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Allergie & Stoffwechsel

Hypervitaminose A

Die Hypervitaminose A bezeichnet eine Vergiftung durch eine übermäßige Aufnahme von Vitamin A, die entweder akut durch die einmalige Aufnahme einer sehr hohen Dosis oder chronisch durch eine über einen längeren Zeitraum anhaltende, wiederholte Aufnahme überhöhter Mengen entstehen kann, wobei Vitamin A im Unterschied zu vielen anderen Vitaminen im Körperfett sowie in der Leber gespeichert wird und sich dadurch bei anhaltender Überdosierung im Körper erheblich anreichern kann. Diese Anreicherung kann verschiedenste Organsysteme schädigen, insbesondere die Leber, das Knochensystem sowie das Nervensystem, wobei sich die Erkrankung durch eine Vielzahl unspezifischer sowie einige charakteristischer Symptome äußert. Die Hypervitaminose A entsteht heute überwiegend durch eine übermäßige Einnahme von Vitamin-A-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln oder bestimmten, hochdosierten Vitamin-A-Präparaten, seltener durch eine extrem einseitige, an tierischer Leber besonders reiche Ernährung.

Ursachen

Die Hypervitaminose A entsteht am häufigsten durch eine übermäßige, meist über einen längeren Zeitraum fortgesetzte Einnahme von Vitamin-A-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln oder hochdosierten Vitamin-A-Präparaten, die deutlich über der empfohlenen täglichen Zufuhrmenge liegt, wobei sich das Vitamin aufgrund seiner Speicherung im Körperfett sowie in der Leber im Verlauf der Zeit erheblich anreichern kann. Eine akute Hypervitaminose A kann seltener durch die einmalige Aufnahme einer extrem hohen Einzeldosis entstehen, etwa durch den Verzehr großer Mengen tierischer Leber, die einen besonders hohen natürlichen Vitamin-A-Gehalt aufweist. Bestimmte, zur Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzte, dem Vitamin A chemisch verwandte Medikamente können bei unsachgemäßer Anwendung ebenfalls zu einer Hypervitaminose A führen.

Symptome

Die akute Hypervitaminose A äußert sich innerhalb weniger Stunden nach der übermäßigen Aufnahme durch Übelkeit, Erbrechen sowie starke Kopfschmerzen, die durch einen akut erhöhten Druck im Bereich des Gehirns verursacht werden. Die deutlich häufigere chronische Hypervitaminose A entwickelt sich dagegen langsam über Wochen bis Monate und äußert sich durch eine Vielzahl unspezifischer Beschwerden, insbesondere trockene, schuppende Haut, Haarausfall, Knochen- sowie Gelenkschmerzen sowie eine vergrößerte, druckschmerzhafte Leber. Bei besonders ausgeprägter, lange anhaltender Überdosierung können zusätzlich eine erhöhte Brüchigkeit der Knochen sowie bei Kindern eine Störung des normalen Knochenwachstums auftreten.

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Diagnostik

Die Diagnose der Hypervitaminose A wird durch eine sorgfältige Anamnese der eingenommenen Nahrungsergänzungsmittel sowie Medikamente gemeinsam mit einer Blutuntersuchung gestellt, bei der ein deutlich erhöhter Vitamin-A-Spiegel im Blut nachgewiesen wird. Eine zusätzliche Blutuntersuchung der Leberwerte sowie des Kalziumspiegels liefert wichtige Informationen über das Ausmaß einer möglichen bereits eingetretenen Organschädigung. Bei Verdacht auf eine chronische, mit Knochenbeschwerden einhergehende Hypervitaminose A kann eine Bildgebung des Skeletts zusätzliche charakteristische Veränderungen der Knochenstruktur zeigen, die die Diagnose weiter untermauern.

Behandlung

Die wichtigste Behandlungsmaßnahme bei der Hypervitaminose A ist das unverzügliche Absetzen der übermäßigen Vitamin-A-Zufuhr, wodurch sich die meisten Symptome bei den Betroffenen im Verlauf mehrerer Wochen bis Monate von selbst zurückbilden, da überschüssiges Vitamin A allmählich aus den körpereigenen Speichern abgebaut wird. Bei ausgeprägten Beschwerden, insbesondere bei einem akut erhöhten Hirndruck, kann eine unterstützende medikamentöse Behandlung zur Linderung der akuten Symptome notwendig werden. Eine bereits eingetretene Leberschädigung wird entsprechend den allgemeinen Grundsätzen der Behandlung von Lebererkrankungen unterstützend mitbehandelt, wobei eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte bis zur vollständigen Normalisierung empfohlen wird.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Hypervitaminose A ist bei rechtzeitigem Absetzen der übermäßigen Vitamin-A-Zufuhr in aller Regel gut, wobei sich die meisten Symptome innerhalb weniger Wochen bis Monate vollständig zurückbilden, sobald die überschüssigen Vitamin-A-Speicher des Körpers allmählich abgebaut sind. Bei sehr lange anhaltender, ausgeprägter Überdosierung können jedoch bleibende Schäden zurückbleiben, insbesondere eine dauerhafte Leberschädigung sowie, bei Kindern, eine bleibende Störung des Knochenwachstums, weshalb eine möglichst frühzeitige Erkennung sowie Beendigung der übermäßigen Vitamin-A-Zufuhr von großer Bedeutung ist. Eine ausführliche Aufklärung über die sichere Dosierung von Vitamin-A-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln wird zur Vorbeugung einer erneuten Überdosierung dringend empfohlen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum kann sich Vitamin A im Körper so stark anreichern?

Weil es im Unterschied zu vielen anderen Vitaminen im Körperfett sowie in der Leber gespeichert wird.

Was ist die häufigste Ursache heutzutage?

Eine übermäßige, meist längerfristige Einnahme von Vitamin-A-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln oder hochdosierten Präparaten.

Welche Organe können besonders geschädigt werden?

Insbesondere die Leber, das Knochensystem sowie das Nervensystem.

Was ist die wichtigste Behandlungsmaßnahme?

Das unverzügliche Absetzen der übermäßigen Vitamin-A-Zufuhr.

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