Ein Angebot von Personal Paramedic e.K. · DGUV-anerkannte Ausbildungsstätte (8.2018)
Neurologische Notfälle

Meningitis (Hirnhautentzündung)

Eine Meningitis ist eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute, meist ausgelöst durch Viren oder Bakterien. Während virale Verläufe oft mild sind, kann eine bakterielle Meningitis innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden und ist ein absoluter medizinischer Notfall.

Wie es zur Entzündung kommt

Krankheitserreger gelangen über die Blutbahn oder, seltener, direkt von einer benachbarten Infektion wie einer Nasennebenhöhlenentzündung in die Hirnhäute und lösen dort eine Entzündungsreaktion aus.

Typische Warnzeichen

Plötzlich einsetzendes hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, ein steifer Nacken, der das Beugen des Kopfes zur Brust schmerzhaft erschwert, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Übelkeit sowie bei bakterieller Meningitis mitunter ein kleinfleckiger, nicht wegdrückbarer Hautausschlag.

Warum bakterielle Meningitis ein Notfall ist

Eine bakterielle Meningitis kann innerhalb weniger Stunden zu Bewusstseinstrübung, Krampfanfällen und einem lebensbedrohlichen Kreislaufversagen führen — bei Verdacht auf Meningitis, insbesondere in Kombination mit Fieber, Nackensteife und starkem Krankheitsgefühl, muss sofort der Rettungsdienst alarmiert werden.

Besonderheiten bei Säuglingen und Kleinkindern

Bei den Jüngsten fehlen die typischen Zeichen oft, stattdessen können Trinkschwäche, hohes, schrilles Schreien, eine vorgewölbte Fontanelle, extreme Schläfrigkeit oder Berührungsempfindlichkeit auf eine Meningitis hindeuten — bei solchen Anzeichen sollte unverzüglich ärztliche Hilfe gesucht werden.

Behandlung und Vorbeugung

Eine bakterielle Meningitis wird umgehend mit hochdosierten Antibiotika im Krankenhaus behandelt, virale Formen meist unterstützend; gegen bestimmte Erreger wie Meningokokken und Pneumokokken stehen Impfungen zur Verfügung, die die STIKO für bestimmte Altersgruppen empfiehlt.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Anzeige
FAQ

Häufige Fragen

Woran erkennt man eine Meningitis?

An plötzlichem hohem Fieber, starken Kopfschmerzen, einem steifen Nacken sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit — bei diesen Anzeichen sollte sofort ärztliche Hilfe gesucht werden.

Ist Meningitis ansteckend?

Bestimmte Erreger, etwa Meningokokken, können durch engen Kontakt übertragen werden — enge Kontaktpersonen erhalten in solchen Fällen oft eine vorbeugende Behandlung.

Warum ist Meningitis bei Babys schwerer zu erkennen?

Weil typische Zeichen wie Nackensteife oft fehlen und stattdessen unspezifische Symptome wie Trinkschwäche oder schrilles Schreien auftreten.

Gibt es eine Impfung gegen Meningitis?

Gegen bestimmte Erreger wie Meningokokken und Pneumokokken stehen Impfungen zur Verfügung, die genaue Empfehlung richtet sich nach Alter und individuellem Risiko.

Erste Hilfe lernen statt nur nachlesen

Im Kurs übst du die Handgriffe unter Anleitung — Theorie und Praxis zusammen.

Kurs finden Inhouse anfragen