Wachkoma (Apallisches Syndrom)
Das Wachkoma (apallisches Syndrom) ist ein Zustand, bei dem Betroffene nach einer schweren Hirnschädigung Schlaf-Wach-Zyklen und grundlegende Körperfunktionen zeigen, ohne erkennbares Bewusstsein oder gezielte Reaktionen auf die Umwelt.
Wie es zum Wachkoma kommt
Eine schwere Schädigung der Großhirnrinde, etwa durch ein Schädel-Hirn-Trauma, einen ausgedehnten Schlaganfall oder einen langen Sauerstoffmangel des Gehirns, kann zu diesem Zustand führen, während tiefer liegende Hirnstrukturen, die Grundfunktionen wie Atmung und Schlaf-Wach-Rhythmus steuern, erhalten bleiben.
Wie sich das Wachkoma äußert
Betroffene öffnen die Augen und durchlaufen Phasen von Schlaf und Wachsein, zeigen aber keine erkennbaren, gezielten Reaktionen auf Ansprache oder Reize — Bewegungen, die auftreten, sind meist unwillkürlich.
Warum die Abgrenzung zu anderen Bewusstseinszuständen wichtig ist
Ein Wachkoma muss sorgfältig von einem minimalen Bewusstseinszustand, bei dem zumindest zeitweise gezielte Reaktionen erkennbar sind, unterschieden werden — diese Unterscheidung ist für Prognose und Therapieplanung bedeutsam und erfordert wiederholte, sorgfältige Untersuchungen.
Verlauf
Der weitere Verlauf ist sehr unterschiedlich und hängt stark von Ursache, Ausmaß der Schädigung und Zeitpunkt seit dem Ereignis ab — manche Betroffene erlangen im Verlauf wieder ein gewisses Bewusstsein zurück, bei anderen bleibt der Zustand dauerhaft bestehen.
Betreuung
Betroffene benötigen umfassende pflegerische Betreuung zur Sicherung von Ernährung, Atmung und Hautgesundheit sowie regelmäßige Therapieangebote, die versuchen, verbliebene Fähigkeiten zu fördern und Komplikationen vorzubeugen.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Ist ein Wachkoma dasselbe wie ein Koma?
Nein, im Wachkoma zeigen Betroffene Schlaf-Wach-Zyklen mit geöffneten Augen, im eigentlichen Koma bleiben die Augen geschlossen und es gibt keine Wachphasen.
Kann sich ein Wachkoma zurückbilden?
Der Verlauf ist sehr unterschiedlich — manche Betroffene erlangen im Verlauf wieder Bewusstsein zurück, bei anderen bleibt der Zustand dauerhaft bestehen.
Was unterscheidet Wachkoma vom minimalen Bewusstseinszustand?
Im minimalen Bewusstseinszustand sind zumindest zeitweise gezielte Reaktionen erkennbar, im Wachkoma nicht.
Was benötigen Betroffene im Wachkoma?
Umfassende pflegerische Betreuung sowie regelmäßige Therapieangebote.
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