da der Raum in der hinteren Schädelgrube eng ist, kann eine Blutung den Hirnstamm und den Nervenwasserabfluss bedrängen. Dann drohen Bewusstlosigkeit und Atemstillstand.
Ursachen
Häufigste Ursache ist Bluthochdruck. Weitere Ursachen sind Gefäßfehlbildungen, gerinnungshemmende Medikamente, Blutgerinnungsstörungen, Amyloidangiopathie, Tumoren, Verletzungen und Drogen.
Symptome
Typisch sind plötzlicher Drehschwindel, wiederholtes Erbrechen, Hinterkopf- oder Nackenschmerzen, Gangunsicherheit mit Fallneigung, Zittern der Extremitäten, Augenzittern und Sprechstörung. Bei Wachsen der Blutung folgen Schläfrigkeit, Bewusstseinsverlust und Atemstörung.
Diagnostik
Die Computertomografie zeigt die Blutung und einen möglichen Wasserstau. Magnetresonanztomografie und Gefäßdarstellung klären die Ursache. Bewusstsein, Blutdruck und Gerinnung werden überwacht.
Behandlung
Notruf 112 wählen. Kleine Blutungen werden intensivmedizinisch überwacht. Größere Blutungen oder Wasserstau werden rasch operiert, mit Entlastung der hinteren Schädelgrube oder Nervenwasserableitung. Blutdruck wird gesenkt und Gerinnung normalisiert.
Verlauf und Prognose
Bei rechtzeitiger Operation ist die Prognose besser als bei Blutungen im Hirnstamm. Rehabilitation verbessert Gleichgewicht und Koordination. Vorbeugend hilft die Behandlung des Bluthochdrucks.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich eine Kleinhirnblutung?
An plötzlichem Schwindel mit Erbrechen, Kopfschmerz und Gangunsicherheit.
Warum ist Eile wichtig?
Die Blutung kann den Hirnstamm bedrängen und zu Bewusstlosigkeit führen.
Wird operiert?
Bei größeren Blutungen oder Wasserstau ja.
Was hilft nach der Akutphase?
Rehabilitation mit Gleichgewichts- und Koordinationstraining.
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