Cushing-Syndrom
Das Cushing-Syndrom entsteht durch eine dauerhaft erhöhte Konzentration des Hormons Kortisol im Körper. Es kann durch eine Erkrankung des Körpers selbst oder durch eine längere Kortisonbehandlung ausgelöst werden und führt zu charakteristischen körperlichen Veränderungen.
Mögliche Ursachen
Am häufigsten entsteht ein Cushing-Syndrom durch eine längerfristige Behandlung mit kortisonhaltigen Medikamenten; seltener produziert der Körper selbst zu viel Kortisol, etwa durch einen gutartigen Tumor der Hirnanhangsdrüse oder der Nebennieren.
Typische körperliche Veränderungen
Eine Gewichtszunahme mit charakteristischer Fettverteilung am Rumpf und im Gesicht (Vollmondgesicht), dünne, leicht verletzliche Haut mit streifenförmigen Dehnungsstreifen, Muskelschwäche sowie erhöhter Blutdruck können auf ein Cushing-Syndrom hindeuten.
Warum die Veränderungen oft schleichend auftreten
Da sich die körperlichen Veränderungen über Monate langsam entwickeln, werden sie von Betroffenen und ihrem Umfeld häufig zunächst nicht mit einer zugrunde liegenden Hormonstörung in Verbindung gebracht.
Diagnostik
Verschiedene Bluttests und Urinuntersuchungen können die erhöhte Kortisolproduktion nachweisen, weitere Untersuchungen helfen, den genauen Auslöser einzugrenzen.
Behandlung
Bei einer Kortison-bedingten Form wird die Dosis, wenn medizinisch vertretbar, schrittweise reduziert; liegt ein Tumor zugrunde, kommt meist eine operative Entfernung infrage — ein plötzliches Absetzen von Kortisonmedikamenten sollte vermieden werden, da dies gefährlich sein kann.
Quellen & weiterführende Stellen
- MSD Manual (Ausgabe für Patienten) — Cushing-Syndrom: Ursachen, Symptome, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist die häufigste Ursache für ein Cushing-Syndrom?
Eine längerfristige Behandlung mit kortisonhaltigen Medikamenten.
Welche körperlichen Veränderungen sind typisch?
Gewichtszunahme mit charakteristischer Fettverteilung, dünne Haut mit Dehnungsstreifen, Muskelschwäche und erhöhter Blutdruck.
Darf man Kortisonmedikamente einfach absetzen?
Nein, ein plötzliches Absetzen kann gefährlich sein — die Dosis wird bei Bedarf schrittweise reduziert.
Wie wird ein Cushing-Syndrom diagnostiziert?
Über Blut- und Urinuntersuchungen zum Nachweis der erhöhten Kortisolproduktion.
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