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Orthopädie & Bewegungsapparat

Fingerknöchelpolster (Knuckle Pads)

Die Fingerknöchelpolster, im Englischen als Knuckle Pads bezeichnet, sind gutartige, derbe Verdickungen des Bindegewebes, die sich typischerweise über der Streckseite der mittleren Fingergelenke bilden und dort als kleine, feste, meist schmerzlose Knötchen tastbar sowie sichtbar werden. Diese Verdickungen zählen zur selben Gruppe gutartiger, überschießender Bindegewebsvermehrungen wie die Dupuytren-Kontraktur der Handinnenfläche sowie die Ledderhose-Kontraktur der Fußsohle, mit denen sie häufig gemeinsam auftreten und eine ähnliche zugrunde liegende erbliche Veranlagung teilen. Fingerknöchelpolster sind für die meisten Betroffenen in erster Linie ein kosmetisches sowie mitunter psychisch belastendes Problem, verursachen jedoch in aller Regel keine bedeutsame funktionelle Einschränkung der betroffenen Finger.

Ursachen

Die genaue Ursache der Fingerknöchelpolster ist nicht abschließend geklärt, wobei eine erbliche Veranlagung, die derselben Gruppe von Bindegewebserkrankungen wie die Dupuytren-Kontraktur sowie die Ledderhose-Kontraktur zugeordnet wird, eine zentrale Rolle bei der Entstehung spielt. Eine wiederholte mechanische Reizung der betroffenen Fingergelenke, etwa durch bestimmte berufliche oder sportliche Tätigkeiten mit wiederholtem Druck oder Reibung über den Fingerknöcheln, wird als zusätzlicher, das Erkrankungsrisiko erhöhender Faktor diskutiert. Fingerknöchelpolster treten bei einem erheblichen Teil der Betroffenen gemeinsam mit einer bereits bestehenden oder sich später entwickelnden Dupuytren-Kontraktur auf, was auf einen gemeinsamen zugrunde liegenden Krankheitsmechanismus hindeutet.

Symptome

Fingerknöchelpolster äußern sich durch kleine, derbe, meist schmerzlose Knötchen, die sich über der Streckseite der mittleren Fingergelenke bilden und langsam über Monate bis Jahre an Größe zunehmen können. Die betroffenen Knötchen sind bei den meisten Betroffenen ohne wesentliche Beschwerden, wobei ein Teil der Betroffenen die auffällige äußere Erscheinung der Fingerknöchel als kosmetisch sowie psychisch belastend empfindet. Eine bedeutsame Einschränkung der Beweglichkeit der betroffenen Finger tritt bei der Mehrheit der Betroffenen nicht auf, auch wenn bei stärker ausgeprägten Knötchen gelegentlich ein leichtes Druckgefühl beim Greifen bestehen kann.

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Diagnostik

Die Diagnose der Fingerknöchelpolster wird überwiegend klinisch anhand des charakteristischen Erscheinungsbildes der derben Knötchen über der Streckseite der mittleren Fingergelenke gestellt, wobei eine sorgfältige Untersuchung der Handinnenfläche sowie der Fußsohlen auf Anzeichen einer begleitenden Dupuytren- oder Ledderhose-Kontraktur die Diagnose zusätzlich unterstützt. Eine gezielte Familienanamnese nach vergleichbaren Bindegewebserkrankungen bei nahen Verwandten liefert weitere wichtige diagnostische Hinweise. Bei untypischem Erscheinungsbild oder Unsicherheit in der Abgrenzung von anderen Ursachen einer Knotenbildung über den Fingergelenken kann eine Gewebeprobe zur endgültigen Diagnosesicherung entnommen werden.

Behandlung

Da Fingerknöchelpolster bei den meisten Betroffenen keine funktionelle Beeinträchtigung verursachen, ist in aller Regel keine spezifische Behandlung notwendig, sondern eine abwartende Verlaufsbeobachtung ausreichend. Bei erheblichem kosmetischem Leidensdruck kann eine örtliche Injektionsbehandlung mit entzündungshemmenden Medikamenten zu einer gewissen Verkleinerung der Knötchen beitragen, wobei diese Behandlung nicht bei allen Betroffenen gleichermaßen wirksam ist. Eine operative Entfernung der Knötchen wird angesichts eines erhöhten Risikos für ein erneutes Auftreten der Erkrankung sowie möglicher operativer Komplikationen nur in ausgewählten, besonders belastenden Fällen empfohlen.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf der Fingerknöchelpolster ist meist langsam über Jahre fortschreitend, wobei die Knötchen bei einem erheblichen Teil der Betroffenen über lange Zeit stabil bleiben oder nur sehr langsam an Größe zunehmen. Da die Erkrankung in aller Regel gutartig verläuft sowie keine bedeutsame funktionelle Einschränkung verursacht, ist die langfristige Prognose günstig, auch wenn die auffällige äußere Erscheinung für einen Teil der Betroffenen dauerhaft psychisch belastend bleiben kann. Eine regelmäßige Verlaufskontrolle wird empfohlen, um ein mögliches Fortschreiten der Erkrankung sowie eine gegebenenfalls begleitend auftretende Dupuytren- oder Ledderhose-Kontraktur rechtzeitig zu erfassen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wo bilden sich Fingerknöchelpolster typischerweise?

Über der Streckseite der mittleren Fingergelenke.

Mit welchen anderen Erkrankungen stehen sie in Verbindung?

Mit der Dupuytren-Kontraktur der Handinnenfläche sowie der Ledderhose-Kontraktur der Fußsohle, die derselben Erkrankungsgruppe zugeordnet werden.

Verursachen sie eine funktionelle Einschränkung?

Bei der Mehrheit der Betroffenen nein, sie sind überwiegend kosmetisch störend.

Warum wird eine Operation nur zurückhaltend empfohlen?

Wegen eines erhöhten Risikos für ein erneutes Auftreten der Erkrankung nach operativer Entfernung.

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