Subduralhämatom
Ein Subduralhämatom ist eine Blutung zwischen der harten Hirnhaut und dem Gehirn, meist verursacht durch das Einreißen kleiner Venen nach einer Kopfverletzung. Es kann akut oder, besonders bei älteren Menschen, chronisch mit verzögertem Beginn auftreten.
Wie es zur Blutung kommt
Kleine Venen zwischen Gehirn und harter Hirnhaut können bei einem Sturz oder Schlag auf den Kopf einreißen — bei älteren Menschen mit geschrumpftem Hirngewebe sind diese Venen stärker gespannt und reißen leichter, teils schon bei vergleichsweise geringer Krafteinwirkung.
Akute und chronische Form
Ein akutes Subduralhämatom entwickelt sich innerhalb von Stunden nach einer schweren Kopfverletzung und ist ein unmittelbarer Notfall; ein chronisches Subduralhämatom entsteht langsamer über Wochen und kann sich erst deutlich verzögert nach einem oft schon vergessenen, leichten Sturz bemerkbar machen.
Warum ältere Menschen besonders gefährdet sind
Neben der erhöhten Verletzlichkeit der Venen erhöhen blutverdünnende Medikamente, die bei älteren Menschen häufiger eingenommen werden, zusätzlich das Risiko und die Schwere eines Subduralhämatoms.
Typische Beschwerden des chronischen Verlaufs
Zunehmende Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Gangunsicherheit, Wesensveränderungen oder eine einseitige Schwäche können sich über Wochen langsam entwickeln — diese Symptome werden bei älteren Menschen mitunter fälschlich einer beginnenden Demenz zugeschrieben.
Behandlung
Ein größeres oder symptomatisches Subduralhämatom wird meist operativ entlastet, kleinere, beschwerdearme Blutungen können unter engmaschiger Beobachtung manchmal auch abwartend behandelt werden.
Quellen & weiterführende Stellen
- Deutsche Gesellschaft für Neurologie — Subduralhämatom: Ursachen, Verlauf, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Warum kann sich ein Subduralhämatom erst Wochen nach einem Sturz zeigen?
Weil die chronische Form langsam über Wochen entsteht und sich die Blutung erst allmählich vergrößert.
Warum sind ältere Menschen besonders gefährdet?
Wegen erhöhter Venenverletzlichkeit durch geschrumpftes Hirngewebe sowie häufigerer Einnahme blutverdünnender Medikamente.
Werden die Symptome manchmal mit Demenz verwechselt?
Ja, zunehmende Verwirrtheit und Wesensveränderungen bei chronischem Verlauf können fälschlich einer beginnenden Demenz zugeschrieben werden.
Wie wird ein Subduralhämatom behandelt?
Größere oder symptomatische Blutungen meist operativ, kleinere unter engmaschiger Beobachtung abwartend.
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