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Innere Medizin

Fibroadenose der Mamma

Die Fibroadenose der Mamma bezeichnet eine gutartige Umbauveränderung des Brustgewebes, bei der es zu einer vermehrten Bildung von Bindegewebe, sogenannter Fibrose, in Kombination mit einer knotigen Vermehrung der Drüsenläppchen kommt. Sie zählt neben der zystischen Mastopathie und dem Fibroadenom zu den häufigen gutartigen Gewebeveränderungen der weiblichen Brust und wird ebenfalls auf hormonelle Einflüsse des Brustgewebes im Laufe des reproduktiven Lebensalters zurückgeführt. Die Fibroadenose kann sowohl umschrieben als einzelner, tastbarer Knoten als auch diffus über größere Bereiche des Brustgewebes verteilt auftreten und wird häufig im Zusammenhang mit anderen fibrös-zystischen Veränderungen der Brust beschrieben. Auch wenn der Begriff auf den ersten Blick beunruhigend wirken mag, handelt es sich um eine harmlose Gewebereaktion, die keine bösartige Erkrankung darstellt.

Ursachen

Die Fibroadenose der Mamma entsteht durch eine übermäßige Reaktion des Bindegewebes und der Drüsenläppchen der Brust auf die im Laufe des Menstruationszyklus schwankenden Spiegel der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron. Ein relatives Überwiegen von Östrogen begünstigt dabei die vermehrte Bildung von faserreichem Bindegewebe sowie eine knotige Vermehrung der Drüsenläppchen. Ähnlich wie bei anderen fibrös-zystischen Brustveränderungen spielen individuelle Unterschiede in der hormonellen Empfindlichkeit des Brustgewebes eine wesentliche Rolle für die Entstehung und das Ausmaß der Veränderung. Eine familiäre Häufung gutartiger Brustveränderungen wird bei betroffenen Frauen gelegentlich beobachtet, ein eindeutiger erblicher Zusammenhang ist jedoch nicht sicher nachgewiesen.

Symptome

Eine Fibroadenose der Mamma macht sich meist durch eine tastbare, mäßig feste, gegenüber der Umgebung gut abgrenzbare Verhärtung des Brustgewebes bemerkbar, die von manchen Frauen als schmerzhaft, insbesondere in der zweiten Zyklushälfte, wahrgenommen wird. Anders als eine Zyste fühlt sich die fibroadenotische Veränderung fester und weniger elastisch an, da sie überwiegend aus vermehrtem Bindegewebe und nicht aus Flüssigkeit besteht. Häufig treten mehrere solcher Areale gleichzeitig auf, sodass das Brustgewebe an mehreren Stellen unregelmäßig verdickt erscheint. Die Beschwerden können im Zyklusverlauf schwanken, wobei viele Frauen nach Einsetzen der Regelblutung eine deutliche Linderung des Spannungs- und Druckgefühls bemerken.

Diagnostik

Die Diagnostik der Fibroadenose der Mamma beginnt mit der körperlichen Tastuntersuchung, bei der die typische, mäßig feste Konsistenz und die oft mehrfach vorkommende Lokalisation der Veränderung erhoben werden. Im Ultraschall stellt sich fibroadenotisches Gewebe als echoreichere, unregelmäßig strukturierte Zone dar, die sich von der echofreien Zyste deutlich unterscheidet, jedoch mitunter einer sorgfältigen Abgrenzung von anderen soliden Veränderungen bedarf. Bei Frauen ab dem 40. Lebensjahr oder bei unklarem Tast- oder Ultraschallbefund erfolgt ergänzend eine Mammographie zur genaueren Beurteilung der Gewebestruktur. In Zweifelsfällen, insbesondere bei neu aufgetretenen oder sich verändernden Befunden, kann eine Gewebeprobe zur endgültigen Sicherung der gutartigen Diagnose notwendig werden.

Behandlung

Eine Fibroadenose der Mamma bedarf bei gesicherter gutartiger Diagnose und geringen Beschwerden in der Regel keiner spezifischen Behandlung, sondern lediglich einer regelmäßigen Verlaufsbeobachtung. Bei deutlicheren, zyklusabhängigen Schmerzen können, ähnlich wie bei der zystischen Mastopathie, pflanzliche Präparate oder in Einzelfällen eine kurzzeitige hormonelle Therapie zur Beschwerdelinderung eingesetzt werden. Ein gut sitzender, stützender Büstenhalter kann das Spannungsgefühl zusätzlich lindern. Eine operative Entfernung wird nur bei anhaltenden, störenden Beschwerden trotz konservativer Maßnahmen oder bei diagnostisch nicht eindeutig zu klärenden Befunden in Erwägung gezogen.

Verlauf und Prognose

Die Fibroadenose der Mamma verläuft chronisch, wobei sich die Beschwerden im Verlauf des Zyklus wiederholt verändern und über die Jahre in ihrer Intensität schwanken können. Es handelt sich um eine gutartige Veränderung ohne wesentlich erhöhtes Brustkrebsrisiko, sofern keine ausgeprägte, unter dem Mikroskop feststellbare Zellvermehrung vorliegt. Mit Eintritt der Wechseljahre und dem Rückgang der hormonellen Aktivität des Brustgewebes lassen die fibroadenotischen Veränderungen bei den meisten Frauen deutlich nach. Regelmäßige ärztliche Kontrollen und die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen bleiben dennoch empfehlenswert, um neue oder veränderte Tastbefunde frühzeitig einordnen zu können.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

FAQ

Häufige Fragen

Ist eine Fibroadenose der Brust bösartig?

Nein, sie ist eine gutartige Umbauveränderung des Brustgewebes mit vermehrter Bindegewebsbildung und stellt selbst keine Krebserkrankung dar.

Wie fühlt sich fibroadenotisches Gewebe im Vergleich zu einer Zyste an?

Es ist fester und weniger elastisch als eine flüssigkeitsgefüllte Zyste, da es überwiegend aus vermehrtem Bindegewebe besteht.

Muss eine Fibroadenose immer operiert werden?

Nein, bei gesicherter gutartiger Diagnose und geringen Beschwerden genügt meist eine regelmäßige Verlaufskontrolle ohne operative Maßnahme.

Bessern sich die Beschwerden nach den Wechseljahren?

Ja, mit dem hormonellen Rückgang der Wechseljahre lassen fibroadenotische Veränderungen bei den meisten Frauen deutlich nach.

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