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Häufige Erkrankungen

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch Viren verursachte, durch Zeckenstiche übertragene Erkrankung, die in einem Teil der Fälle Hirnhäute und Gehirn befällt. Anders als bei der Borreliose steht gegen FSME eine wirksame Impfung zur Verfügung, die in ausgewiesenen Risikogebieten empfohlen wird. Die meisten Infektionen verlaufen jedoch mild oder ganz ohne Beschwerden.

Ursachen

Verursacht wird die FSME durch das FSME-Virus, das von infizierten Zecken bereits unmittelbar beim Stich übertragen werden kann, im Gegensatz zur Borreliose, bei der die Übertragung erst nach einer gewissen Saugzeit erfolgt. Das Virus kommt regional unterschiedlich häufig vor; in Deutschland sind vor allem Teile Bayerns und Baden-Württembergs sowie einzelne weitere Gebiete als Risikogebiete ausgewiesen, in denen ein deutlich höherer Anteil der Zecken das Virus trägt.

Symptome

Die meisten Infektionen verlaufen ohne Beschwerden oder mit einem grippeähnlichen Krankheitsbild, das nach einigen Tagen wieder abklingt. Bei einem Teil der Betroffenen folgt nach einer beschwerdefreien Phase eine zweite Krankheitsphase mit Fieber und Zeichen einer Hirnhaut- oder Gehirnentzündung wie starken Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Bewusstseinsstörungen oder, seltener, Lähmungen. Das Risiko für einen schweren Verlauf mit dieser zweiten Phase steigt mit zunehmendem Lebensalter.

Diagnostik

Die Diagnose wird durch den Nachweis spezifischer Antikörper gegen das FSME-Virus im Blut gestellt, wobei diese meist erst mit Einsetzen der zweiten Krankheitsphase sicher nachweisbar sind. Bei Verdacht auf eine Beteiligung des Nervensystems wird zusätzlich eine Untersuchung des Nervenwassers durchgeführt, die die typischen Entzündungszeichen zeigt und andere Ursachen einer Hirnhautentzündung ausschließen hilft.

Behandlung

Eine spezifische, gegen das Virus selbst gerichtete Behandlung existiert nicht. Die Behandlung ist rein unterstützend und richtet sich nach den auftretenden Beschwerden, bei schwerem Verlauf mit Beteiligung des Nervensystems ist eine stationäre, teils intensivmedizinische Behandlung notwendig. Die Vorbeugung durch eine Impfung ist deshalb besonders wichtig, da eine ursächliche Therapie im Krankheitsfall nicht zur Verfügung steht.

Verlauf und Vorbeugung

Die meisten Infektionen heilen folgenlos aus, bei schwererem Verlauf mit ausgeprägter Gehirnbeteiligung können jedoch bleibende neurologische Schäden zurückbleiben, besonders bei älteren Betroffenen. Die in Deutschland zugelassene FSME-Impfung wird für Menschen empfohlen, die in Risikogebieten leben oder sich dort im Freien aufhalten, und bietet nach vollständiger Grundimmunisierung einen sehr zuverlässigen Schutz. Zusätzlich helfen dieselben Maßnahmen zur Zeckenvermeidung wie bei der Borreliose.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Schützt die FSME-Impfung auch vor Borreliose?

Nein, die Impfung wirkt ausschließlich gegen das FSME-Virus, nicht gegen die durch Bakterien verursachte Borreliose, gegen die es keine Impfung gibt.

Wer sollte sich gegen FSME impfen lassen?

Menschen, die in ausgewiesenen Risikogebieten leben oder sich dort häufig im Freien aufhalten, wird die Impfung von den zuständigen Gesundheitsbehörden empfohlen.

Wie schnell nach dem Zeckenstich kann das Virus übertragen werden?

Anders als bei Borreliose kann das FSME-Virus bereits unmittelbar beim Stich übertragen werden, ein schnelles Entfernen der Zecke senkt das Risiko daher nicht in gleichem Maß.

Gibt es ein Medikament gegen FSME?

Nein, es existiert keine ursächliche antivirale Behandlung, weshalb die Impfung die wichtigste vorbeugende Maßnahme in Risikogebieten darstellt.

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