Demoralisierung und Apathie
Apathie bedeutet Teilnahmslosigkeit und fehlender Antrieb, Demoralisierung Mutlosigkeit und das Gefühl, machtlos zu sein. Betroffene ziehen sich zurück, zeigen wenig Gefühle und Interesse und schaffen kaum Alltagsaufgaben. Das Symptom ist ernst zu nehmen, da es auf behandelbare Erkrankungen hinweist.
Ursachen
Ursachen sind Depression, Demenzerkrankungen, Schädigungen des Stirnhirns, Schlaganfall, Parkinson-Krankheit, Schilddrüsenunterfunktion, Vitaminmangel, chronische Erkrankungen, Krebs, Medikamente und Drogen sowie Erschöpfung nach langer Belastung oder Verlusten.
Symptome
Typisch sind Antriebsmangel, Interesselosigkeit, Rückzug, Gleichgültigkeit, verlangsamtes Denken, Vernachlässigung von Hygiene und Haushalt, wenig Gefühlsausdruck und Hoffnungslosigkeit. Bei Depression kommen Traurigkeit, Schlafstörungen und Gedanken an Selbsttötung hinzu.
Diagnostik
Wichtig sind Gespräch mit Betroffenen und Angehörigen. Körperliche Untersuchung, Blutwerte wie Schilddrüse und Vitamine, Medikamentenprüfung, Gedächtnistests und gegebenenfalls Bildgebung des Gehirns klären die Ursache.
Behandlung
Behandelt wird die Ursache, bei Depression mit Psychotherapie und Medikamenten. Hilfreich sind Tagesstruktur, kleine Ziele, Bewegung, soziale Kontakte und Unterstützung der Angehörigen. Bei Gedanken an Selbsttötung sofort Hilfe holen: Notruf 112 oder Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 116 123.
Verlauf und Prognose
Bei behandelbaren Ursachen wie Depression oder Vitaminmangel bessert sich das Symptom oft gut. Bei fortschreitenden Hirnerkrankungen ist Begleitung im Alltag wichtig.
Weiterführende Informationen der Organisation
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Die verlinkten Angebote sind allgemeine Informationsquellen der jeweiligen Organisation, kein Einzelbeleg für jede Aussage dieses Artikels. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Ist Apathie dasselbe wie Faulheit?
Nein, sie ist ein Krankheitszeichen und kein Charakterfehler.
Wann sollte ich Hilfe holen?
Wenn Antriebslosigkeit länger als zwei Wochen anhält oder den Alltag einschränkt.
Wo gibt es Hilfe in Krisen?
Bei der Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 116 123, bei Gefahr Notruf 112.
Was können Angehörige tun?
Geduldig unterstützen, kleine Aktivitäten anbieten und zur Behandlung ermutigen.
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